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Lückenschluss der Hochgeschwindigkeitstrasse Stuttgart-Köln frühestens 2021.

Stuttgart - Sie ist eines der wichtigsten Bauvorhaben der Deutschen Bahn, die Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim. Doch wie lange die Bahnreisenden noch auf deren Inbetriebnahme warten müssen, bleibt unklar. Denn das Projekt hat immer wieder mit Verzögerungen zu kämpfen.

Die geplante Neubaustrecke soll eine Länge von rund 85 Kilometer haben. Nur ein kleiner Teil, nämlich die südlichsten Kilometer bei Mannheim, liegt in Baden-Württemberg. Doch dieser Abschnitt schließt eine wichtige Lücke für den Personen- und Güterverkehr: Er stellt eine belastbare Verbindung zwischen den bereits bestehenden Hochgeschwindigkeitstrassen Köln-Frankfurt und Mannheim-Stuttgart dar. Die geplante Reisegeschwindigkeit von 300 Kilometern pro Stunde für den Fernverkehr ließe die Fahrzeit von Frankfurt nach Stuttgart von 70 auf 53 Minuten schrumpfen. Und auch für den Güterverkehr würde der mehrgleisige Ausbau wichtige zusätzliche Kapazitäten schaffen.

Noch vor einem Jahr war der Baubeginn für 2010 geplant - derzeit wird von frühestens 2015 gesprochen. Die Fertigstellung soll dann nochmals rund sechs Jahre dauern, das wäre dementsprechend 2021 - frühestens versteht sich. Bis zum Baubeginn hat das Projekt allerdings noch mindestens zwei wichtige Hürden zu überwinden: das Genehmigungsverfahren und die Finanzierungszusage durch den Bund.

Die Neubaustrecke gliedert sich im Wesentlichen in vier Teile. Nach aktuellem Stand befindet sich der nördlichste Streckenabschnitt zwischen dem Flughafen Frankfurt und Darmstadt bereits im Planfeststellungsverfahren. Ziel dieses Verfahrens ist die Erteilung einer Baugenehmigung. Allerdings dauert dieser Prozess bereits zwei Jahre an, könnte aber demnächst abgeschlossen werden.

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