Nico Willig gibt jetzt bei den VfB-Profis die Richtung vor. Bisher trainierte er die A-Junioren der Stuttgarter. Foto: Baumann

Im Profifußball ist Nico Willig ein unbeschriebenes Blatt, doch im Nachwuchsbereich ist er ein erfolgreicher Trainer beim VfB Stuttgart. Nun soll er den Bundesligisten vor dem Abstieg bewahren.

Stuttgart - Als die Nachricht am Samstagabend vom VfB Stuttgart verbreitet wurde, da war sie in der Branche längst keine Überraschung mehr: Nico Willig übernimmt bis zum Saisonende den abstiegsbedrohten Bundesligisten. Er ist damit der Nachfolger des geschassten Markus Weinzierl. Doch wer ist dieser 38-jährige Fußballlehrer, der die Stuttgarter nun vor dem Abstieg retten soll?

Zunächst einmal ist Willig ein erfolgreicher Jugendtrainer. Mit den A-Junioren des VfB führt er die Tabelle der Bundesliga Süd/Südwest an. Auch im Finale des DFB-Pokals steht die Mannschaft – und so gut war schon lange kein VfB-Team mehr in dieser Altersklasse. Dadurch genießt Willig im Club große Wertschätzung, und zu Sportvorstand Thomas Hitzlsperger unterhält er ein gutes Verhältnis, heißt es. Beide arbeiteten eng zusammen, als Hitzslperger bis Februar noch Nachwuchschef war.

Nun hat der Manager Willig befördert. Schon an diesem Sonntag wird der Mann, der im Januar 2016 an die Mercedesstraße kam, die Profis anleiten. Mit ihnen soll er den Klassenverbleib schaffen – über die Relegation, denn alles andere scheint Utopie für eine Mannschaft, die beim FC Augsburg 0:6 untergegangen ist.

Eine schwere Mission wartet da auf Willig, der beim VfB anfangs die U 16 trainiert hatte. Danach kümmerte er sich um die U 17, ehe er schon bald die U 19 übernahm. Zuvor arbeitete der Coach in der Jugendabteilung der Stuttgarter Kickers (U 19), seine sportliche Heimat ist jedoch die TSG Balingen. Dort war er jahrelang Spieler und später auch Trainer in der Oberliga (Saison 2013/2014). Dazwischen hatte er bei den Balingern auch die Stelle des ersten hauptamtlichen Jugendkoordinators inne. Und jetzt soll Nico Willig den VfB vor dem Absturz in die Zweitklassigkeit retten.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: