In Kürze soll das Fahrverbot für Diesel bis Euro 5 greifen. Foto: dpa/Marijan Murat

Am 1. Oktober soll das erweiterte Fahrverbot im Stuttgarter Talkessel, das auch Euro-5-Diesel umfasst, in Kraft treten. Doch das Gutachten, das die Landesregierung dazu brachte, ihren Widerstand aufzugeben, ist unvollständig, kritisiert die CDU-Fraktion im Landtag.

Stuttgart - Die Landtags-CDU ist nicht einverstanden damit, dass die Landesregierung das neue Gutachten zur Luftreinhaltung in Stuttgart kritiklos hinnimmt. Das Gutachten sagt für die Messstelle an der Pragstraße im kommenden Jahr selbst bei einem Fahrverbot für Euro-5-Dieselautos weiter Überschreitungen voraus, doch der hunderte Millionen Euro teure Rosensteintunnel, der im Sommer in Betrieb gehen soll, sei darin gar nicht berücksichtigt, erklärte der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Thomas Dörflinger, unserer Zeitung. Deshalb müsse er „schleunigst“ noch berücksichtigt werden, da damit der Grenzwert eingehalten werde.

Papier sagt sogar Verschlechterung voraus

Das Fahrverbot für Euro-5-Diesel soll am 1. Oktober im Kraft treten. Das Land hatte geprüft, es mit Hilfe des neuen Gutachtens beim Verwaltungsgericht noch zu kippen, nahm davon jedoch Abstand, weil das Papier teilweise trotz des erweiterten Fahrverbots sogar noch Steigerungen der Luftbelastung prognostizierte.

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