Neues Haarwuchsmittel Hoffnung für Glatzenträger

Von Markus Brauer 

Die altersbedingte Platte ist für viele Männer bisher ein unausweichliches Schicksal. Foto: dpa
Die altersbedingte Platte ist für viele Männer bisher ein unausweichliches Schicksal. Foto: dpa

Auch wenn die Glatze mittlerweile als Männlichkeitssymbol gilt, wünschen sich viele Kahlköpfe ihre Haare zurück. Britische Forscher haben jetzt ein Mittel entdeckt, dass die Haarpracht wieder sprießen lassen könnte.

Manchester - Hoffnung für Kahlköpfe: Forscher der Universität von Manchester haben ein Mittel entdeckt, das den Haarausfall bei Männern aufhalten könnte. Die ursprünglich gegen brüchige Knochen entwickelte Substanz verlängert die Wachstumsphase der Haarfollikel und fördert die Produktion neuer Haare, wie die Wissenschaftler im Fachmagazin „Public Library of Science Biology“ (PloS Biology) berichteten.

Dies ermögliche eine Wiederherstellung der Kopfbehaarung, erklärte der Studienleiter und Hautarzt Nathan Hawkshaw von der britischen Hochschule.

Der Weg zur Glatze

Haarfollikel sind Einstülpungen in der Kopfhaut, welche die Haarwurzel wie eine Hülle umgeben und in denen neue Haare gebildet werden. Haarausfall betrifft mehr als drei Viertel aller Männer. Was mit Geheimratsecken und lichtem Kopfhaar beginnt, endet bei vielen mit einer Glatze.

Der Verlust des vollen Haupthaares ist bisher unausweichlich. Genetische Veranlagung und eine Überempfindlichkeit gegen das männliche Sexualhormon Testosteron spielen dabei eine wichtige Rolle.

Wirkstoff gegen Osteoporose soll helfen

Auf der Suche nach neuen Haarwuchsmitteln stellten die Experten fest, dass der gegen Osteoporose entwickelte Wirkstoff WAY-31660 die Haarfollikel deutlich stärker wachsen lässt. Auch die Produktion von Keratin, einem Protein und Hauptbestandteil von Haaren, wurde angekurbelt.

Nach Aussage der Forscher ist WAY-31660 insgesamt vielversprechender und besser verträglich als Minoxidil und Finasterid, die bereits als Medikamente gegen erblich bedingten Haarausfall erhältlich sind. „Als nächstes ist eine klinische Studie nötig, die uns verrät, ob dieses Mittel und ähnliche Wirkstoffe bei Patienten mit Haarausfall sowohl effektiv als auch sicher wirken“, so Hawkshaw.

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