Der Vertrag mit der LCI Logistic Group zum Schwörerareal ist unterschrieben. Foto: Pascal Thiel

Das Transportunternehmen soll für wesentlich weniger Lkw-Verkehr als sein Vorgänger sorgen. Elektro-Lkw sollen eingesetzt werden.

Ludwisgburg - Die Bürger hätten einiges zu gewinnen, meint Freibergs Bürgermeister Dirk Schaible. Das Transportunternehmen LGI Logistics Group, das sich diesen Sommer auf dem ehemaligen Schwörer-Areal ansiedeln möchte, sorge nämlich dafür, dass künftig weniger Lastwagen durch den Ort führen als bisher.

Ein Großteil der bis zu 300 Lkw, die jeden Tag durch die Stadt rollten, waren für die Spedition Kühne und Nagel unterwegs, die bisher auf dem Areal gearbeitet haben. Die LGI verspricht dagegen, dass ihre Lastwagen die Lagerhalle nur in Richtung Autobahn verlassen werden – und so den Ort schonten. Die Nordumfahrung Richtung Benningen soll genutzt werden. Dies funktioniert, weil die Firma besondere Aufträge für einen Autohersteller in Stuttgart erledigt. Der Lieferverkehr zur Lagerhalle in Freiberg könne aber noch nicht eingeschätzt werden. Das bedeutet, dass weiterhin Laster durch den Ort fahren, die in Richtung Gewerbegebiet Neckar eins unterwegs sind. Die Firma LGI verspricht, dies künftig besser zu koordinieren.

Das Transportunternehmen sucht Mitarbeiter

Seit Jahresanfang genießt Freiberg eine Atempause: Die Spedition Kühne und Nagel, die das Gelände zehn Jahre lang von der Stadt gemietet hatte, ist ausgezogen. Das ehemalige Schwörer-Areal wurde danach an Greenfield Development verkauft. Seit Januar baut der Immobilienentwickler nun seit Januar auf einer Fläche von vier Hektar eine Multifunktionshalle mit einer Nutzfläche von 20 000 Quadratmetern und Büroflächen von 1200 Quadratmetern.

Mit dem neuen Gewerbepark will die LGI im Sommer zunächst 140 neue Arbeitsplätze schaffen; später sollen es 250 werden. Das Transportunternehmen sucht bereits Mitarbeiter für einfache Tätigkeiten sowie Staplerfahrer oder Logistik-Experten. Die LGI beschäftigt 4000 Mitarbeiter an 45 Standorten weltweit.

E-Lkw schonen vor Lärm und Abgasen

Beim Bau des Gebäudes auf dem Schwörer-Areal wurde nach Aussage des Unternehmens auch auf ökologische Aspekte geachtet. Die Wände wurden besonders energiesparend gedämmt, es gibt ausschließlich LED-Beleuchtung und – für die Freiberger besonders erfreulich – Andockstationen für E-Lastwagen sind eingeplant. Die elektronisch betriebenen Fahrzeuge werden wesentlich weniger Lärm und Abgase produzieren.

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