Noch laufen die letzten Bauarbeiten für die zwei Doppelcourts im Stadion an der Katharinenlinde. Am 18. April eröffnet der TSV RSK Esslingen die Padel-Anlage.
Den Trendsport Padel nach Esslingen zu bringen, das schwebte Oliver Meinecke schon lange vor. „Es geht darum, junge Leute anzusprechen“, findet der Vorstand für Bau und Sportanlagen beim TSV RSK Esslingen. Am 18. April ab 12 Uhr eröffnet der Verein im Stadion bei der Katharinenlinde zwei Doppelcourts.
Auf dem Sportgelände in der Esslinger Höhenlage mit Blick auf die Schwäbische Alb wird die Padel-Anlage gebaut. Nicht nur die Vereinsmitglieder, auch Breitensportlerinnen und -sportler will das Team ansprechen. „Wir freuen uns, neue Gesichter zu sehen“, sagt Kerstin Walter.
Der Boden der zwei Plätze ist schon fertig. „Wir haben viel Eigenleistung gebracht“, sagt Carolin Warbanoff. Auf der Baustelle ist Joachim Vetter aktiv. Die Unternehmerin hat selbst Baumaterialien gestiftet. So eine Investition „im fünfstelligen Bereich“ könne sich ein Verein ansonsten nicht leisten, sagt Projektleiter Oliver Meinecke. Er ist stolz auf sein Team. „Es ist wichtig, dass sich ein Verein weiterentwickelt und auf Trends reagiert“, sagt Patrick Seeger.
Die Initiative für die neue Padel-Anlage ging von der Tennisabteilung aus. „Viele von uns haben den Trendsport selbst ausprobiert“, sagt Sarah Mangold-Heilemann. „Padel ist eine noch junge Sportart, die in Mexiko erfunden wurde“, schreibt der Deutsche Padel-Verband. Dort entstand 1965 in Acapulco der erste Padelplatz, den Don Enrique Corcuera baute. „Es wird berichtet, dass Corcueras Wunsch nach einem eigenen Tennisplatz auf seinem Grundstück wegen fehlendem Platz nicht erfüllt werden konnte. Da ließ er eine verkleinerte Ausführung eines Platzes errichten, die mit der Hälfte eines Tennis-Doppelfeldes auf sein Anwesen passte“, ist in dem Abriss zu lesen.
Vor den Tennisplätzen auf der Sportanlage unterhalb der Katharinenlinde werden die zwei Doppelcourts gebaut. Überdacht ist die Anlage nicht. „Bei dem Sport kommt man gut in Bewegung, das kann man auch bei kälteren Temperaturen spielen“, ist Meinecke überzeugt. Nach dem Spiel könne man ein Bier oder einen Sundowner in der Vereinsgaststätte genießen, sagt Patrick Seeger.
„Mit der neuen Anlage für den Trendsport Padel geht es uns auch darum, junge Leute und Breitensportler für das Angebot des Vereins zu begeistern.“
Oliver Meinecke TSV RSK Esslingen
Dass Padel, das Spiel mit dem Schläger aus Kunststoff, auch für Einsteiger gut geeignet ist, sieht Meinecke als Chance für die Tennisabteilung. „Manche steigen vielleicht um.“ Das Spiel lasse sich als eine Mischung aus Tennis und Squash beschreiben. Die Platzmiete hat der Verein so gestaltet, dass sich das auch junge Leute leisten können – da jeweils zu viert gespielt wird, sind die Kosten zu teilen. Die Preise sind nach Zeiten gestaffelt. Montags bis freitags kosten 60 Minuten von 7 bis 16 Uhr 26 Euro; von 16 bis 22 Uhr 32 Euro. Am Wochenende werden ganztags von 7 bis 22 Uhr 32 Euro für 60 Minuten berechnet. Die Courts werden auch für 90 Minuten vermietet – das kostet je nach Zeitfenster 39 oder 48 Euro.
Mit einem Schnupperturnier, einem Showmatch und einem DJ feiert der Verein am Samstag, 18. April, ab 12 Uhr die Eröffnung. Dass der Sport boomt, zeigt sich an den neuen Courts, die im Kreis Esslingen entstehen. Im Sportpark Weil werden vier Padel-Courts gebaut, davon drei reguläre Double-Courts sowie ein Single-Court. Der Spielbetrieb soll im April beginnen. In Unterensingen haben die Brüder Frank und Daniel Haist bereits am 21. Februar ihre Padelhalle eröffnet.
Weitere Informationen: www.rsk-sport.de