Per Kran werden die Palmen auf die Subtropenterrassen gehievt. Foto: Wilhelma/Meierjohann

Die bis zu sechs Meter großen Bäume wurden per Kranwagen von ihrer Winterresidenz wieder auf die Subtropenterrassen im Maurischen Garten gehievt.

Im Herbst sind in der Stuttgarter Wilhelma 20 Chinesische Hanfpalmen in ihr frostsicheres Winterquartier „geflogen“. Jetzt, pünktlich zum Frühlingsbeginn, kehren sie zurück zu ihrer angestammten Sommerresidenz auf den Subtropenterrassen des zoologisch-botanischen Gartens. Selbstverständlich bewegten sich am Mittwoch die fünf bis sechs Meter hohen Palmen nicht aus eigener Kraft fort. Ein Kranwagen hob die jeweils über eine halbe Tonne schweren Gewächse samt Kübeln empor und ließ sie dann auf den Subtropenterrasen oberhalb des Maurischen Gartens einschweben.

 

Kraftakt braucht viel Vorarbeit

Dieser Kraftakt erforderte einiges an Vorarbeit: Schon in den Vortagen wurden die Palmen per Gabelstapler aus den Gewächshäusern, in denen sie den Winter verbracht hatten, zum Maurischen Landhaus transportiert. Neun Gärtnerinnen und Gärtner waren dann seit dem frühen Morgen im Einsatz, um die Palmen „reisefertig“ zu machen und so anzugurten, dass sie den Transport per Kran und den „Flug“ schadlos überstehen konnten. „Der Palmenflug ist immer eine Herausforderung – da dank unseres eingespielten Teams jeder Handgriff sitzt, ging aber auch dieses Jahr wieder alles reibungslos über die Bühne“, sagt Dirk Herkert, der Technische Leiter des Fachbereichs Botanik.

Hanfpalmen stammen aus subtropischen Regionen Indiens und Chinas. Sie gelten als relativ unempfindlich gegen Kälte und überstehen sogar kurzzeitig Temperaturen von zehn Grad unter dem Gefrierpunkt. Da sie bei Dauerfrost Schaden nehmen, ist es trotz der meist milden Winter am Neckar notwendig, sie frostfrei überwintern zu lassen.