Bei noch fünf ausstehenden Partien hat der KSC zehn Punkte Rückstand auf den Relegationsrang. Foto: dpa

Der Karlsruher SC zeigte zwar eine gute Leistung gegen Heidenheim, doch das reichte nicht. Erneut verliert das Team und muss nun auf den VfB Stuttgart hoffen, dass der Abstand zum Relegationsplatz nicht noch größer wird.

Karlsruhe - Zweitliga-Schlusslicht Karlsruher SC hat auch das zweite Spiel unter dem neuen Trainer Marc-Patrick Meister verloren und taumelt weiter in Richtung 3. Liga. Gegen den zuvor acht Spiele sieglosen 1. FC Heidenheim verlor der KSC am Sonntag zu Hause 0:1 (0:0). „Unser Ziel war das Spiel zu gewinnen, wir haben aber verloren. Jetzt müssen wir heute alle erstmal durchschnaufen“, sagte Meister am Sonntag. „Unser Rucksack ist zur Zeit sehr voll.“

Bei noch fünf ausstehenden Spielen hat der KSC zehn Punkte Rückstand auf den Relegationsrang. Der Rückstand kann sich bei einem Sieg von Arminia Bielefeld am Montagabend gegen den VfB Stuttgart noch vergrößern.

Engagierte Vorstellung wird nicht belohnt

Nachdem Stefan Mugosa mit einem Schuss an den Pfosten die beste Gelegenheit für die Karlsruher nach 58 Minuten vergeben hatte, traf John Verhoek zu seinem fünten Saisontor (67.). Die deutlich engagierte KSC-Vorstellung in der zweiten Halbzeit blieb unbelohnt. „Die Mannschaft lebt, die Mannschaft will. Das hat heute jeder im Stadion gesehen“, sagte Meister. „Hintenraus hat oft man gemerkt, dass der KSC alles probiert hat. Aber man hat auch gemerkt, dass denen die Leichtigkeit gefehlt hat und das Selbstverständis, aus den Chancen, die man hat, Tore zu machen“, sagte Heidenheims Kapitän Marc Schnatterer.

In der ersten Halbzeit gelang beiden Teams kaum etwas und die 11 203 Zuschauer im Wildparkstadion sahen nur wenige Torgelegenheiten. Die beste vergab der später angeschlagen ausgewechselte Enrcio Valentini für den KSC schon in der 4. Minute. Für die zuletzt so abschlussschwachen Gäste aus Heidenheim kamen Tim Kleindienst (22. Minute) und Norman Theuerkauf (36.) jeweils per Kopf zu Chancen.

Vom unbedingten Willen, die Serie von sechs Partien ohne Niederlage zu beenden, war beim KSC kaum etwas zu sehen. Eine Woche nach der Derby-Niederlage gegen den VfB Stuttgart wirkte das Spiel der Gastgeber auch mit zwei Neuen in der Startelf verhalten.

Nach dem Seitenwechsel erspielten sich die Gastgeber dann aber ein optisches Übergewicht und hatten mehr Spielanteile. Heidenheim musste zudem von der 50. Minute an ohne den angeschlagenen Kapitän Schnatterer auskommen. Doch Karlsruhe fehlten in der Nähe des Strafraums die Ideen und die Präzision. Viele im Ansatz gute Situationen lösten sich auf, weil der letzte Pass nicht ankam.

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