Schockstarre bei Neymar und Paris St. Germain nach dem Aus gegen Manchester United. Foto: AP

Nach dem dramatischen Aus in der Champions League hat Superstar Neymar über Instagram seinem Frust freien Lauf gelassen. Bei Paris St. Germain und Trainer Thomas Tuchel herrscht Schockstarre.

Paris - Das unerwartete Aus des französischen Fußball-Serienmeisters Paris St. Germain im Achtelfinale der Champions League hat Trainer Thomas Tuchel hart getroffen. Der deutsche Coach bezeichnete das 1:3 (1:2) im Rückspiel gegen den englischen Rekordchampion Manchester United als „entsetzlich und grausam“. Das Hinspiel hatte PSG noch 2:0 gewonnen.

Die Entscheidung in Paris fiel erst in der vierten Minute der Nachspielzeit. Marcus Rashford verwandelte einen Elfmeter nach einem Handspiel von Presnel Kimpembe und brachte United erstmals seit 2014 wieder ins Viertelfinale. Manchester ist der erste Klub in der Königsklassen-Geschichte, der nach einer Heimniederlage mit mindestens zwei Toren noch weiterkam.

„Es ist eine Schande“

Schiedsrichter Damir Skomina (Slowenien) hatte zunächst nicht auf Strafstoß erkannt, änderte seine Meinung aber nach dem Videostudium. „Ich bin ein großer Unterstützer des Videobeweises und ich bleibe ein großer Unterstützer des Videobeweises“, sagte Tuchel: „Ich hatte den Eindruck, dass der Schuss über das Tor gegangen wäre. Deshalb tut es brutal weh.“

Im Gegensatz zu Tuchel, dessen ambitionierter Klub zum dritten Mal in Folge den Viertelfinal-Einzug verpasste, gab der verletzte Superstar Neymar den Schiedsrichtern die Schuld am Scheitern. „Es ist eine Schande“, schimpfte der Brasilianer: „Da sitzen vier Leute, die keine Ahnung vom Fußball haben, und schauen sich eine Zeitlupe vor dem Fernseher an.“ Tuchel nahm Neymar in Schutz: „Manchmal sagt man Dinge, die man ein paar Stunden später wieder zurück nimmt.“

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