Nico Rosberg hat sich zum Post von Boris Palmer zu Wort gemeldet. Foto: dpa

Boris Palmer hat mit einem Post mal wieder ordentlich für Schlagzeilen gesorgt. Er kritisierte eine Kampagne der Deutschen Bahn. Nico Rosberg, der bei der Kampagne mitmacht, weist die Kritik zurück.

Berlin/Tübingen - Nach Kritik von Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) an der Auswahl von Werbeträgern der Bahn hat sich nun auch der ehemalige Formel-1-Fahrer Nico Rosberg zu Wort gemeldet, der ein Teil der Kampagne ist. „Herr Palmer, Sie wollen spalten und Menschen ausgrenzen. Nicht mit mir“, schreibt er auf seinem Twitter-Account. „Ich bin Sohn eines Finnen und einer Deutschen. Völkervielfalt liegt in meinen Genen. Ich bin stolz, Teil dieser Kampagne zu sein und bedanke mich bei der DB, dass sie diese so umgesetzt hat“, heißt es in der Stellungnahme des Weltmeisters weiter.

Zuvor hatte sich auch die Bahn zu Wort gemeldet und ihre Kampagne verteidigt. „Herr Palmer hat offenbar zum wiederholten Male Probleme mit einer offenen und bunten Gesellschaft“, sagte ein Sprecher der Bahn der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag.

„Solch eine Haltung lehnen wir ab.“ Nico Rosberg, Nazan Eckes oder Nelson Müller stünden „für besondere Talente, die viele Menschen begeistern“. Sie passten zur aktuellen Werbekampagne und seien „positive und repräsentative Identifikationsfiguren“.

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Die Bahn zeigt auf ihrer Internetseite Bilder von Reisenden mit unterschiedlichen Hautfarben, unter anderem den dunkelhäutigen Sterne-Koch Nelson Müller, die türkisch-stämmige Moderatorin Nazan Eckes und den früheren Formel-1-Fahrers Nico Rosberg, die auch auf Plakaten und in Werbespots zu sehen sind. „Ich finde es nicht nachvollziehbar, nach welchen Kriterien die „Deutsche Bahn“ die Personen auf dieser Eingangsseite ausgewählt hat“, schrieb Palmer am Dienstag auf Facebook. „Welche Gesellschaft soll das abbilden?“

Die Bahn zeigte dafür kein Verständnis: „Die DB freut sich, mit ihnen zusammenzuarbeiten“, sagte der Sprecher. „Genauso gehören Kolleginnen und Kollegen aus über 100 Nationen zur DB-Familie.“

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