Dieses Bild stammt aus dem Jahr 2006 – damals war schon einmal extrem wenig Wasser im Bodensee. Foto: dpa

Der Steg, der die Insel Mainau mit dem Festland verbindet, ist dieser Tage eigentlich obsolet – wegen des anhaltenden Niedrigwassers im Bodensee könnte man sogar auf die Blumeninsel waten.

Stuttgart - Ein Steg verbindet die Mainau mit dem Festland. Doch dieser Tage wäre der gar nicht nötig. Denn bei dem Niedrigwasser, das derzeit am Bodensee herrscht, könnte man – ausgerüstet mit hohen Gummistiefeln – theoretisch auch durchs Wasser auf die Blumeninsel waten. Theoretisch, denn das Mainauried ist ein Naturschutzgebiet. Reporter des Südkurier haben noch weitere Orte rund um den See ausgemacht, an denen das Niedrigwasser teils dramatische Veränderungen mit sich gebracht hat.

International Schlagzeilen macht die Insel, die in diesem Jahr als Folge des niedrigen Wasserstandes im Bodensee entstanden ist. Sogar der US-Sender Fox News hatte darüber berichtet.

Die etwa 200 Meter lange und 50 Meter breite Sandinsel hat sich aus Ablagerungen kurz hinter der Mündung des Alpenrheins vor dem österreichischen Seeufer gebildet. Von Dauer wird sie vermutlich nicht sein – wenn der Wasserspiegel des Bodensees wieder steigt, wird der Sand peu à peu wieder abgetragen.

Um wieder auf ein normales Seeniveau zu gelangen, müsste es jetzt aber erst einmal kräftig regnen: Eine Woche Dauerregen bräuchte es, meinen Experten.

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