Wer in einem Pumptrack unterwegs ist, muss nicht unbedingt treten. Foto:  

Stuttgart-Plieningen hat nun einen Pumptrack. Auf den neuen Biketrail darf alles, was rollt – auch Bobbycars, Roller oder Laufräder. Gebaut wurde er, weil Kinder sich dies gewünscht hatten.

Plieningen - Egal ob Bobbycar, Laufrad, Skateboard, Roller, BMX oder Mountainbike – auf den neuen Pumptrack darf alles, was rollt. Der etwa ein Meter breite Biketrail aus Asphalt ist mit Wellen, Steilwandkurven und Sprüngen versehen. Er kann auf einer Fläche von rund 1100 Quadratmetern in beide Richtungen befahren werden, da er in flachem Gelände gebaut worden ist. Der Clou: „Man muss nicht unbedingt treten, sondern kann alleine über gezielte Zieh- und Drückbewegungen – das Pumpen – und durch die Gewichtsverlagerung in Schwung kommen“, erklärt die stellvertretende Bezirksvorsteherin Mikaela Wessels, die für die Projektgruppe des Jugendrats zuständig ist.

Der Wunsch nach einem Pumptrack im Stadtbezirk sei erstmals bei einem Birkacher Jugendforum im Jahr 2016 geäußert worden, berichtet die Bezirksvorsteherin Andrea Lindel: „Um zu erfahren, ob der Wunsch noch aktuell ist, haben wir letztes Jahr gemeinsam mit dem Jugendrat eine Umfrage gemacht.“ Die Antwort sei eindeutig gewesen.

Das Gras-Wachsen hat am längsten gedauert

Nach der Beschaffung der notwendigen Finanzmittel vom Gartenamt in Höhe von 100 000 Euro und der Zustimmung des Bezirksbeirats wurde der Parcours von April bis Juni aus dem Boden gestampft. „Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass es bei der Stadt auch mal schneller gehen kann“, sagte die Bezirksvorsteherin schmunzelnd, „das Gras-Wachsen hat am längsten gedauert“.

Das wolle er auf seine Kappe nehmen, betont der Leiter des Garten-, Friedhofs- und Forstamts, Volker Schirner, kurz bevor er mit anderen Beteiligten das rote Band durchschneidet. Eine von ihnen ist die 17-jährige Jugendrätin Ida Schmid, die sich sehr über den neuen Pumptrack und den großen Andrang bei der Eröffnung freut. „Ich hätte nicht gedacht, dass so viele kommen.“

Der Jugendrat wurde in den Entstehungsprozess eng eingebunden. Am Ende durften die Jugendlichen auch darüber entscheiden, welcher der drei Entwürfe schlussendlich gebaut wurde. Geplant und gebaut wurde die Pumptrack-Strecke vom Büro Willar, das sich auf solche Projekte spezialisiert hat.

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