An Geräten wie diesen können sich Kinder und Jugendliche künftig in Steinheim austoben. Foto: Stadt Steinheim/Eibe

In Steinheim (Kreis Ludwigsburg) entsteht eine Anlage, auf der Besucher nach dem Vorbild von Ninja-Sportlern hangeln, klettern und sogar eine kleine Wand hinaufsprinten können.

Die Begeisterung für den Ninja-Sport dürfte in Steinheim deutlich höher sein als in den meisten anderen Kommunen. Schließlich wohnt mit Nicola Wulf die beste deutsche Athletin in der kleinen Stadt an der Murr. Die Gymnasiastin hat sich sogar schon ins Goldene Buch der Kommune eintragen dürfen. Dass die Erfolge der 18-Jährigen vor Ort einen kleinen Hype ausgelöst haben, lässt sich auch an den Plänen für die Neugestaltung des Spielplatzes am Fritz-Berckhemer-Weg ablesen. Dort werden nun nämlich verschiedene Ninja-Elemente installiert – womit man bei der Bürgerschaft offene Türen einrennt.

 

Große und kleine Einwohner hatten die Möglichkeit, sich bei der Entwicklung eines Konzepts einbringen zu können. „Und gerade das Thema Ninja-Parcours war sehr gefragt und gewünscht. Wir haben dazu nur positive Rückmeldungen bekommen“, sagte Annika Binnig, die Leiterin des Amts für Stadtentwicklung nun im Gemeinderat. Außerdem sei der eindeutige Hinweis gekommen, dass ein Spielplatz nach Schema F mit Rutsche, Schaukel und Sandkasten nicht gewollt sei.

Entsprechend wird die Anlage nun mit Geräten zum Hangeln, Klettern und Springen bestückt. Überdies soll eine kleine gewölbte Wand installiert werden, wie man sie, wenn auch in anderen Dimensionen, aus der TV-Show „Ninja Warrior Germany“ kennt. Kids können hier hinaufsprinten und sich an der höchsten Stelle festklammern. Anschaffen möchte die Stadt ferner ein Element, das aus zwei rechts und links montierten Wänden besteht, an denen man sich mit ausgebreiteten Armen und gespreizten Füßen Stück für Stück nach oben manövrieren kann.

Abrutschen des Hangs soll mit Boulderwand verhindert werden

An der Boulderwand kann man seine Griffkraft trainieren. Foto: Stadt Steinheim/Eibe

Ein weiteres Highlight dürfte die Boulderwand werden, die zugleich ein Abrutschen des Hangs auf dem abschüssigen Gelände verhindern soll. Abenteuerlustige Kletterer können dort sogar in einem Überhang ihre Griffkraft trainieren.

Wobei auf dem Spielplatz nicht nur Ninja-Anhänger ihre Freude haben sollen. Für die ältere Generationen werden drei Fitnessgeräte aufgebaut. Unter anderem ein Sandkasten, eine Rutsche, Balancierelemente und ein Trampolin sind ebenfalls vorgesehen.

Im September soll der Spielplatz eröffnet werden

Rund 360.000 Euro wird die Umgestaltung des Spielplatzes kosten, der 2024 wegen erheblicher Sicherheitsmängel an den Spielgeräten stillgelegt worden war. Der Gemeinderat gab mit großer Mehrheit grünes Licht für das mindestens in der Stadt einmalige Projekt. Die Bagger sollen nach Ostern anrücken. Die Fertigstellung ist für September geplant.