Annette Widmann-Mauz hielt beim Empfang die Festrede. Foto: Kai Müller

Annette Widmann-Mauz hat beim Neujahrsempfang der CDU über das Thema Gesundheit gesprochen. Dabei hat sie auch die Arbeitgeber in die Pflicht genommen, die Angebote für ihre Beschäftigen auch abzurufen.

Möhringen - Ob die CDU Bezirksgruppe Möhringen auch 2014 in der Oskar-Lapp-Akademie feiern kann? Der Vorsitzende Fred Wagner nutzte den Neujahresempfang am Montagabend, um bei den Gastgebern nachzuhaken. Schließlich plant die Firma Lapp am Standort Möhringen den Neubau einer Europazentrale. „Im nächsten Jahr werden wir auf jeden Fall noch hier sein“, beruhigte der Vorstandsvorsitzende Andreas Lapp die Gäste, darunter auch viele Ehrenamtliche.

Die hatten zu ungewohnter Zeit, nämlich bereits um 18 Uhr, auf den Stühlen Platz genommen. Der frühe Beginn war einem Anschlusstermin der Festrednerin Annette Widmann-Mauz geschuldet. Dem CDU-Kreischef und Bundestagsabgeordneten Stefan Kaufmann ermöglichte der 18-Uhr-Termin, auch noch kurz beim Neujahrsempfang des Bezirksbeirats Plieningen-Birkach vorbeizuschauen. Auf das lokale Geschehen ging Fred Wagner nur kurz ein. Er streifte die Themen Seepark, Europaplatz, Verkehrsstrukturplan und Bürgerhaushalt. Dass die Bundestagsabgeordnete Karin Maag aus Möhringen wegzieht, vergaß Wagner aber nicht zu erwähnen. „Ich bin ja nicht aus der Welt“, entgegnete die Vize-Kreisvorsitzende.

Der tägliche Spaziergang ist wichtig

Anschließend hatte Annette Widmann-Mauz, die stellvertretende Landesvorsitzende der CDU, das Wort. Ihr Thema: „Prävention und betriebliche Gesundheitsvorsorge“. Die Parlamentarische Staats-sekretärin erklärte, wie die Regierung Anreize schaffen will, damit die Bürger gesund bleiben. „Prävention ist keineswegs nur ein Thema für Junge, sondern für alle Altersgruppen. Es ist nie zu spät.“ Gerade für Senioren sei der tägliche Spaziergang wichtig. Widmann-Mauz wartete auch mit überraschenden Zahlen auf. Von den im Jahr 2011 verzeichneten 154 Krankenkassen hätten 29 nicht eine einzige Maßnahme zur betrieblichen Gesundheitsförderung im Angebot gehabt. Dabei lohnt es sich gerade für Unternehmen darin zu investieren, sagte die Staatssekretärin.

Schon jetzt könne ein Arbeitgeber pro Beschäftigten und Jahr Maßnahmen bis zu einer Höhe von 500 Euro anbieten: „Das ist steuerfrei.“ Der Nutzen sei groß: „Eine aktuelle Studie geht sogar von einem Kosten-Nutzen-Faktor von eins zu fünf aus.“ Worte, die auch Wagner zum Nachdenken anregten: „ Ich war zuletzt in einem Fitness-Studio, als ich dort bauliche Mängel aufgenommen habe.“

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