Donald Trump bei einem Auftritt in Washington Foto: Evan El-Amin/Shutterstock.com

Donald Trump weigert sich seit Jahren, seine Steuererklärungen zu veröffentlichen. Die "New York Times" berichtet nun über seine Finanzen - und das sorgt für reichlich Wirbel.

US-Präsident Donald Trump (74) präsentierte sich in der Vergangenheit gerne als schwerreicher, cleverer Geschäftsmann an der Spitze eines Firmenimperiums. Offenbar ist aber nicht alles so, wie es scheint. Ein Beitrag der "New York Times" über Steuerdaten seiner Firmen zeichnet eher ein anderes Bild. Demnach habe Trump in der Vergangenheit mehrere Jahre keine Steuern auf Bundesebene gezahlt. 2016, das Jahr seiner Wahl zum Präsidenten, und 2017 soll er angeblich jeweils 750 Dollar gezahlt haben. Trump weigerte sich bisher seine Steuererklärungen offenzulegen, wie es seine Vorgänger seit Jahrzehnten immer getan hatten.

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Trump bezeichnete den "Times"-Bericht - mit angeblichen Informationen aus dem Trump-Firmengeflecht mit rund 500 Unternehmen aus zwei Jahrzehnten - als "totale Fake News". Ein Anwalt der Trump-Organisation sagte über den Artikel, dass "die meisten, wenn nicht alle Fakten ungenau zu sein scheinen". In dem explosiven Beitrag heißt es unter anderem auch, dass viele von Trumps Unternehmen Geld verlieren würden, und diese Verluste dem Geschäftsmann geholfen haben sollen, seine Bundessteuerlast auf praktisch null zu reduzieren.

Haarstyling von der Steuer abgesetzt

Für Spott im Netz sorgte zudem, dass der jetzige US-Präsident laut der "New York Times" während seiner Zeit in der TV-Show "The Apprentice" mehr als 70.000 Dollar für sein Haarstyling von der Steuer abgesetzt haben soll. Auch für seine Tochter Ivanka (38) seien von verschiedenen Trump-Firmen über 95.000 Dollar für Frisur- und Make-up-Experten abgesetzt worden.

Die "Times" will zudem herausgefunden haben, dass Häuser, Flugzeuge und Golfplätze von Trump Teil des Familienunternehmens seien, und Trump sie daher auch als Geschäftsausgaben eingestuft habe. Diese Ausgaben hätten dazu beigetragen, seine Steuerschuld zu verringern. Seine Golfplätze und Hotels, auf die der Präsident gerne stolz verweist, sollen zudem teilweise große Verluste einfahren.

Außerdem soll Trump der "Times" zufolge finanziell unter Druck stehen. Die Zeitung berichtet, der Präsident sei angeblich für Kredite in Höhe von 421 Millionen US-Dollar verantwortlich, von denen die meisten innerhalb von vier Jahren fällig werden. Ob Trump am Dienstag im TV über seine Finanzen spricht? Dann steht die erste Debatte mit seinem Herausforderer Joe Biden (77) an. Die Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten findet dann am 3. November statt.

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