Marit Björgen aus Norwegen ist die erfolgreichste Sportlerin bei Olympischen Winterspielen.Foto:Getty Images AsiaPac Foto:  

Vom 9. bis 25. Februar 2018 finden in Pyeongchang in Südkorea die 23. Olympischen Winterspiele statt. In unserem Newsblog halten wir Sie über alle Entwicklungen auf dem Laufenden.

Pyeongchang - Die 23. Olympischen Winterspiele finden in diesem Jahr im südkoreanischen Pyeongchang statt. „New Horizons“ lautet das Motto von Olympia 2018 und soll einen neuen Blick auf das Land zeigen.

In den 17 Tagen der Winterspiele stehen 102 Medaillen-Entscheidungen an. 92 Nationen streiten sich dabei um die Plätze auf dem Podest.

In unserem Newsblog begleiten wir die Olympischen Winterspiele 2018 und informieren über die aktuellen Entwicklungen in Südkorea. Zudem finden Sie hier unseren Liveticker, der jede sportliche Entscheidung in Pyeongchang abbildet.

Das sind die wichtigsten Schlagzeilen:

* Medaillenspiegel: Deutschland knapp hinter Norwegen

* Eishockey: Historische Silbermedaille für Deutschland

* Francesco Friedrich gewinnt im Bob das Gold-Double

Sonntag, 8.43 Uhr +++ Marit Björgen krönt sich zur Legende

Skilangläuferin Marit Björgen hat im letzten olympischen Wettbewerb von Pyeongchang über die 30 km triumphiert und ihren norwegischen Landsmann Ole Einar Björndalen als erfolgreichsten Sportler in der Geschichte der Winterspiele abgelöst. Björgen (37) steht nun bei achtmal Gold, viermal Silber und einmal Bronze, Biathlet Björndalen bei 8-4-1.

Durch den Erfolg am Schlusstag fing Norwegen die deutsche Olympia-Mannschaft an der Spitze des Medaillenspiegels ab. Norwegen (14 Gold, 14 Silber, 11 Bronze) schloss die Wertung vor Deutschland (14-10-7) und Kanada (11-8-10) ab. Björgen gewann nach 1:22:17,6 Stunden überlegen vor Krista Pärmäkoski (Finnland) und Stina Nilsson (Schweden).

Sonntag, 3.17 Uhr +++ Gold für schwedische Curlerinnen

Die schwedischen Curlerinnen haben bei den Winterspielen von Pyeongchang ihr drittes Olympia-Gold gewonnen. Die Skandinavierinnen um Skip Anna Hasselborg setzten sich im Finale gegen Südkorea mit 8:3 durch und feierten ihren dritten Sieg bei den Frauen nach 2006 in Turin sowie 2010 in Vancouver. Bronze ging bereits am Samstag an Japan.

Deutschland war erstmals seit der Wiederaufnahme des Curlingsports ins olympische Programm 1998 (Nagano) in keinem Wettbewerb vertreten. Bereits am Samstag hatten die Japanerinen um Skip Satsuki Fujisawa 5:3 gegen Großbritannien gewonnen. Die kanadischen Frauen, vor vier Jahren in Sotschi noch Olympiasieger, waren in Pyeongchang bereits in der Vorrunde gescheitert.

Das passierte am fünfzehnten Wettkampftag

Samstag, 14.57 Uhr +++ Massenstart-Premiere: Asien jubelt

Der südkoreanische Eisschnellläufer Lee Seung Hoon hat sich bei den Winterspielen in Pyeongchang zum ersten Olympiasieger im Massenstart gekürt. Der Goldmedaillengewinner über 10.000 m von 2010, der bei den Wettbewerben in seinem Heimatland bereits Silber in der Teamverfolgung gewonnen hatte, siegte in der erstmals bei Olympia ausgetragenen Disziplin vor dem Belgier Bart Swings. Bronze ging an den Niederländer Koen Verweij, der vor vier Jahren in Sotschi Olympiasieger in der Teamverfolgung geworden war. Deutsche Eisschnellläufer waren nicht am Start.

Die Japanerin Nana Takagi ist die erste Eisschnelllauf-Olympiasiegerin im Massenstart. Bei der Premiere der neuen Disziplin setzte sich die 25-Jährige in einem packenden Finish vor Weltmeisterin Kim Bo Reum aus Südkorea durch und feierte damit ihren zweiten Triumph in Pyeongchang nach dem Sieg in der Teamverfolgung. Bronze im Finale der 16 besten Läuferinnen ging an die Niederländerin Irene Schouten. Die 46 Jahre alte Berlinerin Claudia Pechstein, die Anfang Dezember 2017 in Calgary überraschend einen Masseenstart-Erfolg im Weltcup gefeiert hatte, belegte den 13. Platz und verpasste damit auch in ihrem vierten Wettkampf in Südkorea die erhoffte zehnte Olympiamedaille ihrer Karriere.

Samstag, 11.48 Uhr +++ Curling: Gold überraschend an USA

Die US-Curler haben zum ersten Mal Gold bei Olympischen Winterspielen gewonnen. Das Team um Skip John Shuster setzte sich im Finale in Pyeongchang gegen Schweden um den Sotschi-Dritten Niklas Edin mit 10:7 durch. Bronze hatte sich bereits am Freitag die Schweiz mit einem 7:5 gegen Kanada gesichert. Der Rekord-Olympiasieger blieb damit erstmals seit 1992 ohne Medaille.

Für den 35 Jahre alten John Shuster ist es die zweite Olympiamedaille nach Bronze 2006 in Turin. Mit 5:4 Siegen waren die Amerikaner als Dritter hinter Schweden (7:2) und Kanada (6:3) ins Halbfinale eingezogen. Dort hatten sie sich dann überraschend mit 5:3 gegen die Kanadier um Skip Kevin Koe durchgesetzt. Die Schweden hatten die Schweizer mit 9:3 ausgeschaltet.

Deutsche Curler sind in Pyeongchang erstmals seit der Wiederaufnahme der Sportart ins olympische Programm 1998 nicht vertreten.

Samstag, 8.17 Uhr +++ Finne Niskanen holt Langlauf-Gold

Der finnische Langläufer Iivo Niskanen hat bei den Olympischen Winterspielen von Pyeongchang Gold über 50 Kilometer in der klassischen Technik gewonnen. Der 26-Jährige setzte sich am Samstag im Alpensia Nordic Park vor Alexander Bolschunow, olympischer Athlet aus Russland, durch und holte damit nach dem Teamsprint 2014 sein zweites Olympia-Gold.

Bronze ging an Bolschunows Teamkollegen Andrej Larkow. Bester Deutscher bei dem letzten Olympia-Rennen der Langlauf-Männer war Andreas Katz, der über die längste Distanz Rang 14 belegte.

Samstag, 7.06 Uhr +++ Gold für Galmarini im Riesenslalom

Der Schweizer Nevin Galmarini hat bei den Winterspielen von Pyeongchang Gold im Parallel-Riesenslalom der Snowboarder gewonnen und für den dritten Sieg der Eidgenossen seit der Premiere 2002 gesorgt. Der Sotschi-Zweite gewann im Finale gegen den Südkoreaner Lee Sangho, Bronze ging wie vor vier Jahren an den Slowenen Zan Kosir. Stefan Baumeister (Aising-Pang) war als bester Deutscher im Viertelfinale an Kosir gescheitert.

Mitfavorit Vic Wild, Olympischer Athlet aus Russland und Doppelolympiasieger 2014 im Parallel-Riesenslalom sowie im nicht mehr olympischen Parallel-Slalom, schied bereits in der ersten Runde aus. Patrick Bussler (Aschheim) und Alexander Bergmann (Bischofswiesen) hatten auf den Rängen 25 und 31 die Finals ebenso deutlich verpasst wie Vancouver-Olympiasieger Jasey Jay Anderson (Kanada/24.). Galmarinis Landsmann Philipp Schoch hatte 2002 und 2006 die ersten beiden Austragungen des Parallel-Riesenslaloms für sich entschieden.

Samstag, 6.52 Uhr +++ Jörg und Hofmeister auf dem Podium

Snowboarderin Selina Jörg (Sonthofen) hat bei den Winterspielen in Pyeongchang nach einer starken Vorstellung Silber im Parallel-Riesenslalom gewonnen. Die 30-Jährige unterlag im Finale der tschechischen Weltmeisterin Ester Ledecka, die genau eine Woche nach ihrem sensationellen Triumph im alpinen Super-G den nächsten Olympiasieg feierte. Den großen deutschen Erfolg komplettierte Ramona Hofmeister (Bischofswiesen) mit dem Gewinn der Bronzemedaille.

Die frühere Junioren-Weltmeisterin im Parallelslalom schlug im kleinen Finale Alena Sawarsina (Olympische Athleten aus Russland). Im Halbfinale war Hofmeister an Ledecka gescheitert. Jörg und Hofmeister sorgten für die insgesamt sechste und siebte deutsche Snowboard-Medaille bei Winterspielen. Vor vier Jahren hatten in Sotschi Anke Karstens (heute Anke Wöhrer) und Amelie Kober Silber und Bronze im Parallelslalom gewonnen. Wöhrer (Prien) scheiterte in Südkorea in der Qualifikation, für Carolin Langenhorst (Bischofswiesen) kam das Aus im Achtelfinale.

Samstag, 4.50 Uhr +++ Sebastien Toutant gewinnt Big Air

Snowboarder Sebastien Toutant hat die Olympia-Premiere des Big Air gewonnen und die Leiden Kanadas bei den Winterspielen gelindert. Einen Tag nach der Eishockey-Pleite gegen Deutschland setzte sich der 25-Jährige am Samstag nach drei Durchgängen mit insgesamt 174,25 Punkten vor Kyle Mack (USA/168,75) und Billy Morgan (Großbritannien/168,00) durch. „Es ist einfach wunderbar. Ich bin überglücklich. Ich konnte lange nicht snowboarden und trainieren, weil ich in den vergangenen Monate so starke Rückenprobleme hatte“, sagte Toutant: „Jetzt die Tricks zu stehen, die ich nicht mal richtig einstudieren konnte, ist großartig.“ Zudem war es ein Trost für Kanada, das zuletzt im Curling und Eishockey schwere Niederlagen hatte einstecken müssen.

Das Männer-Eishockeyteam hatte am Freitagabend das Halbfinale gegen Deutschland verloren (3:4), die Frauen unterlagen dem Erzrivalen USA im Finale. Die Curler blieben sensationell ohne Medaille. Slopestyle-Olympiasieger Redmond Gerard (USA) belegte vor den Augen der amerikanischen Präsidententochter Ivanka Trump nur den fünften Platz. Deutsche Athleten waren nicht am Start. Bei den Frauen hatte sich die Österreicherin Anna Gasser am Donnerstag die erste olympische Goldmedaille im Big-Air-Wettbewerb gesichert.

Samstag, 4.14 Uhr +++ Ski Alpin: Team-Gold für die Schweiz

Die Schweiz hat die olympische Premiere des Teamwettbewerbs der Ski-Rennläufer gewonnen. Die Eidgenossen in der Besetzung Denise Feierabend, Ramon Zenhäusern, Wendy Holdener und Daniel Yule gewann in Pyeongchang das große Finale gegen Österreich 3:1 und holten nach Kombinations-Gold von Michelle Gisin das zweite Gold dieser Winterspiele für die Schweiz. Im kleinen Finale sicherte sich Norwegen durch einen Sieg über die Zeitregelung gegen Frankreich (2:2) die Bronzemedaille.

Für Deutschland waren Marina Wallner (Inzell), Alexander Schmid (Fischen), Lena Dürr (Germering) und Linus Straßer (München) im Viertelfinale über die Zeitregelung an der Schweiz (2:2) gescheitert. In der ersten Runde hatten Dürr und Straßer Deutschland aufgrund der besseren Zeit einen Sieg gegen die Slowakei (2:2) gesichert.

Das passierte am vierzehnten Wettkampftag

Freitag, 14.03 Uhr +++ Eisschnelllauf: Nuis holt Gold über 1000 Meter

Eisschnellläufer Nico Ihle ist in Pyeongchang beim Olympiasieg des niederländischen Weltmeisters Kjeld Nuis auch beim zweiten Start ohne Medaille geblieben. Über 1000 Meter wurde der Chemnitzer in 1:08,93 Minuten wie zuvor auf der halben Distanz Achter. Joel Dufter (Inzell/1:09,46) musste sich mit Rang 14 begnügen. Hauchdünn hinter Nuis, der in 1:07,95 Minuten triumphierte, sicherte sich der Norweger Havard Lorentzen Silber. Bronze ging an den Südkoreaner Kim Tae Yun.

Da es für Ihle auch im zweiten Versuch nicht mit dem erhofften Platz auf dem Podium klappte, gehen die Spiele für die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) wohl wie vor vier Jahren ohne Medaille zu Ende. Ein Erfolg von Claudia Pechstein im abschließenden Massenstart am Samstag ist unwahrscheinlich.

Freitag, 8.36 Uhr +++ Laura Dahlmeier lässt Karriere-Zukunft offen

Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier (Partenkirchen) hat nach dem Abschluss der Biathlon-Wettkämpfe bei den Winterspielen in Pyeongchang die Fortsetzung ihrer Karriere offen gelassen. „Alles ist möglich“, sagte die 24-Jährige am Freitag dem SID auf die entsprechende Frage, „bislang war die Zeit zu kurz, um darüber genau nachzudenken.“

Mit ihren Erfolgen im Sprint und in der Verfolgung setzte Dahlmeier Häkchen hinter die letzten, noch offenen sportlichen Ziele. Im Vorjahr hatte sie bereits den Gesamtweltcup gewonnen und bei der WM in Hochfilzen mit fünf Titeln und einer Silbermedaille geglänzt.

Für den weiteren Saisonverlauf will die Bayerin aber nochmal „Kraft sammeln. Die Zeit in Südkorea war sicher sehr anstrengend, aber es ist wichtig, den Fokus nochmal auf die Weltcups zu legen.“ Im März gehen die Biathleten noch in Kontiolahti, Oslo und Tjumen an den Start.

Freitag, 6.18 Uhr +++ Alina Sagitowa gewinnt erstes russisches Gold

Die 15 Jahre alte Moskauer Eiskunstläuferin Alina Sagitowa hat die erste Goldmedaille für die Olympischen Athleten aus Russland bei den Winterspielen gewonnen. Die Europameisterin bezwang am Freitag in Pyeongchang mit 239,57 Punkten ihre drei Jahre ältere Teamkollegin Jewgenija Medwedjewa (238,26). Bronze ging an Kaetlyn Osmond (231,02) aus Kanada.

Vor vier Jahren in Sotschi hatte in Adelina Sotnikowa erstmals eine russische Eiskunstläuferin Gold für ihr Land geholt. Die dreimalige deutsche Meisterin Nicole Schott beendete den Wettbewerb auf Platz 18.

Freitag, 5.09 Uhr +++ Skicross: Kanadas Damen mit Gold und Silber

Kanada hat im Skicross-Finale der Frauen bei den Olympischen Winterspielen erneut Gold und Silber gewonnen. Kelsey Serwa holte vier Jahre nach Rang zwei in Sotschi den Olympiasieg in Pyeongchang und feierte damit am Freitag den größten Erfolg ihrer Karriere. Rang zwei ging an Brittany Phelan, die 2014 noch als alpine Skirennfahrerin angetreten und im Slalom 15. geworden war. Skicross fährt sie erst seit zwei Jahren. Bronze sicherte sich Fanny Smith aus der Schweiz.

Die große Favoritin Sandra Näslund ging überraschend leer aus, sie wurde Vierte. Die Weltmeisterin aus Schweden hatte vor Olympia vier Weltcup-Rennen in Serie gewonnen. Ohne die am Kreuzband verletzte Mitfavoritin Heidi Zacher hatte der Deutsche Skiverband bei den Winterspielen keine Chance auf eine Medaille. Julia Eichinger schied als einzige deutsche Teilnehmerin im Achtelfinale aus.

Das passierte am dreizehnten Wettkampftag

Donnerstag, 14.08 Uhr +++ Noriaki Kasai will 2022 Medaille holen

Skisprung-Methusalem Noriaki Kasai hat seine Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking versprochen. „Ich werde es nicht nur versuchen, ich werde definitiv dabei sein!“, kündigte der 45 Jahre alte Japaner laut einem Bericht von Yahoo Sports! an. Das große Ziel Kasais, der in der chinesischen Hauptstadt seine neunten Winterspiele absolvieren würde, ist weiter olympisches Gold. „Ich habe die Anderen Medaillen gewinnen sehen und das hat mich angestachelt. Ich kann immer noch weitermachen. Ich bin noch lange nicht fertig“, sagte der Rekord-Winterolympionike.

Der Japaner, der 1992 schon Skiflug-Weltmeister in Harrachov war, geht davon aus, dass er noch zu wesentlich mehr im Stande ist als in Pyeongchang bewiesen. „Ich habe nur die Hälfte von dem gezeigt, was ich kann. Die andere Hälfte werde ich in vier Jahren zeigen“, kündigte Kasai an. In Südkorea belegte er die Ränge 21 und 33, auch mit dem Team verpasste er eine Medaille deutlich. Bei den Spielen in Peking wird der Veteran 49 Jahre alt sein.

Donnerstag, 13.12 Uhr +++ Drei Entscheidungen im Eisschnelllauf

Die ungarische Männer-Staffel hat zum Abschluss der Shorttrack-Wettbewerbe in Pyeongchang/Südkorea Gold gewonnen und ihrem Land die erste Medaille der Winterspiele beschert. Das Quartett gewann das A-Finale in 6:31,990 Minuten vor China und Kanada. Die Gastgeber waren nach einem Sturz chancenlos, wurden nach 5000 m nur Vierte und verpassten es, ihre siebte Medaille zu holen. Liu Shaoang, Shaolin Sandor Liu, Viktor Knoch und Csaba Burjan setzten sich knapp vor den Chinesen durch. Eine deutsche Staffel war in Pyeongchang nicht dabei.

Suzanne Schulting hat den Niederlanden bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang die erste Goldmedaille im Shorttrack beschert. Die WM-Dritte, die in Südkorea bereits mit der 3000-m-Staffel Bronze gewonnen hatte, siegte über 1000 m in 1:29,778 Minuten. Silber ging an die Kanadierin Kim Boutin, die in Pyeongchang schon Bronze über 500 m und 1000 m geholt hatte, den dritten Platz sicherte sich die Italienerin Arianna Fontana. Die Dresdnerin Bianca Walter war im Viertelfinale gescheitert, Anna Seidel (Dresden) war schon im Vorlauf disqualifiziert worden.

Shorttracker Wu Dajing hat China bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang mit einem Weltrekord das erste Gold geschenkt. Der Silbermedaillengewinner von Sotschi 2014 gewann das Finale im Sprint über 500 m in 39,584 Sekunden und verbesserte seine eigene Bestmarke aus dem Viertelfinale (39,800). Silber ging an den Südkoreaner Hwang Daeheon (39,854), Bronze an dessen Landsmann Lim Hyojun (39,919), 1500-m-Olympiasieger. 1000-m-Olympiasieger Samuel Girard (Kanada) ging im Finale als Vierter leer aus.

Donnerstag, 8.16 Uhr +++ Eishockey: US-Frauen entthronen Kanada

Die Eishockey-Frauen der USA haben Rekord-Olympiasieger Kanada gestoppt und in Pyeongchang Gold geholt. Im Finale feierte der Weltmeister in einem Krimi ein 3:2 (1:0, 0:2, 1:0, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen gegen den viermaligen Sieger und triumphierte zum zweiten Mal nach der Premiere 1998 in Nagano. Damals hatte Kanada im Endspiel seine bislang letzte Niederlage bei Olympia erlitten.

Nachdem in 80 Spielminuten keine Entscheidung gefallen war, gewannen die USA, 2010 und 2014 im Finale am Erzrivalen gescheitert, dank eines erfolgreichen Penaltys von Jocelyne Lamoureux-Davidson. Kanada hatte 2002, 2006, 2010 und 2014 Gold geholt. Bereits am Mittwoch setzte sich Finnland 3:2 (1:0, 2:1, 0:1) gegen die Olympischen Athleten aus Russland durch und wiederholte mit dem Bronze-Gewinn seine Erfolge von 1998 und 2010.

Donnerstag, 7.37 Uhr +++ Michelle Gisin holt Gold in der Kombination

Die Schweizer Skirennfahrerin Michelle Gisin ist Olympiasiegerin in der alpinen Kombination. Vier Jahre nach dem Triumph ihrer Schwester Dominique Gisin in der Abfahrt von Sotschi sicherte sich die 24-Jährige am Donnerstag bei den Winterspielen in Pyeongchang Gold vor dem favorisierten US-Star Mikaela Shiffrin. Im Ziel hatte Gisin, WM-Zweite von 2017, nach dem abschließenden Slalom 0,97 Sekunden Vorsprung. Dritte wurde in Wendy Holdener ebenfalls eine Schweizerin.

Die Amerikanerin Lindsey Vonn, die nach der Abfahrt noch geführt hatte, beendete ihr letztes olympisches Rennen nach ihrem schnellen Aus im Slalom ohne Medaille. Deutsche Athletinnen waren beim letzten Einzelrennen in Südkorea nicht am Start. Noch 2010 in Vancouver und 2014 in Sotschi hatte Maria Höfl-Riesch in dieser Disziplin jeweils Gold geholt.

Donnerstag, 6.31 Uhr +++ Slalom: Gold für Myhrer nach Hirscher-Aus

Der Schwede Andre Myhrer hat bei den Winterspielen von Pyeongchang überraschend Gold im Slalom der Männer gewonnen. Der 35-Jährige triumphierte vor dem Schweizer Ramon Zenhäusern sowie dem Österreicher Michael Matt und sicherte den Skandinaviern nach Frida Hansdotter das zweite Slalom-Gold dieser Spiele.

Goldanwärter Marcel Hirscher (Österreich) war bereits im ersten Durchgang ausgeschieden, der führende Norweger Henrik Kristoffersen im zweiten Lauf. Fritz Dopfer (Garmisch) fuhr als bester Deutscher auf Rang 20, Linus Straßer (München) war ebenfalls im ersten Lauf ausgeschieden. Myhrer ist der 18. Sieger im 18. olympischen Slalomrennen der Männer.

Donnerstag, 4.49 Uhr +++ Freestyler Wise wiederholt Halfpipe-Triumph

Freestyle-Skifahrer David Wise aus den USA hat bei den Winterspielen von Pyeongchang seinen Olympiasieg von der Halfpipe-Premiere 2014 wiederholt. Der 27 Jahre alte X-Games-Sieger zeigte mit 97,20 Punkten im letzten von drei Durchgängen die beste Leistung des Finales und verdrängte seinen Landsmann Alex Ferreira (96,40) sowie den erst 16 Jahre alten Neuseeländer Nico Porteous (94,80) auf die Plätze zwei und drei. Deutsche Athleten waren in Pyeongchang nicht am Start.

Für die Freestyle-Skifahrer aus den USA war es das erste Gold dieser Spiele, Nick Goepper hatte am Sonntag Silber im Slopestyle-Wettbewerb gewonnen, Brita Sigourney Bronze in der Halfpipe. Weltmeister Aaron Blunck erreichte am Donnerstag mit 84,80 Punkten nur Platz sieben. Für Neuseeland war es bereits die zwei Bronzemedaille des Tages sowie dieser Winterspiele. Zoi Sadowski Synnott war rund eineinhalb Stunden zuvor Dritte im Big-Air-Wettbewerb der Snowboarderinnen geworden. Bestes Ergebnis für Neuseeland ist weiter die Silbermedaille von Annelise Coberger im alpinen Slalom von Albertville 1992.

Donnerstag, 3.13 Uhr +++ Gold für Anna Gasser im Big-Air-Wettbewerb

Die Österreicherin Anna Gasser hat bei den Winterspielen von Pyeongchang das erste Olympia-Gold im Big-Air-Wettbewerb der Snowboarder gewonnen. Die Weltmeisterin und X-Games-Siegerin setzte sich im Finale mit 185,00 Punkten vor Slopestyle-Olympiasiegerin Jamie Anderson (USA/177,25) und der Neuseeländerin Zoi Sadowski Synnott (157,50) durch. Deutsche Athletinnen waren im Finale nicht am Start.

Anderson, die bereits 2014 in Sotschi Gold im Slopestyle gewonnen hatte, hätte mit ihrem dritten Olympiasieg mit ihrem Landsmann Shaun White als erfolgreichste Snowboarderin bei Winterspielen gleichziehen können. Aufgrund der ungünstigen Wetterprognose war das Big-Air-Finale von Samstag auf Donnerstag vorgezogen worden. Anderson hatte lange vorne gelegen, doch Gasser zeigte mit 96,00 Punkten im letzten Sprung die beste Leistung des Tages und schob sich nach vorne. Am Samstag (10.00 Uhr OZ/2.00 Uhr MEZ) steht die Entscheidung der Männer auf dem Programm.

Das passierte am zwölften Wettkampftag

Mittwoch, 16.51 Uhr +++ Snowboard: Parallel-Riesenslalom verschoben

Das Programm des Parallel-Riesenslaloms der Snowboarder bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang ist von den Organisatoren verändert worden. Wegen des angekündigten schlechten Wetters wurden die Qualifikationsläufe der Damen und Herren von Donnerstag auf Samstag verschoben und damit mit der Medaillenentscheidung zusammengelegt. Das bestätigte die Sprecherin von Snowboard Germany am Mittwoch.

Die Qualifikation mit der deutschen Medaillenhoffnung Ramona Hofmeister beginnt nun am Samstagmorgen (01.00 Uhr MEZ). Das Achtelfinale schiebt sich um eineinhalb Stunden nach hinten (05.30 Uhr MEZ).

Mittwoch, 15.07 Uhr +++ Norwegen und Japan jubeln in Teamverfolgung

Die norwegischen Eisschnellläufer haben bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang überraschend Gold in der Teamverfolgung gewonnen. Die Skandinavier, die im Halbfinale den Top-Favoriten Niederlande bezwungen hatten, setzten sich im Finale in 3:37,32 Minuten gegen Gastgeber Südkorea (3:38,52) durch.

Sotschi-Sieger Niederlande um 5000-m-Olympiasieger Sven Kramer sicherte sich im kleinen Finale gegen Neuseeland wie schon 2006 und 2010 Bronze. Eine deutsche Mannschaft war nicht am Start.

In der Damen-Konkurrenz haben die Eisschnellläuferinnen aus Japan Gold in der Teamverfolgung geholt und den zweiten aufeinanderfolgenden Triumph der Niederlande verhindert. Das japanische Trio Takagi Miho, Sato Ayano und Takagi Nana setzte sich im Finale in 2:53,89 Minuten gegen das Oranje-Team um Ireen Wüst durch (2:55,48). Bronze ging an die USA, Sieger im B-Finale gegen Kanada.

Das deutsche Team mit Claudia Pechstein (Berlin), Roxanne Dufter und Gabriele Hirschbichler (beide Inzell) belegte den sechsten Platz. Der Olympiasieger von 2006 und 2010 musste sich im Zweikampf um Platz fünf in 3:04,67 Minuten den Chinesinnen geschlagen geben.

Mittwoch, 11.58 Uhr +++ Team-Sprint: Gold an Norwegen und USA

Norwegens neuer Loipen-König Johannes Hösflot Kläbo hat im Teamsprint bei den Winterspielen von Pyeongchang sein nächstes Gold geholt. Der 21-Jährige gewann nach 6x1,4 km gemeinsam mit Martin Johnsrud Sundby vor Denis Spitsow und Alexander Bolschunow (Olympische Athleten aus Russland) sowie den Franzosen Maurice Manificat und Richard Jouve und triumphierte damit nach dem klassischen Sprint und der 4x10-km-Staffel zum dritten Mal.

Das deutsche Duo Thomas Bing (Dermbach) und Sebastian Eisenlauer (Sonthofen) belegte im Finale wie zuvor Nicole Fessel (Oberstdorf) und Sandra Ringwald (Schonach) den zehnten und letzten Platz. Kläbo hat damit noch immer die Chance, als erster Skilangläufer viermal Gold bei ein- und denselben Olympischen Winterspielen zu gewinnen. In der Vorwoche war er zum jüngsten Skilanglauf-Olympiasieger aller Zeiten aufgestiegen.

Bei den Damen haben die Langläuferinnen Kikkan Randall und Jessica Diggins das erste Langlauf-Gold für die USA geholt. Das Duo gewann den Teamsprint über 6x1,25 km im freien Stil mit 0,19 Sekunden vor den Schwedinnen Charlotte Kalla und Stina Nilsson sowie Rekord-Winterolympionikin Marit Björgen und Maiken Caspersen Falla aus Norwegen (2,97). Das deutsche Duo Nicole Fessel (Oberstdorf) und Sandra Ringwald (Schonach) belegte im Finale den zehnten und letzten Platz.

Mittwoch, 8.52 Uhr +++ Biathlon: Dahlmeier führt Damen-Staffel an

Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier (Partenkirchen) führt die Staffel der deutschen Biathletinnen für das olympische Rennen am Donnerstag (20.15 Uhr OZ/12.15 Uhr MEZ) an. Der Deutsche Skiverband (DSV) teilte am Mittwoch mit, dass vor der Schlussläuferin noch Franziska Preuß (Haag), Denise Herrmann (Oberwiesenthal) und Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld) in die Loipe gehen.

Weltmeister Deutschland ist im Rennen über 4x6 km der Top-Favorit. „Ich bin heiß und werde alles geben. Eine Medaille wäre für das gesamte Team toll“, sagte Dahlmeier. Bundestrainer Gerald Hönig meinte: „Die Messlatte liegt sehr hoch. Deshalb setzen wir uns das Ziel, um die Goldmedaille zu laufen.“

Von den zurückliegenden acht Staffel-Rennen haben DSV-Quartetts sieben gewonnen, einzig im Nebelchaos von Oberhof hatte der Weltmeister sich Anfang Januar Frankreich geschlagen geben müssen. Die Französinnen dürften auch der ärgste Rivale um den Olympiasieg sein.

Mittwoch, 6.58 Uhr +++ Skicross: Gold für Brady Leman aus Kanada

Der kanadische Skicrosser Brady Leman hat nach der Enttäuschung von Sotschi bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang Gold gewonnen. Der 31-Jährige, vor vier Jahren in Russland Vierter, setzte sich im Finale vor dem Schweizer Marc Bischofberger durch, Sergej Ridsik von den Olympischen Athleten aus Russland (OAR) holte Bronze. Ridsik und Kevin Drury (Kanada) stürzten im Finale früh, Leman musste sich nur noch gegen Bischofberger erwehren und blieb bis zum Ziel vorn.

Für Sotschi-Olympiasieger Jean Frederic Chapuis (Frankreich) war schon im Viertelfinale Schluss. Für Paul Eckert (Samerberg), Tim Hronek (Unterwössen) und Florian Wilmsmann (Hartpenning) kam noch früher das Aus. Zum Auftakt der K.o.-Runden verpassten alle drei in ihrem jeweiligen Achtelfinallauf einen der ersten beiden Plätze.

Mittwoch, 4.35 Uhr +++ Italienerin Sofia Goggia jubelt in der Abfahrt

Ski-Rennfahrerin Sofia Goggia hat bei den Winterspielen von Pyeongchang das erste italienische Abfahrts-Gold bei den Frauen gewonnen. Damit vereitelte die 25-Jährige in der alpinen Königsdisziplin in Jeongseon das zweite Olympia-Gold von Ski-Superstar Lindsey Vonn (USA), die mit 0,47 Sekunden Rückstand Bronze holte. Silber ging mit nur 0,09 Sekunden Rückstand an die Norwegerin Ragnhild Mowinckel.

Viktoria Rebensburg (Kreuth), Olympiasiegerin 2010 im Riesenslalom, fuhr mit 1,42 Sekunden Rückstand auf Rang neun. Kira Weidle (Starnberg/1,79) beendete ihre erste olympische Abfahrt auf Platz elf. „Ich kann noch nicht ganz genau sagen, wo ich die Zeit verloren habe, speziell im Mittelteil. Ich bin ein bisschen breit geworden von der Linie, aber ich muss es mir noch mal anschauen“, sagte Rebensburg bei Eurosport: „Aber ich kann mir keinen Vorwurf machen. Ich bin gut Ski gefahren.“

Für Goggia, die vor vier Jahren in Sotschi verletzungsbedingt nicht teilnehmen konnte, sind es die ersten Olympischen Spiele. Im Super-G am Samstag fuhr sie nur auf Platz elf. Für Italien ist es zudem die erste alpine Olympiasiegerin seit Daniela Ceccarelli 2002 im Super-G.

Das passierte am elften Wettkampftag

Dienstag, 16.03 Uhr +++ Bobsport: Jamanka und Buckwitz auf Goldkurs

Die Oberhoferin Mariama Jamanka liegt zur Halbzeit der olympischen Frauen-Bobrennen mit Lisa-Marie Buckwitz auf Gold-Kurs. Nach zwei von insgesamt vier Läufen führt das Duo mit 0,07 Sekunden vor Weltmeisterin Elana Meyers Taylor. Die Amerikanerin stellte in Durchgang eins mit Lauren Gibbs in 5,22 Sekunden einen Startrekord und in 50,52 Sekunden einen Bahnrekord auf.

Auf Rang drei verbesserte sich am Dienstag im Olympic Sliding Centre Stephanie Schneider aus Oberbärenburg, die mit der angeschlagenen Anschieberin Annika Drazek allerdings nicht auf die gewohnt starke Startzeit kam. Das deutsche Duo hat aber nur zwei Hundertstelsekunden Vorsprung vor der US-Pilotin Jamie Greubel Poser.

Die zweimalige Olympiasiegerin Kaillie Humphries aus Kanada liegt nur auf Rang fünf. Anna Köhler aus Winterberg landete mit Erline Nolte vorerst auf Platz zwölf. Jamaikas Bobteam mit der ehemaligen US-Pilotin Jazmine Fenlator-Victorian, die nach turbulenten Tagen beim Start in Lauf eins am Anschubbügel vorbei griff, landete nach dem Missgeschick nur auf Rang 18.

Dienstag, 15.24 Uhr +++ Curler Kruschelnizki bestreitet Doping-Vorwürfe

Der mutmaßlich wegen Dopings überführte Curler Alexander Kruschelnizki hat die Einnahme illegaler Substanzen zur Leistungssteigerung bestritten. „Ich sage ganz offen, dass ich im Laufe meiner Sportlerkarriere niemals verbotene Präparate oder andere unehrliche Methoden benutzt habe“, sagte der Athlet einer Mitteilung des russischen Curlingverbandes zufolge. „Ich bin strikt gegen Doping.“

Zuvor hatte der Internationale Sportgerichtshof CAS das Dopingvergehen eines russischen Sportlers bei den Winterspielen in Pyeongchang bestätigt. Der russischen Delegation zufolge wurde der Gewinner der Bronzemedaille im Curling-Mixed in der B-Probe der Einnahme von Meldonium überführt.

Die Nachricht sei ein Schock für ihn gewesen, sagte Kruschelnizki weiter. „Es ist ein herber Schlag für meinen Ruf und auch für meine Karriere.“ Es tue dem 25-Jährigen leid, dass „der historische Sieg im russischen Curling jetzt Gegenstand im Dopingskandal ist“.

Dienstag, 12.51 Uhr +++ Staffel-Triumph für Shorttracker aus Südkorea

Die Shorttrackerinnen von Gastgeber und Rekord-Olympiasieger Südkorea haben bei den Winterspielen in Pyeongchang in der 3000-m-Staffel triumphiert. Das Quartett um 1500-m-Olympiasiegerin Choi Minjeong gewann das Finale vor Italien und holte zum sechsten Mal seit der Premiere des Wettbewerbs 1988 die Goldmedaille.

Bronze ging an die Niederlande, Sieger des B-Finales, da China und Kanada nach einer Videoanalyse disqualifiziert wurden. Südkorea, das mit Choi Minjeong, Kim Alang, Kim Yejin und Shim Sukhee antrat, hatte zuvor 1994, 1998, 2002, 2006 und 2014 in Sotschi triumphiert.

Dienstag, 12.18 Uhr +++ Nord. Kombination: Deutsche auf Medaillenkurs

Die deutschen Nordischen Kombinierer können ihre Medaillenbilanz weiter ausbauen. Beim olympischen Wettbewerb von der Großschanze landeten Normalschanzen-Olympiasieger Eric Frenzel, Johannes Rydzek und Fabian Rießle am Dienstag im Alpensia Nordic Park auf den Plätzen vier bis sechs.

Sie müssen zwischen 24 und 34 Sekunden auf den Japaner Akito Watabe aufholen, der bei wiederum wechselnden Windbedingungen nahezu ohne Unterstützung starke 134 Meter weit sprang und damit eine Sekunde vor Jarl Magnus Riiber in den 10-Kilometer-Lauf geht. Der Norweger sprang die Tagesbestweite von 139 Metern. Dritter ist der Österreicher Wilhelm Denifl mit 16 Sekunden Rückstand auf Watabe. Vinzenz Geiger als vierter DSV-Starter muss als Neunter eine Minute aufholen.

Dienstag, 10.53 Uhr +++ Biathlon: Schempp verzichtet auf Mixed-Staffel

Biathlet Simon Schempp muss aufgrund von Halsschmerzen kurzfristig auf seinen Einsatz in der deutschen Mixed-Staffel bei den Olympischen Winterspielen verzichten. Der Massenstart-Zweite wird im Rennen am Dienstag (12.15 Uhr MEZ) von Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer ersetzt. Der 30-Jährige nimmt Schempps Rolle als Schlussläufer des deutschen Quartetts ein. Das teilte der Deutsche Skiverband nur wenige Stunden vor dem Rennen in Pyeongchang mit.

Die Staffel läuft nun in der Besetzung Vanessa Hinz, Laura Dahlmeier, Erik Lesser und Peiffer. Deutschland ist in dieser Disziplin Weltmeister und gehört zu den Favoriten.

Dienstag, 10.26 Uhr +++ DSV-Springer für Verbleib von Werner Schuster

Die deutschen Skispringer haben sich nach den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang für einen langfristigen Verbleib ihres Trainers Werner Schuster stark gemacht. „Wir tun alles dafür, dass er motiviert ist. Alles andere muss sich der DSV überlegen“, sagte Olympiasieger Andreas Wellinger am Dienstag im Deutschen Haus. Im Teamspringen hatte das DSV-Quartett Wellinger, Richard Freitag, Stephan Leyhe und Karl Geiger die Silbermedaille hinter Norwegen erobert. Erstmals in der Zeit Schusters, dessen Vertrag bis 2019 läuft, gab es damit beim gleichen Großereignis mindestens eine Medaille im Einzel und eine im Team.

Der 48 Jahre alte Österreicher betreut die deutschen Skispringer seit fast zehn Jahren und hat sie aus der Krise wieder an die Weltspitze geführt. Schuster gilt teamintern als absolut unumstritten. „Er ist einer, der unglaublich stark Kompetenzen zusammenziehen kann. Vielleicht macht es das genau aus“, sagte der Gesamtweltcup-Zweite Freitag. Im Laufe der Zeit hat sich Schuster vom klassischen Trainer immer mehr zu einem Teammanager entwickelt, der das Gesamtkonstrukt im Blick hat.

Für den Deutschen Skiverband (DSV) ist der im nächsten Jahr auslaufende Kontrakt derzeit kein Thema. Der Sportliche Leiter Horst Hüttel hatte der Deutschen Presse-Agentur versichert, dass man zunächst die Saison beenden und im Herbst einen möglichen neuen Vertrag für den Bundestrainer aushandeln möchte. 2021 würde für den Kleinwalsertaler Schuster in Oberstdorf eine Art Heim-WM auf dem Programm stehen.

Dienstag, 5.50 Uhr +++ Eistanz: Tessa Virtue und Scott Moir begeistern

Die Team-Olympiasieger Tessa Virtue und Scott Moir haben bei den Winterspielen von Pyeongchang ihre zweite Goldmedaille gewonnen. Acht Tage nach ihrem Erfolg im Teamwettbewerb mit Kanada siegten die Weltmeister auch in der Eistanz-Konkurrenz. Nach bislang noch nie erreichten 83,67 Punkten im Kurztanz am Montag sowie 122,40 Zählern im Kürfinale verwiesen Virtue/Moir mit insgesamt 206,70 Punkten die französischen Europameister Gabriella Papadakis und Guillaume Cizeron (205,28) auf Platz zwei. Bronze ging an die US-Geschwister Maia Shibutani und Alex Shibutani (192,59).

Die deutschen Meister Kavita Lorenz und Joti Polizoakis aus Oberstdorf erreichten mit 150,49 Punkten (59,99+90,50) den 16 Rang. Für Virtue/Moir war es nach Eistanz-Gold in Vancouver 2010 und Silber im Eistanz sowie in der Teamkonkurrenz in Sotschi 2014 bereits die fünfte olympische Medaille. „Unglaublich. Es war ein besonderer Moment, als letztes Paar auf das Eis zu kommen. Wir hatten eine Menge Druck, aber ich bin total glücklich mit unserer Performance“, sagte Virtue.

Dienstag, 4.23 Uhr +++ Gold für Freestyle-Skifahrerin Cassie Sharpe

Freestyle-Skifahrerin Cassie Sharpe aus Kanada hat bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang Gold in der Halfpipe gewonnen. Die WM-Zweite von 2015 und Dritte der X-Games kam im Finale im Phoenix Snow Park auf 95,80 Punkte und siegte deutlich vor der Französin Marie Martinod, WM-Zweite von 2017 und Olympia-Zweite 2014 (92,60), sowie der im Weltcup führenden Amerikanerin Brita Sigourney (91,60).

Die in der Vergangenheit häufig von Verletzungen geplagte Sabrina Cakmakli aus Partenkirchen erreichte mit 74,20 Punkten einen respektablen achten Platz. Im letzten von drei Duchgängen hatte sie noch einen neuen Trick, einen sogenannten „Flair“ versucht und auch gestanden, war aber kurz danach gestürzt. „Es hätte definitiv nochmal ein paar Punkte gegeben mit dem Flair, aber da kann ich nichts mehr machen.“

Heli Herdt, sportlicher Leiter der deutschen Freestyler, war mit dem Resultat von Cakmakli zufrieden. „Top Acht in der Welt bei Olympischen Spielen, das ist ordentlich“, sagte er, ergänzte aber auch: „Es geht mehr, das wissen wir, aber man muss es dann halt auch im Wettkampf runterbringen. Das hat heute nicht so hundertprozentig funktioniert.“ Cakmakli, die 2014 in Sotschi Rang 14 belegt hatte, will auf jeden Fall bis zu den Spielen 2022 in Peking weitermachen.

Das passierte am zehnten Wettkampftag

Montag, 15.57 Uhr +++ Biathlon: Simon Schempp läuft Mixed-Staffel

Biathlet Simon Schempp (Uhingen) wird nach seinem viel beachteten Silbersprint im olympischen Massenstart auch in der Mixed-Staffel am Dienstag (20.15 Uhr OZ/12.15 Uhr MEZ) starten. „Wir sind bei Olympia. Da bin ich froh über jedes Rennen“, sagte der 29-Jährige am Montag: „Mit der Medaille im Rücken laufe ich sehr gerne.“

Wer gemeinsam mit Schlussläufer Schempp das Quartett des Deutschen Skiverbandes (DSV) bilden wird, ließen die Bundestrainer Mark Kirchner (Männer) und Gerald Hönig (Frauen) noch offen. Schempp war sich unabhängig von der Wahl seiner Mitstreiter aber sicher, dass „wir zu den Mitfavoriten gehören werden.“ Dies war bescheiden ausgedrückt, denn das deutsche Team ist gemeinsam mit Norwegen der Top-Favorit auf den Olympiasieg.

Zum erweiterten Kreis der Medaillenaspiranten zählen zudem Frankreich um seinen Doppel-Olympiasieger Martin Fourcade, die in Pyeongchang erstaunlich starken Schweden und Italien. 2014 in Sotschi, als das Teamrennen mit zwei Frauen und zwei Männern erstmals bei Winterspielen ausgetragen worden war, lief die deutsche Staffel auf den vierten Rang. Aufgrund des positiven Dopingtests von Evi Sachenbacher-Stehle wurde das DSV-Quartett später allerdings disqualifiziert.

Montag, 13.48 Uhr +++ Eisschnelllauf: Nico Ihle Achter über 500 Meter

Beim Goldlauf des Norwegers Havard Lorentzen über 500 m ist der erste Medaillentraum von Eisschnellläufer Nico Ihle bei den Winterspielen in Pyeongchang geplatzt. Der Chemnitzer, der im vergangenen Jahr auf gleichem Eis Vizeweltmeister geworden war, musste sich in 34,89 Sekunden mit dem achten Platz begnügen.

Ihle hat nun am Freitag (11.00 OZ/03.00 Uhr MEZ) über die 1000 m eine zweite Chance. Gold über die 500 m sicherte sich als erster Norweger seit Finn Helgesen 1948 Havard Lorentzen. In 34,41 Sekunden lag der 25-Jährige eine Hundertstelsekunde vor dem Südkoreaner Cha Min Kyu (34,42). Bronze ging in 34,65 Sekunden an den Chinesen Gao Tingyu. Joel Dufter landete mit 35,50 Sekunden auf dem 29. Platz.

Montag, 13.17 Uhr +++ Teamverfolgung: Pechstein und Co. ohne Medaille

Die deutschen Eisschnellläuferinnen haben bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang die Medaillenränge in der Teamverfolgung verpasst. Claudia Pechstein, Roxanne Dufter und Gabi Hirschbichler liefen am Montag in der Qualifikation in 3:02,65 Minuten nur auf den sechsten Platz. Nur die ersten vier der acht Teams erreichten das Halbfinale.

Am Mittwoch trifft dort Vorkampfsieger Niederlande auf das Team der USA. Die Niederländerinnen stellten bereits in der Qualifikation in 2:55,61 Minuten einen olympischen Rekord auf. Im zweiten Halbfinale duellieren sich Weltrekordhalter Japan und Kanada. Das deutsche Trio tritt im Platzierungsrennen um Rang fünf gegen China an.

Montag, 11.03 Uhr +++ Savchenko krank – Massot trainiert allein für Gala

Die Showeinlage für die Eiskunstlauf-Gala am Sonntag (09.30 Uhr Ortszeit/01.30 MEZ) muss Paarlauf-Olympiasieger Bruno Massot derzeit allein einstudieren. Aljona Savchenko liegt mit einer Grippe flach. „Sie hat am ganzen Körper Schmerzen und schläft viel“, sagte der gebürtige Franzose am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Pyeongchang. Auch er verspürt verstärkt Rückenschmerzen: „Ich fühle mich noch nicht entspannt. Aber der Druck hat sich gelöst und ich habe das Gefühl, ich spüre den Schmerz von vier Jahren Training.“ Die Ärzte hätten ihm wegen seiner akuten Bandscheiben-Probleme geraten, eine dreiwöchige Pause einzulegen.

„Aber das geht nicht, wir wollen erst noch Shows in der Schweiz laufen und dann im März Weltmeister werden“, betonte Massot. Danach werde man sich über die Zukunft auf dem Eis unterhalten. „Alle reden von Berlin, weil Herr König dahin geht. Morgen ist es ein anderer Ort, über den man redet“, meinte der 29-Jährige lächelnd. Er werde auf jeden Fall im Eiskunstlaufsport bleiben und später Coach werden.

Savchenko deutete in einem Interview mit Sportschau.de an, die Karriere fortsetzen zu wollen: „Meine Meinung hat sich nicht geändert. Jetzt würde ich sogar noch bis zu den nächsten Olympischen Spielen weitermachen. Aber unser Trainer Alexander König geht nach Berlin. Das liegt alles nicht nur in meinen Händen.“ König zieht zum 1. Mai aus dem Allgäu in seine Heimat zurück.

Montag, 10.34 Uhr +++ Alpine Kombination der Damen vor Verlegung

Bei den Olympischen Winterspielen findet die Alpine Kombination der Damen wohl schon einen Tag früher als geplant und damit am selben Tag wie der Herren-Slalom statt. Wegen der Wettervorhersage für Freitag mit leichtem Schneefall und schlechter Sicht habe man einen entsprechenden Antrag beim Internationalen Olympischen Komittee gestellt, sagte FIS-Renndirektor Atle Skaardal der Deutschen Presse-Agentur am Montag.

„Der Donnerstag ist der viel bessere Tag“, sagte Skaardal. In der ersten Olympia-Woche war es wegen starker Winde in Pyeongchang bereits zu zahlreichen Verschiebungen gekommen. Deutsche sind in der Kombi nicht am Start.

Montag, 9.06 Uhr +++ CAS bestätigt Doping-Verfahren gegen Curler

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat ein Verfahren gegen den russischen Olympia-Curler Alexander Kruschelnizki eingeleitet. Wie der CAS am Montag bei den Winterspielen in Pyeongchang mitteilte, wird sich die Ad-hoc-Kammer mit dem Fall des Olympia-Dritten im Mixed-Wettbewerb beschäftigen. Ein Termin für die Anhörung steht laut CAS noch nicht fest.

Nach der positiven A-Probe, bei der laut russischen Medienberichten Meldonium bei Kruschelnizki nachgewiesen wurde, sollte am Montagmittag zunächst die B-Probe analysiert werden. Kruschelnizki hat Doping bestritten.

Das passierte am Mittel-Wochenende

Samstag, 12.55 Uhr +++ Biathlon: Laura Dahlmeier ohne Medaille

Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier hat bei den Winterspielen in Pyeongchang im vierten Rennen erstmals keine Medaille gewonnen. Nach ihren Erfolgen im Sprint und in der Verfolgung sowie Bronze im Einzel musste sich die 24-Jährige aus Garmisch-Partenkirchen am Samstag im Massenstart mit Platz 16 begnügen.

Die siebenmalige Weltmeisterin leistete sich im Rennen über 12,5 Kilometer zwei Schießfehler und hatte 1:47,1 Minuten Sekunden Rückstand auf die nun dreimalige Olympiasiegerin Anastasiya Kuzmina aus der Slowakei. Silber sicherte sich die Weißrussin Darja Domratschewa, Bronze ging an die Norwegerin Tiril Eckhoff. Beste deutsche Skijägerin war Denise Herrmann auf Platz elf direkt vor Franziska Preuß.

Das passierte am siebten Wettkampftag

Freitag, 15.02 Uhr +++ Skeleton: Jacqueline Lölling auf Goldkurs

Skeleton-Weltmeisterin Jacqueline Lölling liegt bei den Olympischen Winterspielen von Pyeongchang auf Goldkurs. Die Weltcup-Gesamtsiegerin von der RSG Hochsauerland übernahm zur Halbzeit der insgesamt vier Läufe im Olympic Sliding Centre die Führung. Vor den abschließenden zwei Finalläufen am Samstag schob sie sich im zweiten Durchgang von Rang zwei nach vorne und hat zwei Hundertstelsekunden Vorsprung auf die Österreicherin Janine Flock. Die drittplatzierte Britin Lizzy Yarnold hat eine Zehntelsekunde Rückstand auf Lölling.

Die Berchtesgadenerin Anna Fernstädt liegt als Fünfte mit nur 0,30 Sekunden Rückstand ebenfalls aussichtsreich im Rennen. Ex-Weltmeisterin Tina Hermann aus Königssee fiel im zweiten Lauf auf Rang sechs zurück, hat aber ebenfalls noch Chancen auf Edelmetall.

Freitag, 14.36 Uhr +++ Großschanze: Alle DSV-Springer qualifiziert

Nach seinem Olympiasieg von der Normalschanze hat Andreas Wellinger seine Ambitionen auf eine Medaille auch für den Wettbewerb von der Großschanze am Samstag (13.30 Uhr MEZ) angemeldet. Der Bayer kam am Freitag in Pyeongchang in der Qualifikation auf 135 Meter und belegte damit Platz vier. Mit ihm zogen auch die übrigen DSV-Springer in den Wettbewerb ein. Markus Eisenbichler sprang wie Wellinger 135 Meter und wurde Neunter, Karl Geiger belegte mit 130,5 Metern Rang zwölf und war damit unmittelbar vor Richard Freitag platziert, der auf 130 Meter kam.

Qualifikations-Sieger wurde der Norweger Robert Johansson. Er flog ebenfalls 135 Meter weit und erhielt 131,9 Punkte. Damit war er 3,2 Zähler besser als sein Teamkollege Johann Andre Forfang, der 137 Meter erreichte. Dritter der Qualifikation wurde Ryoyu Kobayashi. Der Japaner stellte mit 143,5 Metern den Schanzenrekord von Stephan Leyhe ein. Da er jedoch drei Luken weiter oben gestartet war, bekam er nur 127,6 Punkte.

Freitag, 14.18 Uhr +++ Hanna Huskowa überrascht im Ski-Freestyle

Ski-Freestylerin Hanna Huskowa hat bei den Olympischen Winterspielen überraschend im Sprung-Wettbewerb triumphiert und Weißrussland die erste Medaille in Pyeongchang verschafft. Die 25-Jährige gewann das Aerials-Finale mit 96,14 Punkten vor den Chinesinnen Zhang Xin (95,52) und Kong Fanyu (70,14). Huskowa, Zweite im Gesamtweltcup, holte ihre erste Medaille bei einem Großevent.

Dagegen scheiterte Topfavoritin Xu Mengtao bereits im zweiten von drei Finaldurchgängen. Die Chinesin, vor vier Jahren Zweite in Sotschi und Weltmeisterin von 2013, verpatzte die Landung. Alla Zuper, Fahnenträgerin von Weißrussland und Sotschi-Siegerin, verpasste bei ihrer sechsten Olympia-Teilnahme nach einem Sturz als Vierte eine Medaille. Eine deutsche Teilnehmerin war nicht dabei.

Freitag, 12.41 Uhr +++ Hörmann: Strategie „vollumfänglich aufgegangen“

DOSB-Präsident Alfons Hörmann hat die erste Wettkampfwoche bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang aus deutscher Sicht als „rundum gelungen“ bezeichnet. Es sei „schön, eine solche Entwicklung zu sehen“, sagte Hörmann im ZDF.

Das deutsche Team führt den Medaillenspiegel in Südkorea mit neun Gold-, zwei Silber- und vier Bronzemedaillen deutlich an und weist jetzt schon eine besser Bilanz auf als am Ende der Spiele vor vier Jahren in Sotschi (8/6/5). „Wir haben unmittelbar nach Sotschi unsere Hausaufgaben noch besser und professioneller gemacht. Und wenn dann auch noch das berühmte Quäntchen Glück dazukommt, und das hatten wir an der ein- oder anderen Stelle, dann kommt eben ein solches Ergebnis zustande“, so Hörmann.

Die Strategie sei „vollumfänglich aufgegangen“, ergänzte der DOSB-Boss, „vorbildliche Haltung und Fairplay sind kein Gegensatz zur Leistung, sondern es sind zwei Seiten einer Medaille. In den ersten Tagen ist das mustergültig gelungen.“

Freitag, 8.59 Uhr +++ Biathlon-Massenstart ohne Franziska Hildebrand

Staffel-Weltmeisterin Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld) erhält im olympischen Massenstart von Pyeongchang am Samstag (20.15 Uhr OZ/12.15 Uhr MEZ) eine Erholungspause. Dies teilte der Deutsche Skiverband (DSV) am Freitag mit. Neben Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier (Partenkirchen) gehen somit Vanessa Hinz (Schliersee), Franziska Preuß (Haag) und Denise Herrmann (Oberwiesenthal) in das Rennen über 12,5 km. Von den Qualifikationskriterien her wären alle fünf Damen startberechtigt gewesen.

Bei den Männern musste Bundestrainer Mark Kirchner für das Rennen am Sonntag (20.15/12.15) über 15 km hingegen nicht über die Aufstellung grübeln. Er schickt mit dem Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld), dem Verfolgungsdritten Benedikt Doll (Breitnau), Massenstart-Weltmeister Simon Schempp (Uhingen) sowie Erik Lesser (Frankenhain) das Quartett in den Wettkampf, das sich qualifiziert hat.

Freitag, 8.27 Uhr +++ Langlauf: Dario Cologna siegt über 15 Kilometer

Der Schweizer Skilangläufer Dario Cologna hat über die 15 km sein drittes Olympia-Gold in Folge gefeiert. Der 31-Jährige siegte bei den Winterspielen von Pyeongchang im freien Stil vor Skiathlon-Sieger Simen Hegstad Krüger (Norwegen) und Denis Spitsow (Olympischer Athlet aus Russland).

Damit wiederholte Cologna seine Triumphe von Vancouver 2010 (Freistil) und Sotschi 2014 (klassisch) und gewann nach dem Skiathlon von Sotschi seine insgesamt vierte Goldmedaille.

Freitag, 6.03 Uhr +++ Schwedin Hansdotter Olympiasiegerin im Slalom

Ski-Rennläuferin Mikaela Shiffrin hat bei den Winterspielen in Pyeongchang ihr zweites Olympia-Gold binnen 24 Stunden verpasst. Einen Tag nach ihrem Sieg im Riesenslalom musste sich die favorisierte US-Amerikanerin im Slalom am Freitag beim Sieg der Schwedin Frida Hansdotter mit Rang vier begnügen. Silber ging an Kombinationsweltmeisterin Wendy Holdener (Schweiz).

Die Österreicherin Katharina Gallhuber, die nach dem ersten Lauf nur auf dem neunten Platz gelegen hatte, gewann Bronze. Vor vier Jahren in Sotschi hatte Shiffrin, die nach dem ersten Durchgang auf der Regenbogenpiste in Yongpyong über Unwohlsein geklagt nur auf Rang vier gelegen hatte, die Goldmedaille in ihrer Paradedisziplin Slalom gewonnen.

Freitag, 5.05 Uhr +++ Snowboardcross: Italienerin Moioli krönt Karriere

Die Italienerin Michaela Moioli hat bei den Winterspielen in Pyeongchang/Südkorea im Snowboardcross triumphiert. Im Finale setzte sich die 22-Jährige vor Julia Perreira de Sousa Mabileau aus Frankreich und der Tschechin Eva Samkova, Goldmedaillengewinnerin von Sotschi 2014, durch.

Weltmeisterin Lindsey Jacobellis (USA) ging als Fünfte leer aus. Ihr größter Erfolg bleibt Silber von den Spielen 2006 in Turin. Jana Fischer (Bräunlingen) war als einzige deutsche Starterin im Viertelfinale gescheitert.

Freitag, 4.17 Uhr +++ Mayer durchbricht Norwegen-Dominanz im Super-G

Der Österreicher Matthias Mayer hat die norwegische Dominanz im olympischen Super-G durchbrochen. Der Abfahrts-Olympiasieger von Sotschi sicherte sich am Freitag in Jeongseon in der Bestzeit von 1:24,44 Minuten die zweite Goldmedaille für Österreichs Skirennläufer. Mayer lag 0,13 Sekunden vor dem Schweizer Beat Feuz, der am Vortag in der Abfahrt Bronze gewonnen hatte.

Dritter wurde der favorisierte Norweger Kjetil Jansrud (+0,l8), der vor vier Jahren im Super-G noch triumphiert und in Südkorea bereits Silber in der Abfahrt geholt hatte. Bei den vier vorherigen Winterspielen war der Sieg im Super-G immer an einen Norweger gegangen.

Freitag, 3.30 Uhr +++ Skeleton: Gold für Südkoreaner Yun

Lokalmatador Yun Sung Bin (Südkorea) hat Gold im Skeleton gewonnen. Auf seiner Heimbahn triumphierte der Gesamtweltcupsieger mit 1,63 Sekunden Vorsprung vor Nikita Tregubow (Olympische Athleten aus Russland) und Dominic Parsons (Großbritannien/+1,65).

Die deutsche Medaillenhoffnung Axel Jungk (Oberbärenburg) ging hingegen leer aus. Der Vizeweltmeister musste sich nach vier Läufen mit dem siebten Platz begnügen. Direkt dahinter landeten Christopher Grotheer (Oberhof) und Alexander Gassner (Winterberg) auf den Rängen acht und neun.

Das passierte am sechsten Wettkampftag

Donnerstag, 15.41 Uhr +++ Geisenberger erfolgreichste Rodlerin aller Zeiten

Natalie Geisenberger ist seit Donnerstag die neue Nummer eins unter den erfolgreichsten Rodlern der Olympia-Geschichte. Die Miesbacherin schraubte ihre Bilanz mit den Siegen im Einzel und mit der deutschen Teamstaffel auf nunmehr viermal Gold und einmal Bronze. In Vancouver hatte sie Bronze im Einzel gewonnen, 2014 in Sotschi war ihr erstmals das Double geglückt.

Die 30 Jahre alte Geisenberger führt das Ranking nun vor den Doppelsitzern Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden) an, die wie in Sotschi zweimal ganz oben auf dem Podest standen. Geisenberger und die „Doppler“ verdrängten Georg Hackl von Platz eins. Der Berchtesgadener hatte von 1988 bis 2002 dreimal Gold und zweimal Silber gewonnen. Eine Teamstaffel gab es damals allerdings noch nicht.

Dreimal Gold hat ansonsten nur noch Felix Loch (Berchtesgaden) auf dem Konto, der im Einzel nur Fünfter geworden war und damit nicht in der Teamstaffel zum Einsatz kam.

Donnerstag, 14.06 Uhr +++ Erster nicht-niederländischer Eisschnelllauf-Sieg

Der deutsche Hoffnungsträger Patrick Beckert hat beim ersten nicht-niederländischen Eisschnelllauf-Sieg der Winterspiele in Pyeongchang die Medaillenränge über die 10.000 m klar verpasst. Der 27 Jahre alte Erfurter belegte beim Goldlauf des kanadischen Weltrekordhalters Ted-Jan Bloemen in 13:01,94 Minuten Platz sieben. Hinter Bloemen, der in olympischer Rekordzeit von 12:39,77 Minuten gewann, holte der Sotschi-Olympiasieger Jorrit Bergsma (Niederlande) Silber und der Italiener Nicola Tumolero Bronze.

Der zweite deutsche Starter Moritz Geisreiter (Inzell/13:06,35) wurde Neunter, Weltmeister Sven Kramer (Niederlande/13:01,02), Sieger über die 5000 m, lief nur auf Platz sechs.

Donnerstag, 13.37 Uhr +++ Biathlon: Johannes Thingnes Bö siegt im Einzel

Der Norweger Johannes Thingnes Bö hat bei den Winterspielen in Pyeongchang das Einzelrennen der Biathleten gewonnen und seine erste olympische Goldmedaille geholt. Der dreimalige Weltmeister setzte sich nach 20 km trotz zwei Strafminuten mit 5,5 Sekunden Vorsprung vor den fehlerfreien Jakov Fak (Slowenien) und Dominik Landertinger (Österreich) durch. Die deutschen Biathleten hatten bei der sechsten Entscheidung der Spiele zum ersten Mal nichts mit den Medaillenrängen zu tun.

Donnerstag, 13.02 Uhr +++ Alpin-Star Mikaela Shiffrin verzichtet auf Super-G

Riesenslalom-Olympiasiegerin Mikaela Shiffrin (USA) lässt bei den Winterspielen von Pyeongchang eine weitere Medaillenchance ungenutzt. Wie Shiffrins Mutter und Trainerin Eileen am Donnerstag nach der insgesamt zweiten olympischen Goldmedaille ihrer Tochter verriet, wird die 22-Jährige in Südkorea nicht im Super-G antreten. „Sie würde sonst sechs Tage hintereinander trainieren oder Rennen fahren“, sagte Eileen Shiffrin, „sie braucht einen Tag Pause.“

Ski-„Wunderkind“ Shiffrin hat im „Riesen“ ihre zweite olympische Goldmedaille nach der im Slalom 2014 in Sotschi gewonnen. Am Freitag (10.00/13.15 Uhr OZ, 2.00/5.15 Uhr MEZ) geht sie als vermeintlich unschlagbare Goldfavoritin in den Slalom von Yongpyong. Drei Mal Gold - das hat noch kein Alpiner aus den USA geschafft. Weitere Chancen auf Edelmetall hat Shiffrin in der Abfahrt am 21. Februar und in der alpinen Kombination am 23. Februar.

Donnerstag, 8.48 Uhr +++ Norwegerin Haga läuft zum Olympiasieg

Die norwegische Skilangläuferin Ragnhild Haga hat die Favoritinnen düpiert und Olympia-Gold über die 10-km-Freistil gewonnen. Die 26-Jährige gewann vor Skiathlon-Olympiasiegerin Charlotte Kalla aus Schweden, die am Samstag das erste Gold der Winterspiele in Pyeongchang gewonnen hatte. Bronze teilten sich Rekord-Winterolympionikin Marit Björgen aus Norwegen und die Finnin Krista Pärmäkoski.

Donnerstag, 7.51 Uhr +++ Snowboardcross: Pierre Vaultier holt Gold

Der französische Snowboardcross-Weltmeister Pierre Vaultier hat bei den Winterspielen in Pyeongchang sein zweites Gold in Folge gewonnen. Nach seinem Sieg in Sotschi 2014 gewann der 30-Jährige in Südkorea vor dem Australier Jarryd Hughes und dem Spanier Regino Hernandez.

Martin Nörl belegte als bester Deutscher Platz acht. Der 24-Jährige aus Adlkofen hatte das „Große Finale“ um die Medaillen nur knapp verpasst. Nörl gewann zunächst sowohl sein Achtel- als auch Viertelfinale, ehe er im Halbfinale stürzte und nur noch den vierten Rang rettete. Für den Einzug in den Goldlauf der besten sechs Snowboarder hätte der Olympia-Debütant mindestens Rang drei benötigt.

Paul Berg, der im Dezember den Weltcup im französischen Val Thorens gewonnen hatte, war in seinem Viertelfinale ebenfalls in einen Sturz verwickelt und daher chancenlos. Der dritte deutsche Starter Konstantin Schad (Miesbach) schied als Vierter seines Achtelfinals frühzeitig aus.

Donnerstag, 6.48 Uhr +++ Platz vier für Rebensburg bei Shiffrin-Sieg

Gold-Favoritin Viktoria Rebensburg hat bei den Olympischen Winterspielen von Pyeongchang eine Medaille im Riesenslalom hauchdünn verpasst. Die beste deutsche Skirennfahrerin landete am Donnerstag beim Sieg der Amerikanerin Mikaela Shiffrin auf Rang vier. Auf die drittplatzierte Federica Brignone aus Italien fehlten Rebensburg nur zwölf Hundertstelsekunden.

Die 28-Jährige vergab die Chancen auf eine bessere Platzierung durch einen groben Fehler im ersten Lauf und konnte damit nach Gold 2010 und Bronze 2014 nun in ihrer Spezialdisziplin kein Edelmetall gewinnen. Shiffrin setzte sich vor Ragnhild Mowinckel aus Norwegen durch.

Donnerstag, 6.22 Uhr +++ Auftakt-Niederlage für deutsches Eishockey-Team

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ist mit einer Niederlage ins olympische Turnier von Pyeongchang gestartet. Das Team von Bundestrainer Marco Sturm verlor sein Auftaktspiel in der Vorrundengruppe C gegen Finnland mit 2:5 (1:2, 0:2, 1:1). Der Münchner Brooks Macek (9.) und der Berliner Frank Hördler (42.) erzielten die Tore für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB).

Für den sechsmaligen Medaillengewinner Finnland trafen Sami Lepistö (4.), Mika Pyörälä (16.), Eeli Tolvanen (38.), Lasse Kukkonen (39.) und Jonas Kemppainen (53.). Zweiter Gegner ist am Freitag (21.10 Uhr OZ/13.10 MEZ) Weltmeister Schweden. Zum Abschluss der Vorrunde trifft das deutsche Team am Sonntag (12.10 Uhr OZ/4.10 MEZ) auf Norwegen.

Donnerstag, 4.43 Uhr +++ Thomas Dreßen verpasst Abfahrts-Medaille

Thomas Dreßen hat die erste deutsche Olympia-Medaille in der Abfahrt seit 1964 verpasst. Der 24-Jährige aus Mittenwald, der nach seinem Triumph beim Klassiker in Kitzbühel im Januar zum Kreis der Anwärter auf Edelmetall in Südkorea gehört hatte, wurde auf der „Jeongseon Downhill“ mit 0,78 Sekunden Rückstand auf Sieger Aksel Lund Svindal aus Norwegen Fünfter.

Für den 35-jährigen Svindal war es nach seinem Olympiasieg 2010 im Super-G die zweite Goldmedaille bei Winterspielen, die erste für Norwegen in der alpinen Königsdisziplin überhaupt. Hinter dem zweimaligen Abfahrts-Weltmeister sorgte der Sotschi-Dritte Kjetil Jansrud (+0,12) für einen norwegischen Doppelsieg, Bronze ging an Weltmeister Beat Feuz aus der Schweiz (+0,18).

Mit der Startnummer eins hatte Dreßen am Berg Gariwang die Richtzeit von 1:41,03 Minuten aufgestellt, doch er wurde von den Favoriten schnell durchgereicht. In der Kombinationsabfahrt am Dienstag war er ebenfalls als Erster gestartet und hatte die Bestzeit erzielt. Auch der Ennepetaler Andreas Sander verpasste als guter Zehnter eine Überraschung (+1,37).

Die einzigen deutschen Medaillengewinner in der Abfahrt bleiben damit Wolfgang Bartels als Dritter 1964 in Innsbruck und Hans-Peter Lanig, der vier Jahre zuvor Silber in Squaw Valley geholt hatte.

Das passierte am fünften Wettkampftag

Mittwoch, 16.21 Uhr +++ DOSB-Präsident Hörmann voll des Lobes

Für den DOSB-Präsidenten Alfons Hörmann sind die derzeitigen Erfolge der deutschen Sportler bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang kein Zufall. „Hier treten starke, gut vorbereitete und leistungsorientierte Teams an - und dann ist sowas eben möglich“, sagte Hörmann im Interview mit t-online. Es bestätige sich in den ersten Tagen das, was man in den letzten Jahren insgesamt feststellen konnte. „Dass der Wintersport nach den Umstellungen und Anpassungen zuletzt in den verschiedenen Bereichen hervorragende Leistungen abgeliefert hat“, so der DOSB-Präsident.

Nach 30 von 102 Wettbewerben liegt Deutschland auf Platz eins des Medaillenspiegels. Insgesamt gewannen deutsche Sportler bisher in Südkorea siebenmal Gold, zweimal Silber und dreimal Bronze. Auch über den Mannschaftsgeist im deutschen Team zeigte sich Hörmann erfreut. „Da werden auch die, die keine Medaille geholt haben, getröstet.“

Mittwoch, 15.34 Uhr +++ Eishockey: Niederlagen für OAR und USA

Das olympische Eishockeyturnier hat mit zwei großen Überraschungen begonnen. Das Team der Olympischen Athleten für Russland (OAR) verlor als Goldfavorit am Mittwoch mit 2:3 (2:2, 0:0, 0:1) gegen die Slowakei. Die OAR mit den Top-Stars Pawel Dazjuk und Ilja Kowaltschuk führten schnell mit 2:0, ehe zwei Torwartfehler von Wassili Koschetschkin die Slowaken noch im ersten Drittel zurück brachten. Den Siegtreffer schoss Peter Ceresnak knapp zwölf Minuten vor dem Spielende. Zudem unterlagen die USA dem großen Außenseiter Slowenien mit 2:3 nach Verlängerung (1:0, 1:0, 0:2).

Mittwoch, 12.27 Uhr +++ Eisschnelllauf-Gold für Jorien ter Mors

Jorien ter Mors hat die Dominanz der niederländischen Eisschnellläufer bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang fortgesetzt. Die 1500-m-Olympiasiegerin von Sotschi 2014 gewann das 1000-m-Rennen im Gangneung Oval vor den Japanerinnen Nao Kodaira und Miho Takagi und holte das fünfte Gold im fünften Rennen für Oranje.

Gabriele Hirschbichler (Inzell) wurde als beste Deutsche 15., Judith Dannhauer (Erfurt) fuhr auf Rang 26. Michelle Uhrig (Berlin) belegte bei ihrem Olympia-Debüt den 31. und letzten Platz. Ihren Start beim 1500-m-Rennen am Montag hatte sie noch wegen einer Erkältung abgesagt.

Vor ter Mors hatten in Pyeongchang ihre Landsleute Kjeld Nuis und Ireen Wüst über 1500 m, Carlijn Achtereekte über 3000 m sowie Sven Kramer über 5000 m Gold gewonnen.

Mittwoch, 9.52 Uhr +++ Sturmwarnung: Olympia-Park geschlossen

Wegen starken Windes hat das Organisationskomitee der Olympischen Spiele in Pyeongchang alle Aktivitäten im Olympic Park von Gangneung für Mittwoch gestoppt. Zuschauer in den Arealen an der Küste wurden am frühen Nachmittag aufgerufen, die Hallen nicht zu verlassen. Im Park flogen Gegenstände umher, Bänke kippten um. Die temporär errichteten Medienzelte wurden nach der Sturmwarnung geschlossen, Journalisten mussten in den Pressebereichen der Hallen weiterarbeiten. Die Sicherheit habe immer Vorrang, teilte das Organisationskomitee POCOG mit.

Mittwoch, 8.19 Uhr +++ Einzel-Rennen der Biathletinnen abgesagt

Wegen des anhaltend starken Winds ist das Biathlon-Einzelrennen der Damen bei den Olympischen Winterspielen von Pyeongchang am Mittwoch vertagt worden. Es soll nun am Donnerstag um 9.15 Uhr (MEZ) gestartet werden, wie der Deutsche Skiverband mitteilte. Damit gibt es am Donnerstag zwei Rennen, die Männer gehen um 12.30 Uhr (MEZ) in die Loipe.

Der Wind am Alpensia Biathlon-Center hatte im Laufe des Tages immer mehr zugenommen. Das Pressezentrum war gar nicht erst geöffnet worden.

Mittwoch, 4.06 Uhr +++ Snowboard-Star White siegt auf der Halfpipe

Snowboard-Superstar Shaun White ist erneut Halfpipe-Olympiasieger. Der 31 Jahre alte US-Amerikaner setzte sich am Mittwoch bei den Winterspielen in Pyeongchang in einem spannenden Finale durch und feierte nach 2006 und 2010 sein drittes Gold. Der Topfavorit erhielt für seine beste Vorstellung in seinem letzten Auftritt 97,75 Punkte und lag damit vor dem Japaner Ayumu Hirano. Bronze ging in einem spannenden Wettkampf an Weltmeister Scotty James aus Australien.

Vor vier Jahren in Sotschi hatte White als Vierter einen bitteren Moment erlebt. Der Goldmedaillengewinner von 2014, Iouri Podladtchikov aus der Schweiz, nahm diesmal nach einem schlimmen Sturz nicht teil.

Das passierte am vierten Wettkampftag

Dienstag, 16.42 Uhr +++ Aussprache zwischen Lesser und Dahlmeier

Nach seiner umstrittenen Aussage über Laura Dahlmeier und das deutsche Team hat sich Biathlet Erik Lesser mit der Doppel-Olympiasiegerin ausgesprochen. „Inzwischen habe ich auch die Chance genutzt und mit ihr darüber geredet. Mir ging es nur um die Berichterstattung vor den Spielen. Alles schreibt von Laura, aber nicht vom Team“, sagte Lesser in einem Interview mit „web.de“.

Nach dem Sprint-Gold von Arnd Peiffer hatte Lesser in der ARD festgestellt: „Phänomenal für uns, dass das Team D nicht unbedingt für Team Laura Dahlmeier steht, sondern doch für Team Deutschland.“

„Auf meiner Facebook-Seite ging es danach ganz schön her. Definitiv ging das nicht gegen Laura“, sagte Lesser nun. „Allein von uns vier Männern ist jeder schon Einzelweltmeister geworden und darüber liest man nirgendwo etwas. Nicht, dass wir uns wichtig machen wollen, aber eine neutralere nüchterne Berichterstattung ist doch auch für den Leser oder Zuschauer interessant“, sagte der Verfolgungsweltmeister von 2015.

Dienstag, 14.19 Uhr +++ Kläbo jüngster Langlauf-Olympiasieger aller Zeiten

Der Norweger Johannes Hösflot Kläbo hat als jüngster Skilangläufer der Geschichte Gold bei Olympischen Spielen geholt. Der Senkrechtstarter gewann mit nur 21 Jahren und 114 Tagen den Klassiksprint in Pyeongchang vor Weltmeister Federico Pellegrino aus Italien und Alexander Bolschunow von den Olympischen Athleten aus Russland. Kläbo löste den bisherigen Rekordhalter Gunde Svan ab. Der Schwede hatte 1984 mit 22 Jahren und 32 Tagen über 15 Kilometer triumphiert.

Die beiden deutschen Starter, der Skiathlon-Elfte Thomas Bing aus Dermbach und Sebastian Eisenlauer aus Sonthofen, waren im Viertelfinale gescheitert. Bing verpasste dabei erst durch eine Entscheidung im Fotofinish den Einzug in das Halbfinale der besten zwölf Läufer. „Eine Fußspitze hat gefehlt. Mit Schuhgröße 45 hätte es vielleicht gereicht“, sagte der deutsche Sportliche Leiter Andreas Schlütter.

Der Gesamtweltcup-Führende Kläbo gilt als kommender Superstar seines Sports. Zum Olympia-Auftakt war der Jungstar im Skiathlon über 30 Kilometer jedoch nicht über Rang zehn hinausgekommen.

Dienstag, 13.24 Uhr +++ Kanada holt Mixed-Gold im Curling

Das kanadische Duo Kaitlyn Lawes und John Morris hat die erste Goldmedaille im neuen olympischen Wettbewerb im Mixed-Curling gewonnen. Am Dienstag besiegten Lawes und Morris die Weltmeister Jenny Perret und Martin Rios aus der Schweiz klar mit 10:3 in Pyeongchang. Zuvor hatte das Ehepaar Anastassija Brysgalowa und Alexander Kruschelnizki für die Olympischen Athleten aus Russland nach einem Sieg gegen Kristin Skaslien und Magnus Nedregotten aus Norwegen Bronze gewonnen. Eine deutsches Duo war in Südkorea nicht am Start. In Pyeongchang traten erstmals überhaupt bei Winterspielen Teams aus jeweils einem Mann und einer Frau im Curling an.

Dienstag, 12.31 Uhr +++ Shorttrack: Viertelfinal-Aus für Seidel

Die Dresdner Shorttrackerin Anna Seidel ist bei den Olympischen Winterspielen von Pyeongchang über 500 Meter im Viertelfinale ausgeschieden. Die 19-Jährige hatte am Dienstag als Viertplatzierte weit hinter Elise Christie keine Chance auf die Vorschlussrunde. Die Britin lief in 42,703 Sekunden olympischen Rekord vor 11 000 Zuschauern in der Gangneung Eisarena. „Es war leider zu schnell vorbei, die 500 Meter liegen mir nicht. Ich bin froh, dass es vorbei ist“, sagte Seidel, die sich von einer Adduktorenzerrung beeinträchtigt fühlte.

Die Sächsin freut sich bei ihren zweiten Winterspielen nun auf die längeren Strecken. „Die 1500 Meter sind am Samstag, da kann ich taktisch laufen“, sagte sie. Zur Zerstreuung würde sie bei Olympia gern andere Veranstaltungen besuchen: „Ich brauche die Ablenkung, aber der Verband erlaubt es nicht.“

Der Dresdener Stützpunkttrainer Daniel Zetzsche erklärte diese Entscheidung: „Wir sind der Meinung, dass man sich auf die eigenen Veranstaltungen fokussieren kann.“ Die Athleten sollen nicht in der Eiseskälte an anderen Wettkampfstätten frieren. Der Coach zeigte sich enttäuscht von Seidel: „Es war schon ein Lauf, wo sie mitlaufen kann. Sie ist unter ihren Möglichkeiten geblieben.“ Die Zerrung könne ein Grund für die Leistung gewesen sein.

Dienstag, 11.27 Uhr +++ Ski-Weltverband wehrt sich gegen Kritik

Der Ski-Weltverband FIS hat noch einmal die Entscheidung verteidigt, den Slopestyle-Wettbewerb bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang trotz starken Windes am Montag durchgeführt zu haben. FIS-Medienchefin Jenny Wiedeke sagte auf einer Pressekonferenz des Organisationskomitees POCOG: „Die Bedingungen waren sehr schwierig, aber die Trainingsläufe hatten uns gezeigt, dass sie handhabbar waren.“

In den beiden Endläufen waren die Athletinnen reihenweise gestürzt und hatten anschließend teils heftig über die Bedingungen geklagt. Die deutsche Starterin Silvia Mittermüller hatte sich in einem Trainingslauf einen Meniskusriss zugezogen. Zahlreiche Athleten hatten sich im Gespräch mit Journalisten und in sozialen Netzwerken über die Bedingungen beklagt. Wiedeke sagte dazu: „Das haben wir auch mitbekommen. Bei der FIS hat sich aber nur ein Verband offiziell deswegen gemeldet.“ Welcher Verband das war, sagte sie nicht.

Anders als beim Skispringen, wo festgelegt ist, bei welchen Windgeschwindigkeiten ein Wettkampf stattfinden kann, entscheiden beim Slopestyle und in den alpinen Disziplinen, Experten, ob ein Rennen möglich ist. Wiedeke sagte: „Diese Experten lassen dabei ihre langjährige Erfahrung einfließen.“ Vorerst bleibt es in der Olympiaregion windig. Für den Mittwoch werden Windgeschwindigkeiten von örtlich bis zu 90 km/h vorausgesagt.

Dienstag, 10.04 Uhr +++ Langlauf: Deutsches Trio im Viertelfinale

Sandra Ringwald, Katharina Hennig und Elisabeth Schicho haben bei den Olympischen Spielen im Klassiksprint das Viertelfinale der 30 besten Skilangläuferinnen erreicht. In der Qualifikation sorgte Ringwald (Schonach) im Kampf gegen die Uhr mit Rang 16 für das beste deutsche Ergebnis auf der 1,25 Kilometer langen Runde. Hennig (Oberwiesenthal) und Schicho (Schliersee) folgten auf den Rängen 25 und 26, ausgeschieden ist dagegen Hanna Kolb (Buchenberg) auf Platz 36. „Ich bin nicht so glücklich. Irgendwie stimmt meine Form leider nicht. Das war der einzige Wettkampf für mich - umso unglücklicher, dass es so schlecht lief“, sagte Kolb in der ARD.

Gewinnerin der Qualifikation wurde die Schwedin Stina Nilsson mit einer Zeit von 3:08,74 Minuten. Im Viertelfinale (20.00 Uhr OZ/12.00 MEZ) gibt es fünf Läufe mit je sechs Startern, aus jedem Lauf ziehen der Erst- und Zweitplatzierte ins Halbfinale ein, das durch die beiden zeitschnellsten „Lucky Loser“ komplettiert wird. Die zwölf Halbfinalisten werden erneut in zwei Sechsergruppen eingeteilt, das Finale der besten Sechs erreichen erneut der Erst- und Zweitplatzierte sowie zwei „Lucky Loser“.

Dienstag, 7.53 Uhr +++ Dreßen bei Alpiner Kombination Neunter

Thomas Dreßen hat in der Alpinen Kombination einen achtbaren neunten Platz belegt. Nach der Bestzeit in der Abfahrt fiel der Skirennfahrer aus Mittenwald am Dienstag im entscheidenden Slalom wie erwartet hinter die Technikspezialisten zurück. Marcel Hirscher aus Österreich sicherte sich seinen ersten Olympiasieg. Dreßen fehlten 1,42 Sekunden auf den Franzosen Victor Muffat-Jeandet, der Bronze gewann. Die Silbermedaille holte dessen Teamkollege Alexis Pinturault. Mit der starken Abfahrt untermauerte Kitzbühel-Sieger Dreßen seine Stellung als Medaillenkandidat für die Spezial-Schussfahrt am Donnerstag.

Dienstag, 3.08 Uhr +++ Japanischer Shorttracker gedopt

Der japanische Shorttrack-Läufer Kei Saito hat für den ersten Dopingfall bei den Olympischen Winterspielen 2018 gesorgt. Wie die Ad-Hoc-Kammer des Internationalen Sportschiedsgerichtshofes (CAS) am Dienstag in Pyeongchang mitteilte, wurde bei der Analyse einer Trainingskontrolle das Diuretikum Acetalozamid entdeckt. Der 22 Jahre alte Dritte der Junioren-WM 2013 wurde vorläufig für die Wettkämpfe in Pyeongchang suspendiert. Er verließ das olympische Dorf freiwillig. Über eine Sanktion will der CAS bis zum Ende der Winterspiele entscheiden.

Das passierte am dritten Wettkampftag

Montag, 16.42 Uhr +++ Kompletter Medaillensatz am Montag

Die deutschen Sportler sind bei den Olympischen Spielen von Pyeongchang auf dem besten Wege, die enttäuschende Bilanz von Sotschi 2014 vergessen zu machen. Nach nur drei Wettkampftagen hat „Team D“ durch die Biathleten Laura Dahlmeier (2), Arnd Peiffer und Skispringer Andreas Wellinger bereits viermal Gold gewonnen, dazu kommen einmal Silber durch Skispringerin Katharina Althaus und zweimal Bronze durch Biathlet Benedikt Doll und Rodler Johannes Ludwig (4-1-2). An diesem Montag räumte das Team des DOSB mit je einmal Gold, Silber und Bronze gleich einen kompletten Medaillensatz ab.

Vor vier Jahren in Sotschi hatte die deutsche Mannschaft insgesamt achtmal Gold, sechsmal Silber und fünfmal Bronze geholt (8-6-5). Nach drei Wettkampftagen wie nun in Pyeongchang waren damals nur die Olympiasiege durch Rodler Felix Loch und Skirennläuferin Maria Höfl-Riesch gelungen.

Montag, 15.54 Uhr +++ Skispringen: Carina Vogt auf Platz fünf

Skispringerin Katharina Althaus hat bei den Winterspielen in Pyeongchang beim Triumph der Norwegerin Maren Lundby die Silbermedaille gewonnen. Vier Jahre nach dem olympischen Premierensieg von Carina Vogt in Sotschi musste sich die 23-Jährige aus Oberstdorf mit 252,6 Punkten nur Weltcup-Spitzenreiterin Lundby geschlagen geben, die auf 264,6 Zähler kam und mit 110,0 m auch die Tagesbestweite stand. Bronze sicherte sich die Japanerin Sara Takanashi (243,8), die vor vier Jahren undankbare Vierte geworden war. Carina Vogt aus Schwäbisch Gmünd belegte mit 227,9 Punkten den fünften Platz, Ramona Straub (Langenordnach/210,5) und Juliane Seyfarth (Ruhla/194,3) landeten auf den Plätzen acht und zehn.

Montag, 14.52 Uhr +++ Ireen Wüst trägt sich in Geschichtsbücher ein

Eisschnellläuferin Ireen Wüst hat bei den Winterspielen in Pyeongchang ihr insgesamt fünftes Gold gewonnen und sich damit zur erfolgreichsten Niederländerin der Olympia-Geschichte gekürt. Die 31-Jährige gewann die 1500 m im Gangneung Oval in 1:54,35 Minuten vor der Japanerin Miho Takagi sowie ihrer Landsfrau Marrit Leenstra und holte im dritten Rennen das dritte Gold für Oranje. Gabriele Hirschbichler (Inzell) und Roxanne Dufter (Inzell), die EM-Dritten in der Team-Verfolgung, fuhren auf die Plätze zwölf und 24. Vor Wüst hatten ihre Landsleute Carlijn Achtereekte über 3000 m und Sven Kramer über 5000 m Gold gewonnen. Wüst gewann über die 3000 m Silber.

Montag, 14.46 Uhr +++ Kanadier Kingsbury siegt auf der Buckelpiste

Topfavorit Mikael Kingsbury aus Kanada hat bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang bei den Ski-Freestylern die Goldmedaille auf der Buckelpiste gewonnen und ist damit in die Fußstapfen seines zuvor zweimal in Folge siegreichen Landsmannes Alexandre Bilodeau getreten. Der 26 Jahre alte Sotschi-Zweite und Ex-Weltmeister setzte sich im dritten und letzten Finallauf mit 86,63 Punkten vor dem Australier Matt Graham (82,57) und dem Japaner Daichi Hara (82,19) durch. Deutsche Freestyler waren auf der Buckelpiste nicht im Einsatz.

Montag, 9.04 Uhr +++ Heftige Kritik nach Slopestyle-Finale

Die Olympia-Dritte Enni Rukajarvi kann die Entscheidung der Organisatoren, das olympische Slopestyle-Finale auszutragen, nicht nachvollziehen. „Es war ziemlich gefährlich. Man wusste nicht, was einen erwartet. Sie hätten es absagen oder verschieben sollen“, sagte die finnische Snowboarderin nach dem Gewinn der Bronzemedaille bei den Winterspielen in Pyeongchang am Montag.

Die Münchnerin Silvia Mittermüller hatte sich im Training vor dem Finale am Knie verletzt und konnte nicht mehr antreten. In den Endläufen waren die Snowboarderinnen bei schwierigen und wechselnden Bedingungen reihenweise gestürzt. Gold holte Sotschi-Olympiasiegerin Jamie Anderson aus den USA vor Weltmeisterin Laurie Blouin aus Kanada.

Auch die norwegische Medaillenanwärterin Silje Norendal war nervlich am Ende. „Ich war sehr irritiert darüber, dass das Finale gefahren wurde“, so die Viertplatzierte gegenüber Eurosport Norwegen. „Ich wollte mich einfach da oben nur noch hinsetzen und weinen. Mein Körper hat zwei Stunden lang gezittert, weil ich Angst hatte zu fahren. Ich weiß gar nicht mehr, was während des Laufs passiert ist, weil ich Angst um mein Leben hatte.“

Das passierte am Auftakt-Wochenende

Sonntag, 15.33 Uhr +++ Team Deutschland im Gold-Rausch

Das Team Deutschland erlebte zum Auftakt der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang einen Gold-Rausch. „Das war natürlich ein Traumstart“, schwärmte Chef de Mission Dirk Schimmelpfennig am Sonntag. Die Biathleten Laura Dahlmeier und Arnd Peiffer sowie Skispringer Andreas Wellinger sorgen mit drei Olympiasiegen für Schubkraft.

Der große Verlierer war Rodler Felix Loch, der nach einem kapitalen Fahrfehler vom Goldkurs abkam und nur Fünfter wurde. Profitieren konnte von dem Patzer Johannes Ludwig, der noch auf den bronzenen Rang raste. „Dreimal Gold und einmal Bronze schaffen Vorfreude auf die kommenden zwei Wochen“, resümierte DOSB-Präsident Alfons Hörmann. „Unsere Athleten und deren Trainer haben es wieder einmal geschafft, am entscheidenden Tag Topleistungen zu sichern.“

Sonntag, 14 Uhr +++ Missbrauchsvorwürfe belasten Ski-Rennläuferinnen

Die Missbrauchsvorwürfe gegen den einstigen österreichischen Cheftrainer könnten sich aus Sicht von Verbandschef Peter Schröcksnadel negativ auf die Leistungen der Ski-Rennläuferinnen bei Olympia auswirken. „Indirekt belastet es immer“, sagte der 76-Jährige am Sonntag im ORF-Fernsehen. „Mir tut jeder einzelne Fall, sollte er bewiesen werden, sehr, sehr leid“, fügte der Präsident des Österreichischen Skiverbandes hinzu. Der Zeitpunkt der Veröffentlichungen stimme ihn allerdings bedenklich.

In der „Süddeutschen Zeitung“ hatten mehrere Sportlerinnen konkrete Vorwürfe gegen die österreichische Trainer-Legende Charly Kahr erhoben, ohne Namen zu nennen. Der heute 85-Jährige, der viele Jahre bis 1985 Cheftrainer war, wies die Missbrauchsvorwürfe zurück.

Eine unabhängige Kommission gehe jedem Vorwurf nach, sagte Schröcksnadel. Es werde nichts vertuscht. Nach seinen Worten läuft derzeit von der Staatsanwaltschaft kein Verfahren gegen seinen Verband. „Ich weiß nicht, ob noch etwas kommen soll.“

Sonntag, 13.45 Uhr +++ Drei deutsche Olympiasieger zum Auftakt zuletzt vor 46 Jahren

Laura Dahlmeier, Andreas Wellinger und Arnd Peiffer haben dem deutschen Team mit ihren Olympiasiegen in Pyeongchang einen historischen Goldrausch beschert. Dreimal Gold an den ersten beiden Wettkampftagen hat es für Deutschland (BRD und DDR) zuletzt vor 46 Jahren gegeben, 1972 in Sapporo. Sollte am Sonntagabend (Ortszeit) auch noch Rodler Felix Loch Gold holen, wäre es der beste deutsche Start in der Geschichte der Winterspiele.

1972 in Japan gewannen der Eisschnellläufer Erhard Keller über 500 m, Wolfgang Zimmerer im Zweierbob mit Bremser Peter Utzschneider für die BRD sowie Ulrich Wehling in der Nordischen Kombination für die DDR die ersten Goldmedaillen.

Die Dimensionen der Winterspiele waren vor 46 Jahren ungleich kleiner. In Sapporo gab es nur 35 Medaillenentscheidungen in sechs Sportarten, an den ersten beiden Wettkampftagen wurden nur fünf Olympiasieger gekürt. In Pyeongchang sind es zwölf Entscheidungen am ersten Wochenende und insgesamt 102 in 15 Sportarten.

Sonntag, 13.20 Uhr +++ Biathlet Peiffer holt Olympia-Gold im 10-km-Sprint

Biathlet Arnd Peiffer hat im Sprint bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang die Goldmedaille gewonnen. Der 30-Jährige triumphierte am Sonntag in Südkorea nach zehn Kilometern und einem fehlerfreien Schießen. Der Niedersachse sorgte für den dritten deutschen Erfolg in Südkorea.

Hinter dem ehemaligen Weltmeister holte der ebenfalls fehlerfreie Tscheche Michal Krcmar mit 4,4 Sekunden Rückstand Silber. Bronze ging an Dominik Windisch aus Italien, der eine Scheibe verfehlte und 7,7 Sekunden hinter Peiffer lag. Benedikt Doll und Simon Schempp landeten nach je einem Fehler beim zweiten Schießen auf den Plätzen sechs und sieben, Erik Lesser wurde ebenfalls nach einem Fehler Elfter.

Sonntag, 11.56 Uhr +++ Pechstein schreibt Geschichte

Die deutschen Eisschnellläufer haben zum Olympia-Auftakt noch keine Medaillen scheffeln können, Claudia Pechstein hat aber trotzdem Geschichte geschrieben. Die 45-Jährge freute sich über die riesige Begeisterung, die ihr von den Traversen als ältester Olympia-Teilnehmerin zuteil wurde. Als erste Athletin nimmt sie zum siebten Mal an Winterspielen teil. „Das haben nun wirklich nicht viele“, meinte sie. Noch nie ging eine Eisschnellläuferin 16 Mal über eine olympische Einzelstrecke an den Start. Zudem war keine Teilnehmerin bei Winterspielen älter als sie.

Samstag, 16.20 Uhr +++ Wellinger holt Gold im Skispringen

Skispringer Andreas Wellinger hat bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang Gold von der Normalschanze gewonnen. Silber ging am Samstag bei schwierigen Bedingungen an Johann Andre Forfang aus Norwegen, den dritten Platz belegte dessen Teamkollege Robert Johansson.

Samstag, 13.44 Uhr +++ Eisschnellläuferin Claudia Pechstein wird nur Neunte

Claudia Pechstein kämpfte sich ins Ziel, stützte sich völlig ausgepumpt auf ihre Knie und winkte dann erschöpft ihrem Freund Matthias Große zu. Im Alter von fast 46 Jahren ist die streitbare Eisschnellläuferin mit einem Achtungserfolg in ihre siebten Olympischen Winterspiele gestartet. Ihre ersehnte zehnte Olympiamedaille verpasste sie auf ihrer Nebenstrecke 3000 m allerdings deutlich.

Am Ende stand fürdie fünfmalige Olympiasiegerin am Samstag ein achtbarer neunter Platz. Pechstein lächelte trotzdem - und kann mit Zuversicht ihrem persönlichen Höhepunkt entgegenblicken. Am kommenden Freitag greift sie in dieser Form über 5000 m nach Edelmetall. Gold holte beim ersten niederländischen Triumphzug im Gangneung Oval überraschend die erst 22-Jährige Carlijn Achtereekte, die in 3:59,21 Minuten ihrer großen Landsfrau Ireen Wüst (3:59,29) den dritten Olympiasieg auf dieser Strecke vor der Nase wegschnappte. Bronze ging ebenfalls ans Team Oranje, Antoinette de Jong verwies in 4:00,02 Minuten Vancouver-Olympiasiegerin Martina Sablikova (4:00,54) auf den vierten Platz.

Samstag, 13.08 Uhr +++ Biathletin Dahlmeier holt erste Goldmedaille für Deutschland

Biathletin Laura Dahlmeier hat die erste Goldmedaille für das deutsche Team bei den 23. Olympischen Winterspielen in Pyeongchang gewonnen. Die 24-Jährige aus Partenkirchen blieb im Sprint über 7,5 km bei teilweise schwierigen Windbedingungen am Schießstand fehlerfrei und siegte vor der Norwegerin Marte Olsbu (1 Fehler). Dritte wurde Veronika Vitkova (Tschechien/1).

Die siebenmalige Weltmeisterin holte damit für die deutschen Biathleten das erste Olympia-Gold seit acht Jahren. Bei den Spielen in Vancouver hatte Magdalena Neuner in Verfolgung und Massenstart triumphiert. Nach Kati Wilhelm 2002 in Salt Lake City ist Dahlmeier erst die zweite deutsche Olympiasiegerin im Sprint. Für Dahlmeier war es zugleich die erste Olympiamedaille ihrer Karriere. Bei ihren ersten Winterspielen vor vier Jahren in Sotschi hatte sie als bestes Ergebnis den 11. Platz mit der Staffel erreicht.

Samstag, 12.40 Uhr +++ Dresdnerin Anna Seidel im Viertelfinale über 500 Meter - Walter gescheitert

Die Dresdner Shorttrackerin Anna Seidel hat einen erfolgreichen Auftakt bei den Olympischen Winterspielen gefeiert. Im Vorlauf über 500 Meter erreichte die 19-Jährige am Samstag als Zweitplatzierte hinter der Weltcup-Führenden Marianne St. Gelais aus Kanada (43,437 Sekunden) das Viertelfinale, das am Dienstag ausgetragen wird.

„Ich bin zufrieden, es hat sich gelohnt, dass ich nicht bei der Eröffnung dabei war“, sagte Seidel und fügte hinzu: „Meine Konzentration liegt aber weiter auf den beiden längeren Strecken.“ Die 19-Jährige, die schon vor vier Jahren in Sotschi als jüngste deutsche Olympia-Teilnehmerin dabei war, schaltete unter anderen die Niederländerin Lara von Ruijnen aus.

Nicht mehr im Rennen ist Seidels Vereinsgefährtin Bianca Walter, die in der Gangneung Arena als Dritte ihres Laufes scheiterte. Sie musste der Russin Sofia Proswirnowa und Yara von Kerkhof aus den Niederlanden den Vortritt lassen. „Ich fand es toll, überhaupt dabei zu sein und habe meine Olympia-Premiere genossen“, meinte Walter.

Samstag, 11.42 Uhr +++ „Wir sind schwul. Gewöhnt euch dran“

Ski-Freestyler Gus Kenworthy ist stolz darauf, die USA als homosexueller Athlet bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang zu vertreten. „Wir sind hier. Wir sind schwul. Gewöhnt euch dran“, schrieb der 26-Jährige bei Twitter. Dazu veröffentlichte der Slopestyle-Silbermedaillengewinner von Sotschi ein Foto, auf dem er US-Eiskunstläufer Adam Rippon auf die Wange küsst.

„Ich bin so stolz darauf, die schwul-lesbische Gemeinschaft mit diesem großartigen Typen zu repräsentieren. Nimm das, Pence“, teilte Kenworthy bei Instagram mit - ein Seitenhieb gegen US-Vizepräsident Mike Pence, der zur Eröffnungszeremonie angereist war. Pence hat sich in der Vergangenheit wiederholt abfällig über Schwule geäußert.

Samstag, 10.44 Uhr +++ Ermittlungen wegen Internetausfalls

Nach einem Internetausfall während der Eröffnung der Olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang hat die Regierung Ermittlungen eingeleitet. Das interne Netzwerk und das WLAN rund um die Austragungsstätten seien am Freitagabend zusammengebrochen, teilte das Organisationskomitee mit. Es sei eine Sondereinheit gegründet worden, um den Vorfall zu untersuchen.

Berichte über eine Cyberattacke könne sie noch nicht bestätigen, sagte eine Sprecherin des Organisationskomitees. An den Ermittlungen sind den Angaben zufolge neben Internet-Sicherheitsexperten auch Spezialisten des südkoreanischen Verteidigungsministeriums und anderer Ministerien beteiligt.

Samstag, 9.04 Uhr +++ Schwedische Langläuferin Kalla gewinnt Gold

Die schwedische Langläuferin Charlotte Kalla hat die erste Goldmedaille der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang gewonnen. Die 30-Jährige siegte am Samstag im Skiathlon über 2 x 7,5 Kilometer vor der Norwegerin Marit Björgen und der Finnin Krista Parmakoski. Für Kalla ist es der dritte Olympiasieg ihrer Karriere.

Beste Deutsche wurde Victoria Carl aus Zella-Mehlis auf dem 20. Platz, nachdem sie nach 3,75 Kilometern noch das Feld angeführt hatte. Katharina Hennig (Oberwiesenthal) wurde 22., Stefanie Böhler (Ibach) belegte Platz 25. Nicole Fessel (Oberstdorf) musste dagegen kurz vor dem Start wegen Atemwegsproblemen passen.

Björgen, die in Pyeongchang zur Rekord-Olympionikin aufsteigen könnte, blieb dagegen die siebte Goldmedaille verwehrt. Trotzdem ist sie nun die erste Wintersportlerin mit elf Medaillen.

Samstag, 6.10 Uhr +++ Cyberangriff bei Eröffnungsfeier

Unbekannte haben während der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang Server des Organisationskomitees Pocog gehackt. Durch den Cyberangriff war es zu Fehlfunktionen bei einem Internet-TV-System im Hauptmedienzentrum gekommen.

Aus Sicherheitsgründen fuhren die Organisatoren im Anschluss mehrere Datensysteme herunter. Das führte auch zu einem Ausfall der eigenen Internet-Seite. Zwischenzeitlich konnten Kunden ihre Eintrittskarten für Wettkämpfe der Olympischen Spiele nicht mehr ausdrucken.

Am Samstagmorgen wurden alle Systeme wieder hochgefahren. Pocog betonte, dass die Ausfälle während der Eröffnungsfeier keinen Einfluss auf Sportler oder Zuschauer gehabt hätten. Trotzdem wurde eine Task-Force eingesetzt, die die Vorfälle weiter untersuchen soll. Fachleute weisen immer wieder darauf hin, dass Großevents wie die Olympischen Spielen zu beliebten Zielen von Hackern gehören.

Freitag, 18.09 Uhr +++ Flitzer bei Eröffnungsfeier

Bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang hat es einen unschönen Vorfall gegeben. Ein koreanischer Zuschauer stürmte unmittelbar nach dem gemeinsamen Einmarsch von Nord- und Südkorea den Innenraum und attackierte zwei Protagonisten der Show. Der womöglich politisch motivierte Flitzer wurde daraufhin umgehend von den Sicherheitskräften aus dem Olympiastadion verwiesen. Das gaben die Organisatoren am Freitag bekannt. Der Zuschauer war über eine lange, eisige Rutsche, die den Hintergrund einer Bühne bildete, in den Innenraum gelangt. „Er ist derzeit nicht in Polizeigewahrsam, aber die Polizei untersucht den Vorfall“, sagte ein Sprecher der Winterspiele der französischen Nachrichtenagentur AFP.

Freitag, 14.12 Uhr +++ Olympisches Feuer wird entzündet

Eiskunstläuferin Kim Yuna hat am Freitagabend um 22.09 Uhr Ortszeit (14.09 Uhr MEZ) das Olympische Feuer in Pyeongchang entzündet.

Freitag, 13.50 Uhr +++ Südkoreas Präsident eröffnet Winterspiele

Am Freitagabend um 21.42 Uhr Ortszeit haben in Pyeongchang die 23. Olympischen Winterspiele begonnen. Südkoreas Staatspräsident Moon Jae In erklärte die Wettkämpfe mit der traditionellen Begrüßungsformel auf Koreanisch für eröffnet.

Athleten aus Nord- und Südkorea waren zuvor gemeinsam ins Olympiastadion eingelaufen. An der Spitze der deutschen Mannschaft hatte Kombinations-Olympiasieger Eric Frenzel die Fahne getragen. Insgesamt 153 deutsche Sportler nehmen an den Spielen in Südkorea teil.

Freitag, 13.13 Uhr +++ Erstes nacktes Highlight

Mit freiem Oberkörper, Baströckchen und Sandalen hat Olympia-Exot Pita Taufatofua auch der eisigen Kälte in Südkorea getrotzt - und bei den Winterspielen von Pyeongchang für ein erstes Highlight gesorgt. Der Fahnenträger aus Tonga wiederholte bei der Eröffnungsfeier am Freitag seinen Auftritt von Rio 2016, der ihn weltberühmt gemacht hatte - wenngleich es in Brasiliens „Winter“ deutlich wärmer war.

„Ich friere nicht, ich bin aus Tonga, wir sind über den Pazifik gesegelt - dagegen ist das hier gar nichts“, sagte Taufatofua, der wie vor eineinhalb Jahren mit geölter Brust erschienen war. Sichtbar stolz trug der „Coconut-Fighter“ die rote Fahne seines Landes mit dem roten Kreuz auf weißem Grund in der Ecke. Unter dem Jubel des Publikums führte er sogar ein kleines Tänzchen in seinem „Manafau“ genannten Röckchen auf.

Freitag, 12.45 Uhr

Doppelgänger von US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un haben am Rande der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang kurz für Wirbel gesorgt. Die beiden Double waren am Freitag in das Olympiastadion in Südkorea gelangt und hatten die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf der Tribüne auf sich gezogen. Kurz nach ihrem Auftritt wurde das Duo von Volunteers gemeinsam aus dem Stadion geleitet.

Freitag, 12.03 Uhr

Die Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang hat begonnen. Um 20.01 Uhr Ortszeit startete am Freitag im Olympiastadion mit Glockenläuten ein gut zweistündiges Programm unter dem Motto „Frieden in Bewegung“. Als Höhepunkte der Veranstaltung standen die offizielle Eröffnung der ersten Winterspiele in Südkorea durch Staatspräsident Moon Jae In, die Entzündung der olympischen Flamme und der Einmarsch der Mannschaften auf dem Plan. Zum deutschen Fahnenträger wurde der Nordische Kombinierer Eric Frenzel gewählt.

Freitag, 11.36 Uhr:

Eine Affäre um vorenthaltene Smartphones erhitzt bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang die Gemüter. Im Gegensatz zu allen anderen Teilnehmern hatten die Sportler aus dem Iran und Nordkorea zunächst wegen internationaler Sanktionen von den Organisatoren keine Telefone erhalten. Die Entscheidung wurde zwar mittlerweile revidiert, die Iraner konnte das aber nicht besänftigen. „Unsere Athleten haben es abgelehnt, die Smartphones anzunehmen. Sie haben dem Internationalen Olympischen Komitee einen Protestbrief übergeben und warten auf eine offizielle schriftliche Antwort“, sagte Hassan Taherian, Botschafter des Iran in Südkorea, der Nachrichtenagentur IRNA.

Auf den Telefonen der südkoreanischen Marke Samsung sind Informationen zu Logistik und Wettbewerben gespeichert. Wegen des Vorfalls in Pyeongchang denkt Mohammad-Javad Azari Jahromi, im Iran Minister für Kommunikation und Technologie, laut IRNA über einen Einfuhrstopp von Samsung-Produkten nach.

Freitag, 11.30 Uhr:

Die Doping-Causa Russland hat wenige Stunden vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang noch einmal für Wirbel gesorgt. Der Internationale Sportgerichtshof CAS wies am Freitag die Klage von 45 russischen Sportlern und zwei Betreuern zurück. Schon am Vortag hatte die Ad-hoc-Kommission des CAS bei 13 russischen Athleten und Offiziellen ein ähnliches Gesuch abgelehnt und sich als nicht zuständig erklärt.

Die Sportler hatten auf diesem Weg versucht, doch noch an den Wettbewerben in Südkorea teilzunehmen. Nach der CAS-Entscheidung muss Russland somit auf zahlreiche Stars wie den sechsmaligen Shorttrack-Olympiasieger Viktor Ahn, Biathlon-Staffel-Olympiasieger Anton Schipulin sowie die Top-Ski-Langläufer Sergej Ustjugow und Ruslan Sacharow und Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Xenia Stolbowa verzichten. Damit bleibt es bei 168 Sportlern aus Russland, die für die XXIII. Winterspiele vom Internationalen Olympischen Komitee zugelassen worden sind.

Der Kreml bedauerte den Ausschluss der 45 Sportler. „Es versteht sich, dass wir unseren Athleten weiterhin helfen, ihre Rechte zu verteidigen“, sagte Dmitri Peskow, der Sprecher von Russlands Präsident Wladimir Putin, am Freitag in Moskau.

Donnerstag, 16.06 Uhr:

Kondom-Rekord bei Olympischen Winterspielen. Mehr als 100.000 Stück wurden im Vorfeld ausgelegt für die Sportler. Nun scheinen bereits alle vergriffen zu sein.

37,6 Stück pro Athlet soll es durchschnittlich geben. Rodler Andi Langenhan zu Bild: „Ich hab’ die Körbchen gesehen, aber die waren alle leer.“ Und das, obwohl die Spiele noch gar nicht begonnen haben. Allerdings sind schon viele Sportler im Olympischen Dorf und bereiten sich vor. Die Organisatoren müssen die Körbe also bald wieder befüllen.

Ein Sprecher des Kondom-Fabrikanten liefert die Erklärung: „Wir erwarten nicht, dass die Sportler sie alle benutzen.“ Viele Athleten würden die Gratis-Kondome als Souvenir mitnehmen. Bei den vergangenen Sommerspielen in Rio wurden insgesamt 450.000 Gummis an die 10.500 Athleten verteilt.

Donnerstag, 13.27 Uhr:

Die Kleidung der „Olympischen Athleten aus Russland“ (OAR) ist bei den Konkurrenten sehr beliebt. „Unsere Athleten wurden in den ersten Tagen hier schon häufig gefragt, ob sie die Kleidung tauschen möchten“, sagte Stanislaw Posdjnakow, der Chef de Mission des Teams. Er trug als offizielle Teamkleidung eine schlichte graue Kapuzenjacke des russischen Sport- und Freizeitkleidungs-Herstellers Zasport. Die OAR-Kollektion kommt nach den Spielen nicht mehr bei Wettkämpfen zum Einsatz, falls das IOC die Sanktionen gegen die Russen aufhebt. Die Kleidungsstücke sind also rar. Das Curling-Mixed-Team war am Morgen beim ersten OAR-Auftritt in weißen Polohemden und schwarzen Hosen aufs Eis gegangen.

Donnerstag, 12.34 Uhr:

Biathlet Michael Rösch hat auch einen Start bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking nicht ausgeschlossen. „Der Plan ist, bis 2022 weiterzumachen. Aber das kann ich nicht versprechen, ich muss Jahr für Jahr auf meinen Körper hören“, sagte der 34-Jährige am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Pyeongchang.

Der einzige noch aktive deutsche Biathlon-Olympiasieger feiert zwölf Jahre nach dem Gold-Coup mit der Staffel nun sein Olympia-Comeback für Belgien. Der 2012 im deutschen Team ausgemusterte Rösch hatte die belgische Staatsbürgerschaft angenommen und bildet nun mit dem ebenfalls gewechselten Franzosen Florent Claude das belgische Team.

Donnerstag, 11.44 Uhr:

In der Umgebung der Wettkampfstätten für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang ist die Anzahl der Norovirus-Fälle auf 128 angestiegen. Das teilte das Organisationskomitee POCOG am Donnerstag mit. Demnach seien 42 neue Fälle aufgetreten.

Der Großteil der Infektionen wurde aber aus dem Horeb Youth Center, also nicht in unmittelbarer Umgebung zu den Winterspielen vermeldet. Die beiden olympischen Dörfer für die Athleten in Pyeongchang und Gangneung seien nicht betroffen. In der Küstenstadt finden die Eiswettbewerbe statt.

Das Norovirus verursacht einen plötzlich auftretenden, heftigen Brechdurchfall. Die Viren können über verunreinigtes Essen oder Wasser übertragen werden.

Donnerstag, 11.28 Uhr:

Ein Übersetzungsfehler hat kurz vor Beginn der Olympischen Spiele in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) im norwegischen Team für einen Eier-Überschuss gesorgt. Nachdem sich die Köche der Skandinavier dem „Translator“ einer Internetsuchmaschine bedient hatten, erhielten sie versehentlich eine halbe LKW-Ladung - 15.000 statt der gewünschten 1500 Eier. Ziemlich viel für 109 Athleten. „Wir waren total überrascht, als sie die Eier brachten“, sagte Koch Stale Johansen der Zeitung Aftenposten: „Es hörte gar nicht mehr auf.“ Zu ihrem Glück konnten die Norweger die überschüssigen Eier letztlich zurückgeben. Dennoch planen die Köche für die Spiele Eier in allen Varianten, wie Johansen augenzwinkernd anmerkte: „Es wird Omelett geben, gekochte und gebratene Eier sowie Rührei mit Räucherlachs.“ Das Problem bei der Übersetzung könnte laut der englischen Zeitung Guardian auf die komplizierte Zählweise im Koreanischen zurückzuführen sein, die verschiedene Systeme für verschiedene Zwecke vorsieht. Schon eine kleine Änderung könne da aus der Zahl 1500 leicht die Zahl 15.000 machen.

Donnerstag, 11.01 Uhr:

Die Eröffnungsfeier gehört mit der Schlussfeier zu den großen feierlichen Zeremonien Olympischer Spiele. Die traditionellen Elemente sind in der Olympischen Charta festgelegt. Inhalte, Programm und Zeitplan der Feier müssen von den Organisatoren des Gastgeberlandes beim Internationalen Olympischen Komitee zur Genehmigung vorgelegt werden.

Die Eröffnungsfeier beginnt mit dem Abspielen der Nationalhymne der Gastgeber. Zu den wichtigsten Punkten der Zeremonie zählt der feierliche Einzug der Teams der teilnehmenden Nationen. Ebenso das Freilassen von Tauben als Symbol des Friedens. Los geht’s am Freitag um 13 Uhr.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: