Mario Laube übernimmt bei der Stuttgarter Straßenbahnen AG das Amt des Kaufmännischen Vorstands. Foto: Laube

Die Stuttgarter Straßenbahnen AG ist mit einem deutlich gestiegenen Defizit 2018 in schweres Fahrwasser geraten. An der Spitze gibt es einen Wechsel.

Stuttgart - Der neue Kaufmännische Vorstand bei den Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) kommt aus Hannover. Der SSB-Aufsichtsrat wählte Mario Laube (47) am Dienstagabend als Nachfolger von Stefanie Haaks, die Anfang des Jahres zu den Kölner Verkehrsbetrieben ging. Als Motivation nannte sie die dort erheblich bessere Dotierung. Laut jüngstem Beteiligungsbericht der Stadt erhielt sie 2017 eine Vergütung in Höhe von 239 000 Euro.

Laube, der sich gegen einen internen Bewerber durchsetzte, stammt aus Berlin, hat dort an der Technischen Uni studiert, und ist aktuell Kaufmännischer Unternehmensbereichsleiter und Prokurist bei der ÜSTRA Hannoversche Verkehrsbetriebe AG. Dort ist er für Controlling, Beteiligungsmanagement, Einkauf, Logistik, Rechnungswesen und Finanzen verantwortlich. Zuvor war er bei den Berliner Verkehrsbetrieben im Controlling, Sachgebietsleiter für die Budgetplanung und -steuerung und Abteilungsleiter Kaufmännisches Management bei der U-Bahn. Laube ist verheiratet und Vater von vier Kindern. Spätestens zum 1. Dezember soll er bei den SSB beginnen.

Der Neue lobt die SSB

„Mario Laube verfügt über langjährige Kenntnisse und Führungserfahrung im öffentlichen Nahverkehr. Auf Basis einer exzellenten kaufmännischen Qualifikation ist er fachlich sehr breit aufgestellt und hat auch ein Verständnis für die besonderen technischen und betrieblichen Herausforderungen des ÖPNV in einer Großstadt“, erläutert Oberbürgermeister Fritz Kuhn, der SSB-Aufsichtsratsvorsitzende, die Entscheidung.

Laube selbst lobt die „hohe Leistungsfähigkeit und die beispielhafte Qualität der SSB ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sie entsprechen meinen persönlichen Vorstellungen“. Die ÜSTRA ist etwas kleiner als die SSB. 2018 lag das ÜSTRA-Ergebnis bei minus 25,9 Millionen Euro.

Die SSB war in jüngster Zeit in schwieriges Fahrwasser geraten, der Abschluss für 2018 weist überraschend ein Defizit von 34 Millionen statt geplanter maximal 25 Millionen Euro aus. Das Unternehmen hatte daraufhin den Leiter des Finanzbereichs nach Hause geschickt. „Ich bin mir der Verantwortung meiner neuen Führungsposition bewusst“, sagt Laube.

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