Wer sich für schwarze Löcher, aber auch für Geschichte, Kunst und mehr interessiert, ist bei der Remstalakademie richtig. Foto: dpa

Astronomie und der Klimawandel, Kunstgeschichte und ein Streifzug durch die Epochen der Literatur – diese und andere Themengebiete wird vom Herbst an die Remstalakademie beleuchten. Die Volkshochschule (VHS) Unteres Remstal hat das neue Kursformat zur Allgemeinbildung entwickelt.

Waiblingen/Fellbach - Schwarze Löcher und der Klimawandel, die Geschichte der Malerei und ein Streifzug durch die Epochen der Literatur – von den Anfängen in Babylon bis zur Postmoderne: Die Volkshochschule (VHS) Unteres Remstal hat zum Herbstsemester ein neues Kursformat zur Allgemeinbildung entwickelt, bei dem wissbegierige Menschen sich in Vorlesungen zu den verschiedensten Bereichen des Lebens weiterbilden können.

„Remstalakademie“ nennt sich das Angebot, das die Bildungseinrichtung von Anfang Oktober an zunächst an zwei Standorten und zwei Vormittagen anbietet: dienstags in Waiblingen, mittwochs in Fellbach. „Wir denken, dass wir eine Lücke schließen“, sagt die Volkshochschulleiterin Stefanie Köhler: „Bisher konnte man bei uns zwar einzelne Kurse zu bestimmten Themen buchen, es gab aber keine Vortragsreihe, in der verschiedene Themenbereiche kombiniert werden.“

Neuer Fachbereich der VHS

Da es im Remstal weder eine Uni noch eine Hochschule und somit kein Studium Generale gebe, das interessierte Bürger als Gasthörer besuchen können, habe sich die Volkshochschule entschlossen, diesen neuen Fachbereich einzurichten. Das Interesse daran sei groß, sagt Stefanie Köhler, die davon ausgeht, dass hauptsächlich jüngere Senioren und Menschen, die nicht oder nicht Vollzeit arbeiten, das Angebot nutzen werden. Denn die Vorlesungen finden jede Woche, außer in den Schulferien, von 9 bis 12.15 Uhr statt. Teilnehmen kann jeder. „Man braucht keinen akademischen Hintergrund“, betont Stefanie Köhler. In naher Zukunft soll das Angebot auf alle Kommunen, für welche die Volkshochschule Unteres Remstal zuständig ist, ausgedehnt werden.

Als Veranstaltungsorte habe man gezielt attraktive Räume ausgewählt und potenzielle Teilnehmer nach ihren Wünschen befragt. Die meisten hätten sich einen Treffpunkt in zentraler Lage gewünscht, sagt Karin Beckmann, die das neue Format mitentwickelt hat. So treffen sich die Kursteilnehmer in Waiblingen im Kleinen Kasten beim Marktplatz, in Fellbach findet die Akademie in einem Seminarraum der Schwabenlandhalle statt.

Buchung nur im Gesamtpaket

Ein Kurs umfasst zwölf Treffen und kostet 195 Euro, für Frühbucher bis 30. Juni 175 Euro. „Das Angebot kann nur im Paket gebucht werden“, erklärt Karin Beckmann, die neben den Vorlesungen auch eine Exkursion der Teilnehmer vorgesehen hat. Sie führt nach Stuttgart, in die im vergangenen Herbst eröffnete Gedenkstätte Hotel Silber, und passt zu der wenig später vom Kunsthistoriker Markus Golser gehaltenen Vorlesung „Deutsch als Dekret: Nationalsozialistische Kulturpolitik“.

Der Religions- und Literaturwissenschaftler und Schriftsteller Martin von Arndt will mit den Remstalakademikern 4000 Jahre Literaturgeschichte erarbeiten. „Wir lesen auch einiges an Lyrik“, berichtet der 51-Jährige über seinen Kurs, der auf eine Dauer von mehreren Semestern angelegt ist. „Mir ist wichtig, dass es eine Weltliteraturgeschichte wird“, sagt von Arndt, der deshalb auch asiatische und afrikanische Literatur in seinen Vorlesungen berücksichtigen wird.

Mehr Wissenswertes zur Remstalakademie findet man hier

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