Das i-Tüpfelchen sind jedes Mal die eingeladenen Stars. Foto: Torsten Volkmer

John Miles, die Pointer Sisters, Tim Bendzko und Brian Ferry sind bei der Night of the Proms am 18. Dezember mit dabei.

Es gibt Ereignisse, deren Name allein eine gewisse Erwartungshaltung in sich trägt. „Night of the Proms“ ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, dass Musik am Ende eben doch alles vereint.

Seit 1994 kümmert sich die Konzertreihe um eine Annäherung von Pop und Klassik, von Chucks und hohen Schuhen, von T-Shirt und Sakko. Mit stetig wachsendem Erfolg: Jahr für Jahr strömen mehr Fans zu diesem ungewöhnlichen Cross-over und feiern diese Mischung aus großer Arie und großem Popsong.

Dazu tragen natürlich auch die Musiker einen entscheidenden Teil bei. Mit dem 75-köpfigen Antwerp Philharmonic Orchestra hat die „Night of the Proms“ seit den frühen Tagen ein exzellentes Haus- und Hoforchester, das jedes Jahr mit seiner Spielfreude, Kunstfertigkeit und Offenheit begeistert. Gemeinsam mit den NOTP-Backbones, sprichwörtliches Rückgrat und Hausband des Events, überwinden die Musiker mühelos Epochen, Genres und angebliche Unterschiede.

Allen voran: der ewige Dandy Bryan Ferry

Das i-Tüpfelchen sind aber natürlich jedes Mal die eingeladenen Stars. Und die werden auch im Jubiläumsjahr 2018 locker dafür sorgen, dass insgesamt wieder über 100 000 Menschen bei den Shows auftauchen werden. Allen voran steht in diesem Jahr der ewige Dandy Bryan Ferry, der Anfang der Siebziger mit Roxy Music sagenhafte Erfolge feierte. Rasch wurde Ferry zu einem Sänger von Weltruhm, zu einer Stilikone, zum Pop-Poeten.

Er habe die „Kraft von Sinatra, die Ausstrahlung von Gainsbourg und die Intensität von Lou Reed“, so sagt man über ihn. Wie das alles in Personalunion aussieht, wird er in Stuttgart nur zu gern unter Beweis stellen. Gesellschaft erhält er von Milow, der mit „Ayo Technology“ einen der großen Hits des neuen Jahrtausends schrieb und für die moderne, zeitgeistige Seite der Konzertreihe steht. Da schließt sich Tim Bendzko gerne an. Als einer der derzeit erfolgreichsten deutschen Sänger glänzte er schon im Vorprogramm von Elton John oder Joe Cocker. Wie seine Songs im sinfonischen Gewand klingen, zeigt er nun.

„I’m so Excited“

Klar, auch ein Stelldichein der Pointer Sisters („I’m So Excited“) gehört in die Kategorie „keinesfalls verpassen“ – zumal die Ladys schon 2002 für frenetische Begeisterung bei der „Night of the Proms“ sorgten.

Und zu (sehr) guter Letzt wird natürlich auch im Jubiläumsjahr der „Proms“ John Miles mit auf der Bühne stehen. Dessen Evergreen „Music“ ist als heimliche Hymne der Veranstaltung ebenso wenig wegzudenken wie die Standing Ovations am Ende dieses Spektakels. Musik, sie verbindet uns eben alle.

Night of the Proms: 18. Dezember, 20 Uhr, Schleyerhalle, Tickets 07 11 / 22 11 05

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