Der Honig ist geerntet – und für den Imker Boris Schieber und seine Bienen beginnen schon Ende August die Vorbereitungen auf die Winterzeit.

Murrhardt - Ein 15-Kilo-Eimer für die winzigen Tiere. „Das reicht bis zum Frühling“, meint Boris Schieber. Der Hobby-Imker stellt das riesige Gefäß mit Zuckersirup auf den Bienenstock, gibt einige Korken hinein, damit die Bienen nicht im süßen Saft ertrinken, und steckt schließlich fast liebevoll einige Äste als Kletterhilfen an den Eimer. Viel mehr braucht das Volk der Zeitungsbienen nicht, um über den Winter zu kommen. „Etwas Honig wird auch noch im Stock sein – den lasse ich den Bienen“, meint Schieber.

In diesem Jahr kaum Probleme mit der Varroa-Milbe

Seine 18 Bienenvölker haben ihre Schuldigkeit getan: Nachdem die Blütenhonigernte wegen der schlechten Wetterbedingungen ins Wasser gefallen war, haben die Bienen – auch das Volk Zeitungsbienen, das unsere Rems-Murr-Redaktion durch das Jahr begleitet – jede Menge Waldhonig gesammelt.

Vor kurzem hat Schieber auch die erste Behandlung gegen die Varroamilbe durchgeführt: Ameisensäure hilft gegen den Schädling, den viele Imker fürchten. Er kontrolliert ein Tuch am Boden des Bienenstocks auf tote Milben: Nur vereinzelt liegen winzige braune Kadaver dort – ein gutes Zeichen.

Bienenfest: Der Bezirksbienenzüchterverein in Murrhardt lädt am Sonntag, 27. August, von 11 Uhr an zum Bienenfest vor die Gemeindehalle Fornsbach. Es gibt unter anderem ein Bienenvolk im Schaukasten und viele Arbeitsgeräte der Imker zu sehen – und natürlich viele Produkte wie Honig, Pollen und Kerzen.

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