Auf der Inselkette Florida Keys wurde ein Viertel der Häuser zerstört. Foto: GETTY IMAGES NORTH AMERICA

Die Atlantik-Stürme „Irma“, „José“ und „Katia“ wüten in der Karibik und vor der Küste Floridas. Schwere Verwüstungen und Todesopfer sind die Folge. In unserem News-Blog berichten wir über die aktuellen Entwicklungen.

San Juan/Paris/Berlin/Den Haag - Der stärkste jemals über dem Atlantik verzeichnete Hurrikan „Irma“ ist am Mittwoch mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 Stundenkilometern in der Karibik auf Land getroffen. Dabei wurden mehrere Antillen-Inseln schwer verwüstet.

Am Samstag traf der Sturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 256 Stundenkilometern im Zentrum von Kuba auf Land und richtete dort Schäden an. In Florida ist „Irma“ am Sonntagmorgen (Ortszeit) auf Land getroffen. Meteorologen beobachteten auch die Atlantik-Stürme, „José“ und „Katia“.

In unserem News-Blog halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

* Mehr als 40 Menschen kamen bisher ums Leben

* Mehr als 7,2 Millionen US-Amerikaner ohne Strom

* „Irma“ trifft auf die US-Autoindustrie

13. September, 16.07 Uhr: Defekte Klimaanlage: Fünf Tote in Pflegeheim

In einem Pflegeheim in Hollywood nördlich von Miami sind nach Medienberichten wegen einer defekten Klimaanlage fünf Insassen gestorben, weil es nach Hurrikan „Irma“ keinen Strom gab. Der „Miami Herald“ und andere lokale Medien beriefen sich am Mittwoch auf Behörden vor Ort. Diese waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Dem Sender CBS zufolge hatte der Stromausfall zu einem defekten Generator geführt, die Menschen seien an einer Gasvergiftung gestorben.

Nach einem Bericht des Senders ABC wurde die Feuerwehr am Morgen zum „Hollywood-Hills“-Heim gerufen. Einer Sprecherin der Polizei sowie der lokalen Bürgermeisterin zufolge starben zwei Menschen in dem Heim und drei in einem nahen Krankenhaus, in das sie gebracht worden waren.

Das Pflegeheim wurde am Mittwoch teilweise evakuiert. 120 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Der Sender ABC zitierte einen Sprecher des Klimaanlagen-Herstelles Airstron, man habe sich tagelang vergeblich bemüht, eine defekte Sicherung der fraglichen Anlage zu reparieren.

13. September, 8.31 Uhr:

US-Präsident Donald Trump wird am Donnerstag nach Florida reisen, um sich von den Ausmaßen des Hurrikans einen Überblick zu verschaffen.

13. September, 8.28 Uhr:

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat die heftig von Hurrikan „Irma“ heimgesuchte Karibikinsel St. Martin besucht. Die Einwohner würden bis zum Ende der Woche einen großen Wandel sehen, weil es dann viele Wiedereröffnungen von Geschäften geben werde, versprach er am Dienstag. „Ich will eine sehr schnelle Wiederherstellung. Wir versuchen, die Situation mit Blick auf Gesundheit, Bildung, Zugang zu Wasser, Strom und Telekommunikation in Ordnung zu bringen.“

Der Präsident sagte, in St. Martin seien elf Menschen und zusätzlich vier weitere im niederländischen Teil der Insel gestorben. Die Todeszahl in der Karibik liegt damit bei mindestens 37. In Macrons Flugzeug wurden Wasser, Lebensmittel sowie Medikamente und Notfallausrüstung transportiert. Auch Ärzte waren an Bord. Danach sollte Macron auf die Insel St. Barts weiterfliegen.

13. September, 7.59 Uhr:

Die Koordinationsstelle der US-Katastrophenhilfe hat geschätzt, dass auf der von Hurrikan „Irma“ getroffenen Inselkette Florida Keys ein Viertel der Häuser zerstört wurde. 65 Prozent der Gebäude hätten zudem schwere Schäden erlitten. „Im Prinzip wurde jedes Haus auf den Keys getroffen“, sagte Brock Long von FEMA. Im gesamten Bundesstaat Florida seien mindestens zwölf Menschen durch „Irma“ gestorben. Am Dienstag (Ortszeit) waren noch rund 9,5 Millionen Menschen in Florida ohne Strom. In etwa 1,7 Millionen Häusern und Geschäften sei die Elektrizität nach Angaben des Betreibers wiederhergestellt worden.

Die meisten Flughäfen in Florida nahmen am Dienstag ihren Betrieb auf, allerdings nur beschränkt. Hunderte Flüge waren verspätet oder wurden gestrichen. Die Fluggesellschaft American Airlines hatte nach eigenen Angaben während der Tage, an welchen „Irma“ in Florida wütete, mehr als 5000 Flüge ausfallen lassen müssen. Der stark getroffene Flughafen in Key West blieb weiterhin geschlossen, er sollte nach Angaben der US-Bundesluftfahrbehörde am Freitag eröffnet werden.

12. September, 5.47 Uhr:

Sturm „Irma“ wird schwächer und bahnt sich seinen Weg weiter über die USA. In Florida beginnen die ersten Bestandsaufnahmen. Nach Angaben des US-Hurrikan-Zentrums ist „Irma“ zu einem tropischen Tief abgeschwächt. Der Sturm befand sich am Montagabend (Ortszeit) rund zehn Kilometer westlich von Columbus im US-Staat Georgia und brachte immer noch schwere Regenfälle mit sich. Der Sturm erreichte laut Hurrikan-Zentrum noch Windgeschwindigkeiten von bis zu 55 Kilometern pro Stunde.

Mehr als 40 Menschen kamen bisher ums Leben. Ein 57-Jähriger sei ums Leben gekommen als er Äste und Schutt vor seinem Haus in Calhoun Falls beseitigen wollte, sagte der Gerichtsmediziner des Bezirks Abbeville, Ronnie Ashley. Der Mann sei dabei von einem herabfallenden Ast erschlagen worden. In Florida erlitt ein Mann nach Behördenangaben einen tödlichen Stromschlag durch eine herabhängende Stromleitung.

11. September, 23.51 Uhr:

Der schwere Tropensturm „Irma“ hat im US-Bundesstaat Georgia zwei Menschen das Leben gekostet. Das bestätigte eine Sprecherin der Katastrohenschutzbehörde Georgias am Montag auf Anfrage. Nähere Angaben konnte sie zunächst nicht machen. Wie der Sender WSB berichtete, starb ein 55-Jähriger in der Stadt Sandy Springs, nachdem ein Baum auf sein Haus gestürzt war. Ein weiterer Mann kam ums Leben, weil er von seinem Dach geweht wurde.

19.56 Uhr:

Deutschland hat Regierungskreisen zufolge nach dem Wirbelsturm „Irma“ Rettungsmissionen auf den Weg gebracht. Nach einem Beschluss des Krisenstabes vom Sonntag werde das Auswärtige Amt ein Krisenunterstützungsteam mit einem Airbus A340 der Flugbereitschaft der Bundeswehr in die USA entsenden, hieß es am Montag aus Regierungskreisen.

Die Maschine solle ein Team, das aus Experten des Auswärtigen Amts, des Technischen Hilfswerks und der Bundeswehr bestehe, sowie Material in die USA bringen. Ziel sei es, betroffenen Deutschen in der Region zu helfen. Einem Bericht des „Spiegel“ zufolge kommt zudem ein Airbus A310 der Luftwaffe zum Einsatz, der sich ohnehin in den USA befinde.

Nach Informationen aus Regierungskreisen ist auch ein Militärjet vom Typ A400M an einem Rettungseinsatz in der Karibik beteiligt, der unter dem Europäischen Lufttransportkommando EATC steht. Die Maschine der Luftwaffe ist nach „Spiegel“-Informationen mit Hilfsgütern nach Curacao aufgebrochen. Der A400M soll anschließend nach St. Martin weiterfliegen. Die Karibikinsel wurde von dem Wirbelsturm massiv zerstört.

11.September, 19.29 Uhr:

Viele Bewohner wollen die schwer vom Hurrikan „Irma“ beschädigten französischen Karibikinseln Saint-Martin und Saint-Barthélémy verlassen. Alte Menschen oder Familien mit kleinen Kindern haben dabei Vorrang, wie der französische Premier Edouard Philippe am Montag in Paris sagte. Ziele seien die Karibikinsel Guadeloupe oder das Mutterland Frankreich. Es könnten pro Tag 2000 bis 2500 Menschen in Sicherheit gebracht werden, falls die Verkehrsverbindungen wiederhergestellt seien.

11. September, 19.04 Uhr:

Fast 7,2 Millionen Haushalte und Geschäfte stehen wegen Tropensturm „Irma“ ohne Strom da. Allein in Florida seien es mehr als 6,5 Millionen, teilte die Katastrophenschutzbehörde des Staates am Montagnachmittag (Ortszeit) mit. Auch Energieversorger in Georgia und South Carolina meldeten großflächige Ausfälle. Die genauen Schäden an den Stromleitungen waren noch nicht abzuschätzen. Allein Florida Power & Light hatte 19 500 Mitarbeiter im Einsatz, um das Stromnetz wieder in Gang zu bringen, wie Vorstandschef Eric Silagy sagte. In einigen Gebieten könne es Wochen dauern, bis es wieder Elektrizität gebe.

11. September, 19.01 Uhr:

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron besucht am Dienstag (Ortszeit) die vom Hurrikan „Irma“ massiv beschädigten Karibikinseln Saint-Martin und Saint-Barthélémy. Der Staatschef will Experten und Hilfsgüter mitnehmen. Macron wird - aus Frankreich kommend - erst auf der französischen Karibikinsel Guadeloupe landen, die als Umschlagplatz für die Krisenhilfe dient.

11. September, 16.49 Uhr:

Hurrikan „Irma“ trifft auch die im Süden der USA angesiedelte Autoindustrie. Die beiden südkoreanischen Hersteller Kia und Hyundai schließen ihre Werke in der Region vorübergehend. In den Fabriken der deutschen Hersteller läuft die Produktion dagegen überwiegend weiter - hier dürfte der Sturm nicht mehr mit voller Stärke zuschlagen. Über Festland verlieren Hurrikane Energie.

Im Süden der USA haben sich zahlreiche, vor allem ausländische Autobauer angesiedelt. Dagegen liegt das Stammgebiet der drei US-Hersteller General Motors, Ford und Fiat Chrysler im Norden rund um Detroit.

Sprecher von Volkswagen und BMW erklärten auf Nachfrage, ihre Werke seien nicht vom Sturm betroffen. Volkswagen produziert in Tennessee, BMW in South Carolina.

Ein Daimler-Sprecher erklärte, in den betroffenen Gebieten seien alle Büros, Logistikcenter sowie die Van-Fertigung in der Küstenstadt Charleston im Bundesstaat South Carolina vorübergehend geschlossen worden. Die Produktion im Pkw-Werk in Alabama laufe normal weiter.

11. September, 15.23 Uhr:

Beim Durchzug des Hurrikans „Irma“ in Kuba sind nach offiziellen Angaben mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. „Irma“ hatte am Samstag in dem Inselstaat getobt, über Opfer war bislang nichts bekannt gewesen. Die Gesamtzahl der Todesopfer durch „Irma“ in der Karibik und den USA stieg damit auf mindestens 40.

11. September, 15.11 Uhr:

Sehen Sie in unserem Video: Alle wichtigen Informationen rund um Hurrikan „Irma“:

11. September, 14.33 Uhr:

Hurrikan „Irma“ ist zu einem Tropensturm herabgestuft worden. Wie das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) in Miami am Montag mitteilte, tobte der Sturm aber weiterhin mit Wirbelsturm-ähnlichen Böen über den US-Bundesstaat. Die Windgeschwindigkeiten betrugen demnach bis zu 110 Stundenkilometer. Zuvor war „Irma“ mit Windgeschwindigkeiten von 137 Stundenkilometern als Hurrikan der Kategorie 1 eingestuft gewesen. Um 08.00 Uhr Ortszeit (14.00 Uhr MESZ) befand sich das Auge des Sturms laut NHC 170 Kilometer nördlich der im Westen von Florida gelegenen Großstadt Tampa.

Für die Stadt Jacksonville im Nordosten von Florida, nahe der Grenze zum Bundesstaat Georgia, galt eine Sturmflutwarnung. Fernsehbilder zeigten umgestürzte Bäume und Schäden an Häusern. Die Schäden in Florida fielen aber offenbar geringer aus als zunächst befürchtet. „Irma“ hatte vergangene Woche als Hurrikan der Stärke 5 eine Schneise der Verwüstung in der Karibik gezogen und dort mindestens 27 Menschen in den Tod gerissen. In Florida traf der Sturm am Sonntag als Hurrikan der Stärke 4 auf Land. Mindestens drei Menschen kamen dort bei Unfällen im Zusammenhang mit „Irma“ ums Leben.

11. September, 14.17 Uhr:

Hurrikan „Irma“ hat in der Stadt Tampa weniger Schaden angerichtet als befürchtet. „Statt des erwarteten Schlags in Gesicht war es ein Streifhieb“, sagte Bürgermeister Bob Buckhorn am Montag dem Sender MSNBC. Es gebe aber sehr wohl einige Zerstörung, viele Strommasten seien etwa umgeknickt. Er rechne damit, dass einige Teile Tampas noch mehrere Tage lang keinen Strom haben werden, sagte Buckhorn.

Einige Kriminelle nutzten den Sturm offenbar, um zu plündern. In Miami wurden vier Personen festgenommen, die nach Angaben der Polizei in mehreren Läden eingebrochen sein sollen. Die Behörden hatten für Miami unter anderem aus Sorge vor Plünderern eine nächtliche Ausgangssperre verhängt.

„Irma“ schwächte sich am Montag über Florida zu einem Tropensturm ab und zog Richtung Georgia weiter. Am Dienstag dürfte dieser zu einem Tiefdruckgebiet werden.

11. September, 13.58 Uhr:

Diese Grafik zeigt den aktuellen Verlauf des Hurrikans:

11. September, 13.44 Uhr:

Die Skala zeigt, wie die einzelnen Stufen eines Hurrikans eingeteilt wurden:

11. September, 12.20 Uhr:

Der Reiseveranstalter TUI Deutschland will seine rund 600 Urlauber, die sich derzeit in der Region des Hurrikans Irma aufhalten, so schnell wie möglich nach Hause fliegen. Dies teilte das Unternehmen am Mittag mit. Durch die Schäden an Hotels und Infrastruktur könnten die gebuchten Leistungen nicht erbracht werden. Reisen nach Varadero mit Anreisedatum bis einschließlich 18. September werden zudem abgesagt. Betroffene Gäste würden aktiv kontaktiert und ihren Reisepreis zurückerstattet bekommen. Aus der Provinz Holguin liege dem Unternehmen bislang keine Schadensmeldungen vor.

Unübersichtlich sei die Situation in Havanna. Hier liegen dem Unternehmen nach eigenen Angaben noch keine gesicherten Erkenntnisse über mögliche Schäden vor. Nach jetzigem Kenntnisstand soll der Flughafen im Laufe des heutigen Tages wieder geöffnet werden.

In Florida vom Hurrikan betroffene TUI-Gäste wurden in Hotels in Orlando und Charlotte untergebracht und verpflegt. TUI rät allen deutschen Urlaubern, die in den nächsten Tagen nach Florida reisen wollen, dringend, ihre Reiseabsichten zu überdenken und bietet kostenfreie Umbuchungen und Stornierungen für alle Anreisen bis 14. September.

Für Rückfragen hat TUI eine Kunden-Hotline mit der Nummer 0511/567 8000 geschaltet.

11. September, 11.15 Uhr:

Die versicherten Schäden in den USA könnten zwischen 20 und 40 Milliarden Dollar liegen, erklärte der Fachdienst Air Worldwide am Montag in einer aktualisierten Schätzung. Auch die Ratingagentur Moody’s und der weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück gehen von erheblichen Schäden für die Branche aus.

Ein US-Sender hat die Kosten in US-Dollar aufgrechnet und auf Twitter veröffentlicht:

11. September, 8.37 Uhr:

Der Hurrikan „Irma“ hat sich während seines Wegs über das Festland von Florida abgeschwächt. Das nationale Hurrikanzentrum stufte den Sturm auf die niedrigste Hurrikan-Kategorie eins zurück. Die Winde hätten sich auf bis zu 135 Stundenkilometer abgeschwächt. Zuvor waren Windgeschwindigkeiten von bis zu 229 Stundenkilometern gemessen worden. Im Laufe des Montags sollte „Irma“ vom Hurrikan zum Tropensturm werden, während der Sturm über Nord-Florida ist.

11. September, 7.56 Uhr:

Das Chaos, das durch Hurrikan „Irma“ in Florida entstanden ist, haben Diebe genutzt, um Geschäfte zu plündern und in Wohnungen einzubrechen. In der Stadt Weston wurde nach Angaben verschiedener lokaler Medien ein 17 Jahre alter Dieb von einem Sicherheitsbeamten angeschossen. Der 17-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht, während sein Komplize direkt verhaftet wurde. 6,3 Millionen Menschen waren aufgefordert, sich vor „Irma“ in Sicherheit zu bringen. Viele Wohnungen sind daher derzeit unbewohnt, auch viele Ladeninhaber haben die Städte im südlichen Florida verlassen. Außerdem ist in vielen Teilen des Landes durch „Irma“ der Strom ausgefallen.

11. September, 7.41 Uhr:

Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums befand sich das Sturmzentrum von „Irma“ in der Nacht zu Montag rund 35 Kilometer östlich von Tampa in der Nähe der Stadt Lakeland. „Irma“ hatte sich im Laufe des Sonntags auf einen Hurrikan der Kategorie zwei abgeschwächt und erreichte Windstärken von bis zu 155 Kilometern pro Stunde. Der Sturm sei jedoch weiterhin lebensgefährlich und bringe heftige Fluten und schwere Regenfälle mit sich, warnte das Hurrikanzentrum. „Irma“ sollte sich weiter abschwächen und von Florida in Richtung Georgia ziehen.

11. September, 7.03 Uhr:

Der internationale Flughafen in Miami bleibt wegen Hurrikan „Irma“ am Montag geschlossen. Am Dienstag sollen nur vereinzelt Flüge abgefertigt werden. Der Fort-Lauderdale-Hollywood-Flughafen teilte auf seiner Internetseite mit, dass es zunächst keine Pläne für eine Wiedereröffnung gebe. Dort waren die letzten Flugzeuge am Freitag gestartet.

Die Stromausfälle in Florida sind zudem deutlich weitreichender und schlimmer als befürchtet. Berichten zufolge wird fast jeder vierte Einwohner Floridas nicht mit Strom versorgt.

11. September, 6.46 Uhr:

Der Hurrikan „Irma“ ist bei seinem Zug über die Westküste des US-Bundesstaats Florida am Sonntag auf Kategorie zwei von fünf herabgestuft worden. Der Hurrikan blieb aber extrem gefährlich, wie das Nationale Wetterzentrum mitteilte.

10. September, 23.40 Uhr:

US-Präsident Donald Trump hat wegen Hurrikan „Irma“ den Katastrophenfall für Florida ausgerufen. Mit der Ankündigung vom Sonntagabend ist der Weg frei für Notfallhilfen des Bundes für den Staat. Damit sollen unter anderem Reparaturen bezahlt werden sowie Unterkünfte für Menschen, die ihre Häuser verlassen mussten. Trump äußerte sich vorsichtig zuversichtlich zu den Schäden. Die USA hätten „ein bisschen Glück“ gehabt, dass der Sturm von seinem ursprünglichen Kurs abgewichen sei. „Irma“ traf im Westen Floridas erneut auf Land. Gegen 23 Uhr MESZ war das Auge des Hurrikans demnach mit Spitzengeschwindigkeiten von 177 Stundenkilometern acht Kilometer nördlich von Naples.

10. September, 21.19 Uhr:

Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron wird der vom Hurrikan „Irma“ verwüsteten Karibikinsel St. Martin am Dienstag einen Besuch abstatten. Ein Teil der Insel Saint-Martin ist wie das ebenfalls von dem heftigen Sturm betroffene Saint-Barthélemy ein französisches Überseegebiet. Die französische Regierung ist wegen ihres Umgangs mit der Katastrophe in der Region in die Kritik geraten. Sie hat ihr Vorgehen verteidigt und in den vergangenen Tagen mehr als 1000 Soldaten, Polizisten und Einsatzkräfte nach St. Martin und in das nahegelegene St. Barths geschickt.

10. September, 19.31 Uhr:

Im Zusammenhang mit dem Hurrikan „Irma“ sind in Florida mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Es handele sich um zwei Männer und eine Frau, die am Samstag und Sonntag bei durch Sturmböen und starke Regenfälle verursachten Verkehrsunfällen ums Leben gekommen seien, teilten die Behörden am Sonntag mit.

Irma erreichte am Sonntag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 215 Stundenkilometern die Südspitze Floridas. Es wurde mit einer Sturmflut von bis zu vier Meter hohen Wellen gerechnet. Der Wirbelsturm zog zunächst über die Inselgruppe der Florida Keys, sein Auge bewegte sich mit einer Geschwindigkeit von 13 Stundenkilometern an der Westküste des „Sunshine State“ entlang.

Via Twitter gibt der Katastrophenschutz Tipps im Umgang mit Kindern während des Hurrikans:

10. September, 18.23 Uhr:

Zum zweiten Mal in nur gut zwei Wochen sind die USA von einem Hurrikan der zweithöchsten Kategorie 4 getroffen worden. Ein solches Aufeinandertreffen zweier so starker Stürme binnen eines Jahres habe es nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen vor 166 Jahren gegeben, berichteten Meteorologen des US-Hurrikanzentrums und auch des „Weather Channel“ am Sonntag.

Am 25. August erreichte „Harvey“ die texanische Küste mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 Kilometern pro Stunde. „Irma“, die am Sonntag mit der Inselkette Florida Keys an der Südspitze Floridas eintraf, hatte ähnliche Windstärken.

„Irma“ war zuvor der stärkste jemals über dem Atlantik gemessene Hurrikan gewesen. Der Tropensturm hat eine extrem große Ausdehnung.

10. September, 17.43 Uhr:

Hurrikan „Irma“ hat in Miami einen Baukran zum Einsturz gebracht. Der Wetterdienst in der Metropole berichtete am Sonntag, einer seiner Mitarbeiter habe gefilmt, wie der Arm des Krans abgeknickt sei. Ob dadurch jemand zu Schaden kam, war zunächst unklar.

Auf Baustellen auf „Irmas“ Weg durch Florida wurden Baumateralien, Werkzeuge und schweres Gerät entfernt oder festgezurrt, damit sie nicht vom Wind davongetragen wurden. Die Arme der vielen Baukräne in Miami und anderswo konnten aber nicht mehr rechtzeitig abgebaut werden.

10. September, 17.39 Uhr:

Infolge des Hurrikans „Irma“ sind am Sonntagvormittag (Ortszeit) 1,3 Millionen Menschen ohne Strom gewesen. Von ihnen konnten nach Angaben des Betreibers Florida Power & Light 200 000 Menschen wieder mit Energie versorgt werden.

Der Betreiber Keys Energy Services, zuständig für die Ortschaft Key West und Teile der Inselkette Florida Keys, berichtete, dass alle seiner 29 000 Kunden ohne Strom seien. Da „Irma“ im Lauf des Sonntags und bis Montag weiter den Sonnenstaat hinaufziehen wird, ist mit weiteren großflächigen Ausfällen zu rechnen.

Manche versuchen trotzdem mit Humor:

10. September, 17 Uhr:

Mit der Ankunft von Hurrikan „Irma“ in Florida haben in dem US-Staat bereits 127 000 Menschen Schutz in Notunterkünften gesucht. Sie seien in mehr als 500 verschiedenen Gebäuden untergebracht worden, teilte die Katastrophenschutzbehörde am Sonntag mit.

„Irma“ war am Sonntagmorgen auf den Florida Keys auf Land getroffen. Mehr als 1,3 Millionen Haushalte waren zunächst ohne Strom. Die Energieversorger rechneten damit, dass auf dem Weg des Sturms Richtung Norden noch Millionen weitere dazukommen könnten.

10. September, 16.46 Uhr:

Wegen des Hurrikans „Irma“ ist für die US-Metropole Atlanta zum ersten Mal in ihrer Geschichte eine Tropensturmwarnung herausgegeben worden. Es werden maximale Windgeschwindigkeiten von 48 bis 64 Kilometern pro Stunde sowie Böen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 88 Kilometern pro Stunde erwartet.

Wie der nationale Wetterdienst in Peachtree City im US-Staat Georgia am Sonntag mitteilte, ist es das allererste Mal überhaupt, dass eine solche Warnung für das Gebiet Atlanta herausgegeben wurde. Der Sturm könne Bauten wie Veranden, Carports und Schuppen beschädigen. Straßen könnten wegen Schutt unbefahrbar werden. Auch zu Stromausfällen könnte es kommen, erklärte der Wetterdienst.

10. September, 15.57 Uhr:

Die Behörden in Florida haben ihre Bürger in den vergangenen Tagen mit dramatischen Warnungen auf die Gefahren durch Hurrikan „Irma“ aufmerksam gemacht. Doch eine spezielle Warnung verbreitete sich am Wochenende übers Internet wie ein Lauffeuer. „Schießen Sie nicht mit Waffen auf #Irma. Sie werden ihn damit nicht zum Umkehren bringen und es wird gefährliche Nebenwirkungen haben“, twitterte das Büro des Sheriffs von Pasco County in der Gegend von Tampa Bay am Samstagabend (Ortszeit).

Die Warnung war eine Reaktion auf eine Facebook-Veranstaltung, in der zwei Männer wohl im Scherz dazu aufgerufen hatten, auf „Irma“ zu schießen. 80 000 Menschen meldeten sich für die Veranstaltung an oder klickten an, sie seien interessiert.

10. September, 15.23 Uhr:

Wer sich trotz Evakuierungshinweisen entschieden hat, im Hurrikan „Irma“ zuhause auszuharren, ist dort womöglich längere Zeit zunächst auf sich selbst gestellt. Darauf hat der Chef des US-Katastrophenschutzes hingewiesen, Brock Long. Die Teams der Ersthelfer könnten erst nach ihrer Eigensicherung eingreifen und in Gebiete vorrücken, deren Einwohner zuvor ausdrücklich zur Abreise aufgefordert worden seien. Es ist nicht klar, wie viele Menschen in Florida der Aufforderung zur Evakuierung nicht gefolgt sind. Insgesamt wurden rund 6,3 Millionen Menschen aufgefordert, sich vor „Irma“ in Sicherheit zu bringen.

10. September, 14.57 Uhr:

Während des Hurrikans „Irma“ sind in Florida einem Medienbericht zufolge mehrere Menschen ums Leben gekommen. Wie der Sender ABC in Florida meldete, starben am Sonntagmorgen (Ortszeit) drei Menschen bei vom Wetter mitverursachten Verkehrsunfällen.

Auf den Florida Keys im Bezirk Monroe County starb ein Mann. Er hatte im Sturm die Kontrolle über seinen Lastwagen verloren, zitierte der Sender das Büro des örtlichen Sheriffs. Der Fahrer hatte demnach einen Generator transportiert. Auch die beiden anderen Toten seien bei Autounfällen ums Leben gekommen, so der Sender.

10. September, 13.20 Uhr:

Das Zentrum des Hurrikans „Irma“ hat die Südspitze Floridas erreicht. Nach Angaben von US-Meteorologen zog der Hurrikan der zweithöchsten Kategorie vier am frühen Sonntagmorgen über die Inselkette der Florida Keys hinweg. Der Sturm ist besonders groß und extrem gefährlich. Er droht katastrophale Schäden anzurichten.

Der Kurs von „Irma“ hat sich weiter leicht westwärts verändert und sollte in seinem Kern etwas vor der Küste entlang ziehen. Meteorologen machten deutlich, dass das für die Küstenbewohner eine schlechte Nachricht sei, schaufele der Sturm so doch mehr Wasser auf die Küste. Von Fort Myers bis hoch nach Tampa bereiteten sich die verbliebenen Menschen auf das Schlimmste und bis zu 4,5 Meter hohe Sturmfluten vor.

Weil „Irma“ so groß ist, werden auch auf der Ostseite Floridas schwere Schäden und Überflutungen erwartet. Für Miami und andere Gebiete auf dieser Seite gilt keinerlei Entwarnung, nur weil „Irmas“ Zug auf der Halbinsel weiter westlich liegt als zunächst angenommen. Fernsehbilder aus Miami zeigten Reporter, die sich im Wind kaum auf den Beinen halten konnten.

10. September, 13.09 Uhr:

Der Hurrikan „Irma“ hat den Süden des US-Bundesstaates Florida erreicht.

10. September, 11.36 Uhr:

Erleichterung auf Saint-Barthélémy und Saint-Martin: Das Zentrum von Hurrikan „José“ hat die Karibikinseln verschont und zog in der Nacht auf Sonntag im Norden an den Inseln vorbei.

Frankreichs Wetterdienst Météo France hatte für die französischen Überseegebiete die höchste Sturm-Warnstufe ausgerufen. Doch kurz vor Mitternacht (Ortszeit) kam die Entwarnung: Das Zentrum des Hurrikans der zweithöchsten Kategorie vier sei 125 Kilometer nördlich von Saint-Martin. Die Auswirkungen auf die Überseegebiete seien damit weniger gravierend, teilte Météo France mit. Es wurden Windstärken von bis zu 60 Kilometer pro Stunde gemessen. Die Wellen waren mit drei Meter Höhe ebenfalls weniger hoch als zunächst befürchtet.

Die Lokalbehörden hatten an Samstag eine nächtliche Ausgangssperre angeordnet. Die bei Touristen beliebten Inseln waren vor wenigen Tagen von Hurrikan „Irma“ schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. In den französischen Überseegebieten starben mindestens neun Menschen. Saint-Martin ist der nördliche Teil einer Insel, der südliche gehört zu den Niederlanden.

10. September, 11.30 Uhr:

Der Hurrikan „Irma“ wird nach der jüngsten Mitteilung des US-Hurrikanzentrums zwischen 7.00 und 8.00 Uhr Ortszeit (14 Uhr MESZ) auf die Florida Keys treffen. Der besonders große und extrem gefährliche Sturm droht katastrophale Schäden anzurichten.

Nachdem „Irma“ das Festland erreicht hat, wird ein Kurs die Westküste Floridas hinauf erwartet. Von Fort Myers bis hoch nach Tampa bereiteten sich die verbliebenen Menschen auf das Schlimmste und bis zu 4,5 Meter hohe Sturmfluten vor.

Der Sturm erreicht Florida in der zweithöchsten Kategorie 4. Nach Mitteilung des Hurrikanzentrums von 5.00 Uhr Ortszeit hat er eine ständige Windgeschwindigkeit von 215 Kilometern pro Stunde.

10. September, 8.13 Uhr:

In seinem Kurs auf die Inselgruppe der Florida Keys hat der Hurrikan „Irma“ wieder an Kraft gewonnen. Das US-Hurrikan-Zentrum in Miami stufte den Tropensturm am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) in die zweithöchste Kategorie 4 ein. „Irma“ erreichte demnach Windstärken von bis zu 210 Kilometern pro Stunde. Er soll am Sonntagmorgen auf die Inselgruppe an der Südspitze Floridas treffen, erste orkanartige Böen gab es bereits. Die Halbinsel könnte er dann im Laufe des Tages erreichen. Der Sturm gilt als extrem gefährlich. Mehr als 6,5 Millionen Menschen wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und sich vor dem Sturm in Sicherheit zu bringen. Florida liegt in einer Zeitzone sechs Stunden hinter Deutschland.

10. September 8.07 Uhr:

Auf seinem Zug über Kuba hinweg hat Hurrikan „Irma“ Hunderte Kilometer Küstenlinie unter Wasser gesetzt und zahlreiche Häuser abgedeckt. Die Behörden in der Stadt Santa Clara meldeten 39 eingestürzte Gebäude. Berichte über mögliche Opfer lagen in der Nacht zum Sonntag (Ortszeit) zunächst nicht vor. Die Behörden befürchteten aber immense Schäden im Norden des Landes, insbesondere auf den vorgelagerten Inseln, sowie auf landwirtschaftlichen Flächen im Inneren Kubas.

Die Bewohner der Hauptstadt Havanna wurden davor gewarnt, sich auf die Straße zu begeben, da Überschwemmungen bis Montag andauern könnten. Der Zivilschutz erklärte, das Hochwasser sei vom Ufer 600 Meter weit in die Stadt vorgedrungen. In vielen Teilen des Landes waren Einsatzkräfte mit der Wiederherstellung der Stromversorgung und dem Räumen von Straßen beschäftigt. Vor der Ankunft „Irmas“ waren Küstenorte zwangsevakuiert worden, Soldaten brachten die Menschen in Regierungsgebäude und Schulen.

Videoaufnahmen aus dem Norden und Osten Kubas zeigten umgestürzte Strommasten und Verkehrsschilder, umgeknickte Bäume und beschädigte Dächer. In der Küstenstadt Caibarién standen drei Häuserblocks unter Wasser. Von den vorgelagerten Inseln mit ihren zahlreichen Hotelanlagen waren mehr als 5000 Touristen in Sicherheit gebracht worden.

10. September, 5.49 Uhr:

Die ersten Ausläufer des Hurrikans „Irma“ haben im US-Bundesstaat Florida zu Stromausfällen in mehr als 190.000 Haushalten geführt. Das ging aus einer Übersicht des Energieunternehmens FPL am späten Samstagabend (Ortszeit) hervor. Experten schätzten, dass mehr als eine Million Menschen ohne Strom sein könnten, wenn der Hurrikan Florida durchquert hat. „Irma“ sollte den Bundesstaat im Laufe des Sonntags erreichen.

Die Ereignisse des 9. Septembers

9. September, 21.38 Uhr:

Der Hurrikan „Irma“ im Atlantik hat auch das Auswärtige Amt in Alarmbereitschaft versetzt. Es wurden zwei Notfallnummern geschaltet: Anrufer aus Deutschland können die Nummer 030 5000 3000 wählen, für Anrufer aus USA ist die Botschaft Washington unter 001 202 298 4000 zu erreichen, wie das Außenministerium am Samstagabend in Berlin mitteilte. Beide Nummern seien rund um die Uhr geschaltet.

In der deutschen Botschaft in Washington D.C. wurde demnach ein Krisenstab eingerichtet, in Atlanta (US-Bundesstaat Georgia) gebe es einen regionalen Krisenstab. Am Sonntagnachmittag wollte in Berlin der Krisenstab des Auswärtigen Amtes tagen.

9. September, 20.22 Uhr:

Der Hurrikan „Irma“ hat nach Einschätzung der niederländischen Regierung in Sint Maarten 70 Prozent aller Häuser zerstört oder schwer beschädigt. Viele der 40 000 Bewohner des niederländischen Teils der Karibikinsel Saint Martin müssten deshalb in Notunterkünften ausharren, während mit „José“ bereits der nächste Hurrikan auf sie zusteuere, sagte der niederländische Innenminister Ronald Plasterk am Samstag.

Ministerpräsident Mark Rutte sagte, die Lage auf Sint Marteen sei trostlos. Vielerorts sei es zu Plünderungen gekommen. 230 Polizisten und Soldaten versuchten, für Ordnung zu sorgen, 200 weitere sollen in den nächsten Tagen dazukommen.

9. September, 19.56 Uhr:

Nach Angaben der staatlichen Medien zog Wirbelsturm „Irma“ am Samstag mit Windböen in Geschwindigkeiten von bis zu 256 Stundenkilometern über das Zentrum Kubas. Weite Landstriche wurden laut Medienberichten schwer getroffen, allerdings gab es zunächst keine Informationen über Opfer. Rund eine Million Kubaner waren vor dem Hurrikan in Sicherheit gebracht worden, darunter 10.000 ausländische Touristen.

Die Kommunikation mit zahlreichen Orten war unterbrochen. Meteorologen beobachteten derweil zwei weitere Atlantik-Stürme, „José“ und „Katia“. „Katia“ traf in der Nacht zum Samstag als Hurrikan der Kategorie eins auf die Ostküste Mexikos und wurde anschließend zum Tropensturm herabgestuft.

Nach Angaben des Zivilschutzes kamen zwei Menschen bei einem Erdrutsch in Xalapa, der Hauptstadt des Bundesstaates Veracruz, ums Leben. Sorge bereitete vor allem „José“, der als Hurrikan der Kategorie vier auf die bereits von „Irma“ schwer getroffenen Karibikinseln vorrückte.

Der französische Wetterdienst rief die höchste Unwetterwarnstufe für die Inseln Saint-Martin und Saint-Barthélemy aus und warnte die Menschen, „unter keinen Umständen“ die Häuser zu verlassen.

9. September, 18.31 Uhr:

Im US-Bundesstaat Florida sind 6,3 Millionen Menschen aufgefordert worden, sich vor dem gefährlichen Hurrikan „Irma“ in Sicherheit zu bringen. Das sagte der Gouverneur des Bundesstaates, Rick Scott, am Samstag. Damit stieg die Zahl der von Evakuierungsmaßnahmen betroffenen Menschen um 700.000.

Der Hurrikan schwächte sich bei seinem Zug nach Florida weiter ab, galt aber immer noch als extrem gefährlich. Das Hurrikanzentrum in Miami stufte den Sturm am Samstag in die Kategorie 3 der fünfstufigen Skala hinab. Die Meteorologen warnten aber davor, dass der Hurrikan wieder an Stärke gewinnen könne, bevor er auf die Inselgruppe der Florida Keys trifft.

Nach den Vorhersagen könnte das Zentrum von „Irma“ am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) auf den Florida Keys an Land treffen - das ist gegen Sonntagmittag deutscher Zeit. Nach den Modellen würde der Sturm dann später am Tag auf dem Festland der Halbinsel nach Nordwesten abschwenken und die Westküste Floridas hinaufziehen.

9. September, 18.17 Uhr:

In Mexiko sind zwei Menschen durch Hurrikan „Katia“ ums Leben gekommen. Sie seien bei einem Erdrutsch getötet worden, den der Sturm mit heftigem Regen ausgelöst habe, sagte der Gouverneur des Staates Veracuz, Miguel Ángel Yunes, am Samstag.

Der Hurrikan hatte Veracruz in der Nacht zum Samstag (Ortszeit) erreicht. Aber weder dort noch im benachbarten Puebla gab es zunächst Berichte über größere Schäden. Nur wenige Stunden zuvor war der Süden Mexikos von einem Erdbeben der Stärke 8,1 mit mehr als 60 Toten heimgesucht worden. Ein weiterer Hurrikan, „Irma“, nahm derweil Kurs auf Florida, nachdem er eine Spur der Verwüstung durch die Karibik gezogen hatte.

9. September, 17.59 Uhr:

Wegen des Hurrikans haben die Sicherheitsbehörden mehrere hundert Gefängnisinsassen von der Inselgruppe der Florida Keys auf das Festland verlegt. Die 460 Häftlinge wurden am frühen Samstagmorgen mit Bussen nach Palm Beach County gebracht, wie das Büro des örtlichen Sheriffs mitteilte. „Es ist eine harte Angelegenheit, so viele Insassen so schnell zu verlegen“, erklärte Sheriff Rick Ramsay.

9. September, 16.57 Uhr:

Hurrikan „Irma“ ist am Samstag über Kuba gefegt. Nach Angaben der staatlichen Medien zog der Wirbelsturm mit Windböen in Geschwindigkeiten von bis zu 256 Stundenkilometern über das Zentrum der Insel. Weite Landstriche wurden laut Medienberichten schwer getroffen, allerdings gab es zunächst keine Informationen über Opfer.

Rund eine Million Menschen wurden vor dem Hurrikan vorsorglich in Sicherheit gebracht, darunter 10.000 ausländische Touristen. Die Kommunikation mit zahlreichen Orten war unterbrochen. „Hier ist alles furchtbar“, sagte die 42-jährige Krankenschwester Gisela Fernandez aus Chaparra in der Provinz Las Tunas. Strommasten und Bäume seien umgestürzt, zahlreiche Dächer abgedeckt. In der nördlichen Küstenstadt Caibarien brachten sich die 40.000 Einwohner in Häusern in Sicherheit, in der Hauptstadt Havanna mit ihren zwei Millionen Einwohnern wurde der Wirbelsturm im Laufe des Tages erwartet.

9. September, 16.44 Uhr:

Um die Menschen im US-Bundesstaat Florida über Gerüchte rund um den Hurrikan „Irma“ aufzuklären, hat der Katastrophenschutz eine eigene Webseite eingerichtet. Dort könnten Betroffene erfahren, welche Informationen zum Sturm stimmten und welche nicht, teilte die Katastrophenschutzbehörde Fema am Samstag im Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Es stimme etwa, dass es in Florida eine hohe Nachfrage nach Benzin gebe. Die Lieferkette funktioniere aber nach wie vor, hieß es auf der Seite.

In Florida wurden rund 5,6 Millionen Menschen aufgerufen, sich vor dem Hurrikan in Sicherheit zu bringen. Nach den Vorhersagen könnte das Zentrum von „Irma“ am frühen Sonntagmorgen Ortszeit (Sonntagmittag MESZ) auf der Inselgruppe der Florida Keys an Land treffen, bevor er weiter in Richtung des Festlandes zieht. Den jüngsten Prognosen zufolge könnte der Sturm dann nach Nordwesten abschwenken und an der Westküste entlangziehen.

9. September, 15.38 Uhr:

Auf der von Hurrikan „Irma“ bedrohten Inselgruppe der Florida Keys haben die Behörden die verbliebenen Menschen aufgerufen, die Gegend zu verlassen. „Noch gibt es ein kleines Fenster, um herauszukommen, aber es schließt sich schnell“, erklärte der Krisenmanager von Monroe County, Martin Senterfitt, am Samstag in einem Facebook-Aufruf.

Das Zentrum des Sturms könnte die Florida Keys den Vorhersagen zufolge am Sonntagmorgen (Ortszeit) erreichen. Es wird erwartet, dass der Hurrikan mit Windstärken von bis zu 250 Kilometern pro Stunde auf Land trifft.

Nach Angaben des Bezirks wurden alle Krankenhäuser und Notaufnahmen auf der Inselgruppe geschlossen. Notunterkünfte gab es auf den Inseln nicht. Die Behörden richteten aber vorübergehende Zufluchtsstätten ein. Auf der Inselgruppe leben rund 70 000 Menschen.

„Das ist der große Hurrikan, vor dem wir uns alle auf den Florida Keys gefürchtet haben“, sagte Bezirksverwalter Roman Gastesi. „Niemand sollte mit seinem Leben spielen. Wenn ihr die Keys verlassen könnt, solltet ihr das jetzt tun. Wartet nicht.“

9. September, 14.37 Uhr:

Der Hurrikan „Irma“ hat bei seinem Zug über den Norden Kubas etwas an Kraft verloren. Der Tropensturm erreichte am Samstag Windgeschwindigkeiten von bis zu 215 Kilometern pro Stunde, wie das US-Hurrikan-Zentrum in Miami mitteilte. Die Meteorologen warnten aber davor, dass der Hurrikan vor seinem Eintreffen auf der Inselgruppe der Florida Keys wieder an Stärke gewinnen könnte.

Nach den Vorhersagen könnte das Zentrum von „Irma“ dort am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) an Land treffen. Nach den Modellen würde der Sturm dann später am Tag nach Westen abschwenken und die Westküste Floridas hinaufziehen.

Von Fort Myers bis Tampa bereiteten sich die Menschen am Samstag auf das Eintreffen des Hurrikans vor. Es wurden Zwangsevakuierungen für niedrigliegende Gebiete angeordnet.

In Sarasota sollten alle Geschäfte ab dem Samstagmittag (Ortszeit) geschlossen bleiben. Die Einwohner der Küstenstadt wurden aufgefordert, sich mit dem Nötigsten einzudecken. In den meisten Geschäften und Baumärkten waren aber sämtliche Generatoren, Taschenlampen, Spanplatten und sogar Trinkwasser ausverkauft. Eine langjährige Einwohnerin sagte, dass sie schon mehrere Stürme miterlebt habe, aber zum ersten Mal große Angst habe. In der Innenstadt und auch an vielen Privathäusern wurden Fenster und Türen mit Brettern vernagelt.

Im Internet werden Tipps gegeben, wie man sich wappnet:

Im weiter nördlich gelegenen Tampa sollte der internationale Flughafen am Samstagabend (Ortszeit) den Betrieb einstellen. Tampa liegt in einer Bucht des Golfs von Mexiko. In der Region münden mehrere Flüsse ins Meer, das macht sie noch anfälliger für Überschwemmungen. Experten gehen davon aus, dass die Stadt und die umliegenden Bezirke schlecht gerüstet sind für einen Hurrikan.

9. September, 12.49 Uhr:

In dem von Hurrikan „Irma“ stark zerstörten französischen Überseegebiet Saint-Martin haben die Behörden eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Die Sperre gelte von 19 Uhr abends bis 7 Uhr morgens (Ortszeit), teilten die örtlichen Behörden am Samstag mit. Die Maßnahme solle bis mindestens Mittwochmorgen in Kraft bleiben.

Mit der Ausgangssperre soll - auch wegen der Bedrohung durch Hurrikan „José“ - das Risiko für Menschen und Eigentum minimiert werden. Die zwischen den Niederlanden und Frankreich geteilte Karibikinsel wurde schwer getroffen. Der französische Teil sei „zu 95 Prozent zerstört“, sagte der Präsident des Territorialrats von Saint-Martin, Daniel Gibbs. Es gab Berichte über Plünderungen, Paris entsandte zusätzliche Polizeibeamte nach Saint-Martin.

Saint-Martin und die Nachbarinsel Saint-Barthélémy, die auch als St. Barths bekannt ist, wurden von der französischen Regierung offiziell zum Katastrophengebiet erklärt. Der staatliche französische Rückversicherer CCR schätzte am Samstag das Ausmaß der versicherten Schäden auf den beiden Inseln auf 1,2 Milliarden Euro.

„José“ könnte dem US-Wetterdienst zufolge in der Nacht auf Sonntag die Inselregion treffen.

Sprechen Sie mit Ihren Kindern über den Sturm und bereiten Sie sie darauf vor, empfiehlt der Katastrophenschutz via Twitter:

9. September, 10.53 Uhr:

Mit Kurs auf Florida hat der Wirbelsturm „Irma“ wieder an Kraft gewonnen. Am Samstagmorgen wurde der Hurrikan vom Nationalen Hurrikan-Zentrum (NHC) auf Kategorie fünf von zuvor vier hochgestuft. „Irma“ fegte mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 Kilometern pro Stunde über den Norden Kubas hinweg. Es wurde damit gerechnet, dass der Jahrhundert-Sturm am Sonntagmorgen die Urlaubsregion Florida Keys und am Nachmittag dann die Küste des US-Bundesstaats Florida erreicht. Dort wurden 5,6 Millionen Bewohner aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. „Irma“ hat in der Karibik bereits eine Spur der Verwüstung hinterlassen. 21 Menschen kamen ums Leben, viele Ortschaften liegen in Trümmern.

Neben „Irma“ wüten derzeit zwei weitere Stürme im Atlantischen Ozean. Während „Katia“ in Mexiko bereits das Land erreichte und an Kraft verlieren sollte, befindet sich mit „Jose“ derzeit ein Hurrikan der Kategorie 4 über den Kleinen Antillen.

9. September, 6.57 Uhr:

In Florida wurde ein Viertel der Bevölkerung dazu aufgefordert, sich vor dem Wirbelsturm „Irma“ in Sicherheit zu bringen. „Uns läuft die Zeit davon. Wenn Sie in einer Evakuierungszone leben, müssen Sie jetzt gehen. Dies ist ein katastrophaler Sturm, wie ihn unser Bundesstaat noch nie erlebt hat“, sagte Floridas Gouverneur Rick Scott in der Nacht zu Samstag. Es wird damit gerechnet, dass der Jahrhundertsturm am Sonntagmorgen auf die US-Küste trifft. Experten gehen davon aus, dass die Winde massive Schäden anrichten und es zu Überschwemmungen kommt.

Rund 5,6 Millionen Menschen leben laut dem staatlichen Notfallmanagement in Florida in entsprechenden Evakuierungszonen. Angesichts verstopfter Highways und Benzinmangels war es für viele nicht leicht, die Region zu verlassen.

Am Freitag hatte „Irma“ die Region Camaguey auf Kuba mit Windgeschwindigkeiten von 260 Kilometern in der Stunde erreicht. Das Staatsfernsehen zeigte Bilder von riesigen Wellen, die auf Dämme krachten und zusammengebrochenen Stromleitungen. Es wurden Sturmfluten von bis drei Metern Höhe erwartet. Überschwemmungen gab es in Städten der östlichen Provinzen Guantanamo und Holguin. Das Ausmaß der Zerstörung war zunächst jedoch unklar.

Bislang sind durch den Sturm in der Karibik bereits mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen.

9. September, 5.36 Uhr

Der Monster-Hurrikan „Irma“ ist am späten Freitagabend (Ortszeit) in Kuba auf Land getroffen. Der Wirbelsturm, der inzwischen wieder auf der höchsten Kategorie 5 eingestuft wurde, prallte auf das Camaguey-Archipel, wie US-Meteorologen mitteilten. Das Auge des Sturms befand sich um 05.00 Uhr MESZ etwa 190 Kilometer südöstlich der kubanischen Stadt Caibarién und etwa 480 Kilometer südöstlich von Miami im US-Bundesstaat Florida, wie das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) der USA erklärte. Die Windgeschwindigkeit betrug bis zu 260 Stundenkilometer. Der Hurrikan bewegte sich den Angaben zufolge mit 20 Stundenkilometern in Richtung West-Nordwest.

In Kuba waren zuvor nahezu eine Million Menschen in Sicherheit gebracht worden. Wie der Kastrophenschutz mitteilte, kamen viele Menschen bei Verwandten oder in öffentlichen Schutzräumen unter. An der Nordküste Kubas waren zudem 10.000 ausländische Touristen in Sicherheit gebracht worden. Der Wirbelsturm hatte in den vergangenen Tagen bereits auf mehreren Karibikinseln schwere Verwüstungen angerichtet und mindestens 19 Menschen getötet. Das NHC sagte voraus, dass „Irma“ von Kuba aus weiter zu den Bahamas und dann nach Florida ziehen würde.

Die Ereignisse des 8. Septembers

8. September, 21.20 Uhr:

Das Weiße Haus will sicherstellen, dass mehr Benzin in den von Hurrikan „Irma“ bedrohten Bundesstaat Florida gelangen kann. Die Regierung hob daher eine gesetzliche Regelung auf, wonach nur Tanker unter US-Flagge Treibstoff von einem amerikanischen Hafen zu einem anderen liefern dürfen, wie der Heimatschutzberater des Weißen Hauses, Tom Bossert, am Freitag in Washington sagte. Man sei beunruhigt über die Benzinknappheit, erklärte er.

In manchen Orten in Florida war der Treibstoff an den Tankstellen knapp geworden, weil sich die Menschen in Erwartung des Hurrikans vorsorglich damit eindeckten.

8. September, 19.25 Uhr:

Papst Franziskus hat zum Gebet für die Opfer des schweren Erdbebens in Mexiko und des Hurrikans „Irma“ in der Karibik aufgerufen. „Meine Gebet gilt denen, die ihr Leben verloren haben und ihren Familien“, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Freitag zum Ende einer Heiligen Messe mit rund 600 000 Menschen im kolumbianischen Villavicencio. Er fühle mit den Opfern, wegen der Verwüstungen durch „Irma“ seien Tausende obdachlos geworden. „Ich trage sie in meinem Herzen und bete für sie“, sagte der Papst.

8. September, 18.51 Uhr:

Luftnotrettung für Delfine: Aus Sorge vor dem Hurrikan „Irma“ haben die kubanischen Behörden ein Delfinarium evakuiert. Die sechs Meeressäuger aus einem Freizeitpark auf der kleinen Insel Cayo Guillermo seien am Donnerstag in feuchte Tücher gewickelt und mit einem Hubschrauber aus der Gefahrenzone gebracht worden, berichtete die kubanische Nachrichtenagentur ACN.

Die sechs Tiere seien vorübergehend in einem Schwimmbecken untergebracht worden und würden von ihren mitgereisten Wärtern und einem Tierarzt betreut, sagte ein Vertreter des Parks, Gonzalo Carrero Esteban. Auf der vorgelagerten Gruppe der Cayos-Inseln, wo sich das Delfinarium befindet, wurden schwere Schäden befürchtet.

8. September, 17.08 Uhr: Donald Trump hat sich am Freitag über seine Kanäle in den sozialen Netzwerken an die US-Bürger und vor allem die von „Irma“ betroffenen Menschen gewandt und den Hurrikan als Gefahr von historisch zerstörerischem Ausmaß bezeichnet.

8. September, 16.45 Uhr: Auf der folgenden Grafik sehen Sie, wann „Irma“ wo sein wird.

8. September, 16.11 Uhr:

Nach den Verwüstungen durch Hurrikan „Irma“ in der Karibik wird Sint Maarten von Plünderern heimgesucht. Die Lage sei ernst und unübersichtlich, sagte der niederländische Premierminister Mark Rutte am Freitag. Es gebe Berichte, dass Bürger auch bewaffnet auf der Straße seien. Die niederländische Marine nannte die Situation auf Facebook „besorgniserregend“. „Marinesoldaten und Militärpolizei unterstützen zur Zeit die lokalen Behörden beim Bewahren der öffentlichen Ordnung.“

Sint Maarten teilt sich mit Saint-Martin (Frankreich) eine Insel. Auch dort soll es Plünderungen geben. Eine Bewohnerin sagte am Donnerstag dem französischen Radiosender France Bleu Limousin, sie sei schockiert und ernüchtert. Es gebe Prügeleien um Fernseher oder Ventilatoren. Sie habe Angst, nach draußen zu gehen, fügte die Frau hinzu. „Ich sehe auf der Straße junge Menschen mit Macheten, die uns böse ansehen. Ja, ich habe Angst um meine Sicherheit.“ Sie fürchte, dass bald das Wasser und die Lebensmittel - vor allem bei der ärmeren Bevölkerung auf der Insel - knapp würden.

Die französische Regierung kündigte am Donnerstag die Entsendung von zusätzlichen Polizeibeamten nach Saint-Martin an.

8. September, 15.47 Uhr:

König Willem-Alexander will sich am Sonntag bei einem Besuch auf den niederländischen Antillen über die Hilfsmaßnahmen nach Hurrikan „Irma“ informieren. Der König werde am Sonntag zusammen mit Innenminister Ronald Plasterk nach Curacao reisen, teilte der Palast am Freitag in Den Haag mit. Von dort aus würden die Hilfsmaßnahmen für die betroffenen niederländischen Inseln organisiert. Möglicherweise würden die beiden auch die Inseln Sint Maarten, Saba und St. Eustatius besuchen. Sint Maarten war von Hurrikan „Irma“, der mit 300 Stundenkilometern über die Karibik hinweggefegt war, schwer zerstört worden. Dort sowie auf dem zu Frankreich gehörenden Inselteil Saint-Martin kam es inzwischen zu Plünderungen. „Irma“ bewegt sich inzwischen leicht abgeschwächt auf den US-Bundesstaat Florida zu.

8. September, 14.45 Uhr:

Hurrikan „Irma“ hat nach Berechnungen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in der Karibik bislang Schäden von rund 10 Milliarden Dollar verursacht. „Gemessen an der Schadenssumme war dies der schlimmste Sturm in der Karibik aller Zeiten“, sagte James Daniell vom „Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology“ (CEDIM) am Freitag in Karlsruhe. Besonders schwer seien die Überseegebiete Großbritanniens, Frankreichs und der Niederlande getroffen worden. „Irma“ habe bis zu 50 Prozent aller Güter auf der Insel Barbuda zerstört. Allein auf Sint Maarten und Saint Martin wird der Schaden auf rund vier Milliarden Dollar geschätzt.

Die Bilanz wurde mithilfe eines Risikoschadenmodells erstellt, bei dem die direkten ökonomischen Schäden nach einer Naturkatastrophe berechnet werden. Grundlage dafür ist eine Datenbank mit 60 000 Einträgen. Seit 1900 gehen demnach 19 Prozent der gesamten Wirtschaftsschäden von sieben Billionen Dollar auf Stürme zurück.

„Irma“ ist ein Hurrikan der höchsten Kategorie 5 mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 250 Kilometern pro Stunde.

8. September, 14.22 Uhr:

Hurrikan „Irma“ hat in Haiti und der Dominikanischen Republik nach ersten Einschätzungen von Hilfsorganisationen weniger Schäden verursacht als befürchtet. „Hätte „Irma“ einen südlicheren Weg eingeschlagen, wäre es zur Katastrophe gekommen“, sagte Martin van de Locht, Leiter der Internationalen Programme von World Vision laut Mitteilung vom Freitag.

Auch bei Caritas International gab man sich vorerst erleichtert. In der Dominikanischen Republik gebe es nach ersten Berichten keine Toten, sagte ein Sprecher. Etwa 200 Häuser seien vollständig zerstört. Eine komplette Entwarnung für die Region wollte Caritas international aber noch längst nicht geben. Vor allem der tiefer gelegene Norden Haitis könne noch von Überschwemmungen bedroht sein.

Solche Überschwemmungen können laut dem Arbeiter Samariterbund langfristige Folgen für das Land haben. Meerwasser könne Brunnen versalzen, Trümmer auf Feldern der Bauern hinterlassen und Erdrutsche verursachen, sagte eine Sprecherin der Hilfsorganisation.

8.September, 13.35 Uhr:

Millionen Menschen werden nach Schätzungen von Hilfsorganisationen nach dem Durchzug des gewaltigen Hurrikan „Irma“ auf Hilfe angewiesen sein. Schon bevor der Sturm Haiti und Kuba erreichte, waren 1,2 Millionen Menschen betroffen, wie Pascale Meige, Direktorin für Krisenvorbereitung bei der Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC), am Freitag in Genf berichtete. Die Mitarbeiter stünden in den betroffenen Ländern bereit, um zu helfen.

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) hat in Haiti vor dem Sturm genügend Nahrungsmittel deponiert, um 150 000 Menschen einen Monat versorgen zu können. In Kuba sei für 270 000 Menschen vorgesorgt worden. Nach Angaben der Föderation haben Zehntausende Menschen ihre Bleibe und ihr Hab und Gut verloren. Andere seien nur durch Stromausfälle betroffen. Millionen weitere Menschen lebten in der Schneise, die der Hurrikan nach den Vorhersagen auf seinem Weg Richtung Norden noch nehmen soll.

8. September, 11.45 Uhr:

In Miami haben sich die Bewohner auf den Hurrikan Irma vorbereitet. Ein User bei Twitter schickt ein Bild, das die Situation gut zusammenfasst:

8.September, 11.16 Uhr:

Der Hurrikan „Irma“ hat an Stärke abgenommen. Das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) der USA stufte den Wirbelsturm am Freitag auf die zweithöchste Stufe vier herab, nannte ihn aber weiterhin „extrem gefährlich“. Der Sturm zog demnach mit Windgeschwindigkeiten von 250 Stundenkilometern in Richtung Florida.

8. September, 10.35 Uhr:

Hurrikan „Irma“ hat Berichten zufolge in der Karibik bislang bis zu 13 Todesopfer gefordert. Der britischen Zeitung „Guardian“ zufolge starben vier Menschen in dem französischen Überseegebiet Saint-Martin, vier auf den Amerikanischen Jungferninseln, drei Puerto Rico (beides US-Außengebiete) und je ein Mensch auf Anguilla (Großbritannien) und Barbuda. Die „Washington Post“ berichtete von bislang insgesamt elf Toten.

Großbritannien, Frankreich und die Niederlande entsandten Soldaten und Marineschiffe, um den betroffenen Menschen zu helfen. Es wird erwartet, dass die Zahl der Toten weiter steigt, da hinter „Irma“ bereits der nächste Hurrikan „José“ heranzieht. „Irma“ hat in der Nacht zu Freitag Haiti passiert und ist nun auf dem Weg Richtung Kuba. Touristen mussten die Gegend verlassen. Am Wochenende soll der Sturm auf den US-Bundesstaat Florida treffen.

Auf Haiti verursachte der Hurrikan dem „Guardian“ zufolge weniger Schäden, als befürchtet worden war. Zwei Menschen wurden demnach in der Hafenstadt Cap-Haïtien verletzt, als ein Baum auf ihr Haus stürzte. Außerdem zerstörte der Sturm eine Brücke zum Nachbarland Dominikanische Republik. Die Menschen auf Haiti leiden noch immer unter den Auswirkungen des Erdbebens von 2010 und des Hurrikans „Matthew“ im vergangenen Jahr.

8. September, 10.11 Uhr:

Touristen in den voraussichtlich vom Hurrikan „Irma“ betroffenen Gebieten in den USA sollen laut Auswärtigem Amt die Gegend verlassen. Bewohner und Urlauber des Monroe County, in weiten Teilen des Miami-Dade-County und in Teilen des Broward- und Collier-County müssten sich in Sicherheit bringen, teilte das Auswärtige Amt am Freitagmorgen mit. Zu den Gebieten gehöre auch ganz Miami Beach. Für die Evakuierung stünden dort an 25 Punkten kostenfreie Shuttle-Busse bereit, die genutzt werden sollten. Der Flughafen Miami soll von Freitag an geschlossen und als Notunterkunft genutzt werden. Der Flughafen in Orlando bleibe voraussichtlich bis Samstag geöffnet.

„Irma“ ist ein Hurrikan der höchsten Kategorie 5 mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 250 Kilometern pro Stunde. Vorhersagen zufolge könnte Florida am Samstagabend oder Sonntagmorgen (Ortszeit) von den ersten Ausläufern getroffen werden.

8. September, 9.15 Uhr:

Sängerin Cher (71, „Believe“) hat den Bewohnern des Gebietes, das von Hurrikan „Irma“ getroffen werden könnte, ihr Mitgefühl ausgesprochen. „Ich denke an die Einwohner Floridas. Es ist schwer für sie“, twitterte die 71-Jährige am Donnerstagabend (Ortszeit). „Ich kann den Gedanken nicht ertragen, dass Leben verloren geht, Zuhause verloren gehen, Geschichte verloren geht.“ Sie habe zweimal in Florida gelebt und es geliebt, so Cher - mit Ausnahme der Hurrikans.

Am Wochenende könnte die Millionenmetropole Miami voll von „Irma“ erfasst werden, so Modelle der Meteorologen. Tausende Menschen folgten den Aufforderungen der Behörden, bedrohte Gebiete zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen.

8. September, 7.12 Uhr:

Der in der Karibik wütende Hurrikan „Irma“ hält Kurs auf die Südostküste der USA. Das Hurrikan-Zentrum in Miami gab am frühen Freitagmorgen offizielle Hurrikan-Warnungen aus, die Gebiete im US-Staat Florida sowie auf Haiti, den Bahamas, Kuba und dem britischen Überseegebiet der Turks- und Caicosinseln umfassen. „Irma“ zog in der Nacht zum Freitag nördlich an der Dominikanischen Republik vorbei und befand sich laut der Webseite des Hurrikan-Zentrums zuletzt nördlich von Haiti.

Zu den Gebieten, für die nun die Hurrikanwarnung in Kraft ist, gehörten in Florida unter anderem die Inselkette Florida Keys sowie Lake Okeechobee nordwestlich von Fort Lauderdale und die Florida Bay zwischen dem südlichen Ende des Festlands und den Florida Keys.

In Haiti reichte die Warnung von der nördlichen Grenze zur Dominikanischen Republik bis nach Môle-Saint-Nicolas an der Nordwestküste. Auf Kuba waren die Provinzen Camaguey, Ciego de Avila, Sancti Spiritus und Villa Clara betroffen. „Irma“ sollte am Freitag deutscher Zeit auf erste Inseln der Bahamas treffen. Dort galt die Hurrikan-Warnung für Zentral-Bahamas und die nordwestlichen Bahamas.

Immer wahrscheinlicher wurde auch, dass „Irma“ am Samstag auf Florida trifft. Nach letzten Modellen könnte die Millionenmetropole Miami voll von „Irma“ erfasst werden. Tausende folgten Medienberichten zufolge den Aufforderungen der Behörden, bedrohte Gebiete zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen.

7. September, 20.41 Uhr:

In Haiti und Kuba sind die Vorbereitungen auf die Ankunft des Hurrikans „Irma“ in die heiße Phase getreten. Das Innenministerium Haitis ordnete am Donnerstag die Räumung von Küstengebieten im Norden des Landes an. Die Menschen sollten sich in höher gelegenen Gebieten in Sicherheit bringen, sagte Innenminister Max Rudolph Saint-Albin. Der Zivilschutz richtete Notunterkünfte ein. Wie viele Menschen der Aufforderung nachkamen, war unklar. Haiti fehlt es an Polizisten und Beamten, um die Anordnung durchzusetzen.

Die kubanischen Katastrophenschutzbehörden rechneten damit, dass „Irma“ in den kommenden Stunden die Nordostküste ihrer Insel erreichen wird. In der Provinz Santiago wurden 125 Evakuierungszentren für 38 000 Menschen geöffnet. Weitere 20 000 Menschen könnten bei Nachbarn oder Verwandten in sichereren Gebieten unterkommen, hieß es. Es werde erwartet, dass „Irma“ Kuba am Freitag erreicht.

7. September, 20.39Uhr:

Der britische Milliardär Richard Branson hat sich nach den Verwüstungen des Hurrikans „Irma“ von seiner Privatinsel in der Karibik zu Wort gemeldet: Der Wirbelsturm habe „ganze Häuser“ weggeschwemmt, schrieb Branson am Donnerstag in einem Blog-Beitrag. Der Betonbunker, in dem er Zuflucht gesucht habe, habe jedoch „glücklicherweise standgehalten“. „Ich habe noch nie etwas mit diesem Hurrikan Vergleichbares gesehen“, schrieb Branson. Die Insel Necker, die zu den britischen Jungfern-Inseln gehört, sei „vollständig zerstört“. Außerhalb des Schutzbunkers seien Türen durch die Luft gewirbelt worden, er übertrage seine Nachrichten mit einem Satelliten-Telefon, alle anderen Kommunikationsmittel seien unbrauchbar.

7. September, 20.31 Uhr:

Angesichts des sich auf das Festland der USA zubewegenden Monster-Hurrikans „Irma“ haben die dortigen Behörden ihre Evakuierungsanordnungen für potenziell betroffene Küstengebiete ausgeweitet. Der Gouverneur des südöstlichen Bundesstaates Georgia, Nathan Deal, verfügte am Donnerstag, dass die knapp 300.000 Einwohner des Verwaltungsbezirks Chatham bis Samstag die Zone verlassen müssen. Die meisten der von dieser Anordnung betroffenen Menschen leben in der auch bei Touristen beliebten Stadt Savannah. Zuvor hatten bereits im weiter südlich gelegenen Bundesstaat Florida die Lokalbehörden mehrerer Regionen die obligatorische Evakuierung angeordnet. Diese Anordnungen gelten für mehrere hunderttausende Einwohner und Urlauber unter anderem in Fort Lauderdale und Umgebung sowie auf der an der Südspitze des Bundesstaates gelegenen Inselkette Florida Keys.

7. September, 17.45 Uhr:

Die französische Regierung hat die vorläufige Opferzahl von Hurrikan „Irma“ auf der Karibikinsel Saint-Martin von acht auf vier gesenkt. Bislang seien auf der Insel vier Tote gefunden worden, sagte Premierminister Edouard Philippe am Donnerstagnachmittag in Paris. Auf der ebenfalls zu Frankreich gehörenden Insel Saint-Barthélemy sei bislang kein Todesopfer bekannt. Philippe betonte, dass sich die Zahl der Opfer noch ändern könnte. Zuvor hatte Innenminister Gérard Collomb von acht Toten auf der französisch-niederländischen Insel Saint-Martin gesprochen.

7. September, 16.51 Uhr:

In Erwartung des Hurrikans „Irma“ wappnen sich viele Menschen in Florida mit Hamsterkäufen. Schon um 5.30 Uhr morgens hätten Autofahrer für Benzin angestanden, berichtete der „Miami Herald“. An Dutzenden Tankstellen sei der Treibstoff bereits ausverkauft.

„Kraftstoff ist sehr wichtig. Wir tun alles, um die Versorgung aufrecht zu erhalten“, sagte Gouverneur Rick Scott am Donnerstag. So würden etwa Tanklastzüge von Polizeieskorten begleitet, um sie schneller zum Ziel zu führen. Auf einer Website können sich Anwohner informieren, wo aktuell Sprit verfügbar ist - mehr als die Hälfte der angezeigten Stationen war am Donnerstagnachmittag rot markiert.

Örtlichen Medien zufolge bildeten sich lange Schlangen vor den Supermärkten. In Baumärkten sei zudem die Nachfrage nach Sperrholz und Batterien riesig. „Viele haben sogenannte Storm Shuttle, Hurrikan-Paneele, die außen an die Fenster genagelt werden. Sie bunkern sich ein und sie haben sich einen Fluchtweg ausgedacht. Es gibt hier die Evacuation Routes, die sind angezeigt“, berichtete Wassermann.

Im Ort Doral bei Miami gab ein Einzelhändler Sandsäcke kostenlos aus. Nachdem diese zur Neige gegangen waren, erhielt laut „NBC“ jeder, der einen Sack mitbrachte, den Sand kostenfrei. Angesichts der teils knapp werdenden Grundnahrungsmittel zeigten sich manche Anwohner verärgert über hohe Preise.

7. September, 15.45 Uhr:

Wetterextreme vertreiben immer mehr Menschen - nach Ansicht der Umweltschutzorganisation Greenpeace erhöht sich die Zahl der Vertriebenen durch Wirbelstürme wie „Irma“ und „Harvey“ weiter. „Die menschgemachte Klimaerhitzung verschärft die zerstörerische Kraft der tropischen Stürme“, teilte Karsten Smid, Klimaexperte von Greenpeace, am Donnerstag mit.

Die Wassertemperaturen im Golf von Mexiko und in der angrenzenden Atlantikregion seien in Folge der Klimaerhitzung um ein bis zwei Grad höher als normal. Nach Expertenansicht treibt wärmeres Wasser Hurrikans weiter an. „Durch das Verfeuern von Öl, Kohle und Gas wird die Situation immer schlimmer“, sagte Smid.

7. September, 14.25 Uhr:

Die Deutschlandtochter des weltgrößten Reisekonzern Tui rät ihren Kunden aktuell von Reisen in die vom Hurrikan „Irma“ bedrohten Gebiete ab. Von den Partner-Airlines seien am Donnerstag alle Flüge in die Dominikanische Republik um 24 Stunden und alle Flüge nach Kuba um 48 Stunden verschoben worden, sagte der Tui-Deutschland-Sprecher Mario Köpers am Firmensitz in Hannover. Es gebe aber bisher keine Flugstreichungen wegen des Tropensturms.

Der Konzern hat seine Kunden informiert, dass sie bis 10. September einschließlich die Möglichkeit haben, Reisen auf die Bahamas, nach Kuba oder in die Dominikanische Republik umzubuchen oder zu stornieren. Für Florida gilt diese Frist bis zum 12. September. Die meisten Kunden folgten den Empfehlungen des Konzerns, sagte Köpers.

7. September, 13.11 Uhr:

Der Hurrikan „Irma“ ist nach Angaben französischer Meteorologen ein absoluter Rekord-Hurrikan: „Irma“ tobe schon seit mehr als 33 Stunden als Wirbelsturm der höchsten Kategorie 5, erklärte der französische Wetterdienst Météo France am Donnerstag. „Eine deratige Intensität über eine solch lange Dauer hat es weltweit seit Beginn der Satellitenära noch nicht gegeben“, hieß es.

Den bisherigen Rekord hatte Super-Taifun „Haiyan“ aufgestellt, der 2013 auf den Philippinen wütete. Er erreichte Windgeschwindigkeiten von rund 295 Stundenkilometern wie „Irma“, dies aber nur über 24 Stunden.

7. September, 11.27 Uhr:

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will möglichst bald in die französischen Überseegebiete reisen. Der Staatschef werde die betroffenen Zonen besuchen, sobald dies möglich sei, ohne die Rettungskräfte zu stören, hieß es am Donnerstag aus dem Élyséepalast in Paris.

7. September, 11.25 Uhr:

Nach den Verwüstungen durch „Irma“ will Frankreich Trinkwasser und Lebensmittel zu den Betroffenen in seinen Überseegebieten bringen. Der Flughafen im französischen Teil der Karibikinsel Saint-Martin sei nicht zu stark beschädigt, sagte Innenminister Gérard Collomb am Donnerstag. „Wir werden dort zunächst mit Helikoptern und dann mit Flugzeugen landen können.“ Der Flughafen des niederländischen Südteils der Insel ist dagegen nicht zugänglich.

Priorität sei es, Stromgeneratoren in das betroffene Gebiet zu transportieren, sagte Collomb. Damit könne man vielleicht auch eine Entsalzungsanlage für die Trinkwasserversorgung wieder in Betrieb nehmen und die Telefonnetze wieder herstellen. Der Minister bezeichnete die Situation als schwierig: „Die Zerstörungen sind massiv.“ Ein Bewohner der französischen Insel Saint-Barthélemy sprach im Gespräch mit dem Sender BFMTV von einer „Horrorszene“: „Das ist nicht mehr der gleiche Ort.“

7. September, 10.10 Uhr:

Die italienische Tageszeitung „La Repubblica“ sieht im Hurrikan „Irma“, der auch das US-amerikanische Festland bedroht, eine Botschaft an den Präsidenten und Klimawandel-Skeptiker Donald Trump:

„Es gibt eine Nachricht für Trump, die ihn vom Ozean kommend erreicht. Sie heißt Irma. Sie reist mit Winden von bis zu 300 Stundenkilometern und verspricht, erst zwei Wochen nach den Zerstörungen durch Harvey in Texas, eine noch größere Katastrophe im zerbrechlichen Florida anzurichten. Sie sagt dem Präsidenten, dass die Erde, die Atmosphäre, die Ozeane zornig auf ihn sind.

Ist es nur ein Zufall, dass der stärkste Hurrikan seit mindestens 100 Jahren (...) mit einer amerikanischen Präsidentschaft zusammenfällt, die sich mehr als jede andere (mit Blick auf den Klimawandel) skeptisch gezeigt hat?“

7. September, 10.01 Uhr:

Die Zahl der Todesopfer durch den Hurrikan ist auf mindestens zehn gestiegen. Allein auf der Insel Saint-Martin kamen nach Behördenangaben mindestens acht Menschen ums Leben, ein weiteres Todesopfer gab es auf Barbuda. Mindestens 21 Menschen wurden auf Saint-Martin verletzt, wie der Katastrophenschutz am Donnerstag mitteilte. Auf Barbados starb ein Jugendlicher, der während des Wirbelsturms surfte.

Der Wirbelsturm war am Mittwoch über die Region hinweggefegt. Der Verwaltungschef des französischen Teils von Saint-Martin erklärte, die Insel sei „zu 95 Prozent zerstört“. Auch auf Barbuda waren die Schäden nach Angaben der Regierung gewaltig.

7. September, 9.35 Uhr:

Hurrikan „Irma“ hat auf den französischen Karibikinseln mindestens acht Menschen getötet und 23 verletzt. Der französische Innenminister Gérard Collomb sagte dem Radiosender France Info am Donnerstag, die Opferzahl auf St. Barths und Saint-Martin könne noch höher sein, da Rettungsteams ihre Überprüfung der Inseln noch nicht abgeschlossen hätten. Die Aufklärung werde erst bei Tagesanbruch wirklich losgehen, sagte Collomb.

7. September, 8.40 Uhr:

Auch die Niederlande haben Schäden durch den Hurrikan „Irma“ gemeldet. Der niederländische Inselteil Sint-Maarten ist schwer getroffen. Flughafen und Hafen seien nicht zugänglich, sagte ein Sprecher der Marine am Donnerstag im holländischen Radio. Sint-Maarten und das französische Saint-Martin bilden zusammen eine Insel.

Zwei Schiffe der Marine sind mit Einsatzkräften und Hilfsmaterial von der Karibikinsel Curacao aus auf dem Weg zu der Insel. „Das Krankenhaus ist nur eingeschränkt geöffnet, die Feuerwehr stark getroffen, und der Hafen steht nicht zur Verfügung“, sagte Leutnant Egbert Stoel im Radio.

Die niederländischen Militärs wollten zunächst den Flughafen der Insel frei räumen, um Hilfstransporte zu ermöglichen. In Den Haag sollte am Morgen ein Krisenstab der Regierung über weitere Hilfen entscheiden. Ministerpräsident Mark Rutte und König Willem-Alexander und seine Frau Máxima sprachen der Bevölkerung auf Facebook ihr Mitgefühl aus.

7. September, 6.52 Uhr:

Auf der Karibikinsel Barbuda ist bei Hurrikan „Irma“ nach Angaben von Regierungschef Gaston Browne mindestens ein Mensch gestorben. Dabei soll es sich um ein Baby handeln, sagte Browne dem örtlichen Fernsehsender ABS. Die Mutter habe versucht, aus einem beschädigten Gebäude zu fliehen. Es sei nicht bekannt, ob es weitere Todesopfer gebe, fügte der Premierminister des Staats Antigua und Barbuda hinzu.

Damit steigt die Zahl der Toten durch den Wirbelsturm auf sieben. In den französischen Überseegebieten Saint-Barthélemy und Saint-Martin starben nach Angaben von Präfekt Eric Maire vom Mittwoch mindestens sechs Menschen.

7. September, 5.26 Uhr:

Wegen Hurrikan „Irma“ haben die Behörden für Teile der Millionenstadt Miami im Süden der USA Zwangsevakuierungen angeordnet. Der extrem starke Wirbelsturm bewegt sich durch die Karibik auf den US-Bundesstaat Florida zu und könnte dort in der Nacht auf Sonntag (Ortszeit) auf Land treffen.

Der Bürgermeister des Bezirks Miami-Dade, in dem auch Miami liegt, ordnete an, dass Bewohner von Mobilheimen sowie Anwohner der gefährdeten sogenannten Überschwemmungszone A ihre Häuser verlassen müssen. Darunter sind auch die Bewohner des bei Touristen sehr beliebten Stadtteils Miami Beach. Die Anordnung tritt am Donnerstagmorgen (Ortszeit) in Kraft. Bewohner außerhalb der Evakuierungsgebiete wurden aufgefordert, ihre Häuser zu schützen und sichere Unterkünfte aufzusuchen.

7. September, 4 Uhr:

Schwerste Zerstörungen durch Hurrikan „Irma“ in der Karibik Saint John’s - Der Wirbelsturm „Irma“ hat in der Karibik schwerste Verwüstungen angerichtet. Die Insel Barbuda sei „total zerstört“, teilte Regierungschef Gaston Browne am gestrigen Mittwoch mit.

Die Insel mit ihren rund 1600 Einwohnern sei „nur noch ein Haufen Schutt“. Im Sender CNN bezifferte Browne die Schadensbilanz auf 95 Prozent des Gesamteigentums auf der Insel. Auch der französische Teil der Karibikinsel Saint-Martin sei zu 95 Prozent zerstört, sagte der Präsident des Gebietsrates, Daniel Gibbs, dem Rundfunksender Radio Caraïbes International nach dem Durchzug von „Irma“. „Das ist eine enorme Katastrophe“, sagte Gibbs. Er stehe „unter Schock“. Mindestens sechs Menschen kamen nach Behördenangaben auf Saint-Martin ums Leben.

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