In Erdmannhausen (Kreis Ludwigsburg) eröffnet am Montag, 7. April, in der Ortsmitte ein neues Restaurant. Zum Auftakt gibt es eine Schnäppchen-Aktion.
In Fellbach war Ende März die Hölle los. Vor allem Kinder und Jugendliche standen sich bei der Eröffnung eines Döner-Imbisses die Beine in den Bauch. Grund war ein Marketing-Coup: Die ersten 1500 Portionen gingen fast geschenkt für nur einen Cent über den Tresen. Nicht ganz so günstig bringen Fatma und Abdullah Aslan am Montag, 7. April, zur Einweihung ihres Restaurants in der Erdmannhäuser Pflasterstraße ihren Döner unters hungrige Volk. Doch auch hier könnten sich längere Schlangen bilden.
Lediglich einen Euro wird das Ehepaar für das beliebte Schnellgericht abkassieren. Und die Stückzahlen sind nicht wie in Fellbach limitiert. „Wir haben genügend Vorrat“, versichert Fatma Aslan. Die offizielle Eröffnung mit Bürgermeister Marcus Kohler sei auf 12 Uhr terminiert. Um 13 Uhr falle der reguläre Startschuss. Die folgenden fünf Tage biete man den Döner dann auch noch reduziert für jeweils fünf Euro an, sagt die Chefin von Aslan Kebap & Pizzahaus.
Der neue Imbiss liegt in der Ortsmitte. In dem Gebäude war früher eine Schlecker- später eine Drehpunkt-Filiale angesiedelt. Zuletzt hatten die Räumlichkeiten längere Zeit leer gestanden, ehe die Aslans das Ruder übernahmen.
Das Ehepaar hat den Laden gemietet, der einem Marbacher Privatmann gehört, und will dort einen türkischen Imbiss mit Restaurantcharakter etablieren. In der Praxis bedeutet das, dass sich die Besucher in dem gastronomischen Betrieb ganz klassisch Döner, Pide, Lahmacun und Co. bestellen können. „Wir haben aber dabei genügend Platz, damit man sich gemütlich hinsetzen kann“, sagte Fatma Aslan Mitte Februar bei der Vorstellung des Projekts.
Die Wirtin ist in Erdmannhausen keine Unbekannte. Auf der anderen Straßenseite des Lokals hatte sie mit ihrem Mann bis vor wenigen Jahren einen Döner-Imbiss geführt. Das Geschäft gaben die Eheleute damals nur schweren Herzens auf. Sie seien sich mit dem Vermieter nicht mehr über die Konditionen einig geworden, sagten die Eheleute. Vor allem hätten sie einen längerfristigen Vertrag angestrebt, um mit einer sicheren Perspektive im Rücken in eine Verschönerung investieren zu können.
Seit dem bitteren Aus im Sommer 2021 waren die beiden auf der Suche nach einer neuen Lokalität, bekamen dabei auch Tipps von früheren Kunden. Schließlich hätten sie sich an den Eigentümer der Räumlichkeiten gewandt, in denen früher die Schlecker- und nach der Pleite des Unternehmens eine Drehpunkt-Filiale untergebracht war, sagte Fatma Aslan. Im September 2023 sei der Vertrag unterschrieben worden. Allerdings habe es einige Zeit gedauert, bis man vom Landratsamt die Genehmigung für den Imbiss in der Tasche hatte.
In den vergangenen Wochen wurde in dem früheren Laden fleißig gestrichen und gebohrt, um schnellstmöglich eröffnen zu können. Nun ist es so weit. In dem neuen Imbiss möchte Fatma Aslan die eine oder andere Änderung im Vergleich zum früheren Betrieb in Angriff nehmen. So will sie einen Mittagstisch anbieten. „Wir möchten auch Hähnchenfleisch einführen“, sagte sie im Februar. Freitags könne man sich darüber hinaus pures Scheibenfleisch servieren lassen, also Rindfleisch, das ohne den sonst üblichen Hack-Zusatz hergestellt werde.
Der Wirtin ist nicht vor der Konkurrenz bang, die auf der anderen Straßenseite an ihrem früheren Standort ein ähnliches kulinarisches Portfolio abdeckt. „Ich glaube, das wird funktionieren“, sagte sie. „Wir hatten viele Stammkunden. Wir machen alles selbst, ob Teig, Yufka, Pizza oder unser Brot. Nur das Fleisch bestellen wir“, so die Erdmannhäuserin.