Wer im Marbacher Einwohnermeldeamt wartet, kann viel über seine Stadt erfahren. Denn: Marbach ist weitaus mehr, als nur Schiller.
Marbach hat mehr Museen als Berlin – zumindest auf die Einwohner gerechnet. Sieben sind es, die beiden Literaturmuseen auf der Schillerhöhe sind weithin bekannt. Von den fünf anderen Museen in der Altstadt kennen die meisten zumindest Schillers Geburtshaus. Aber Marbach hat mehr als nur Schiller. Die anderen vier? Da fällt so manchem die Antwort schwer, egal ob Tourist oder Einheimischer.
Das zu ändern, war der Plan von Monika Schreiber, Manfred Knappe und Armin Hüttermann. Die drei umtriebigen Marbacher hatten die Idee, für die fünf Häuser im Marbacher Museumsquartier zu werben – und zwar dort, wo jeder Marbacher früher oder später ein wenig Zeit verbringen muss: im Warteraum des Einwohnermeldeamtes.
Mit QR-Code zum Abscannen
Dort hängen sie nun, die fünf brandneuen Plakate mit Bildern, kleiner Erklärung und Adresse der Museen: besagtes Schillers Geburtshaus, Tobias-Mayer-Museum, Fritz-Genkinger-Kunsthaus, Technisches Kulturdenkmal Ölmühle Jäger und Oberer Torturm. Dazu gibt es jeweils einen QR-Code zum Abscannen, denn im besten Falle muss man im Wartebereich nicht so viel Zeit verbringen, bis man alle fünf Plakate durchgelesen hat.
Entworfen hat die Plakate die Kommunikationsdesignerin Sybille Wohlfarth, die die Altstadt-Museen in Fragen des Designs betreut. Finanzielle Unterstützung zur Umsetzung der Plakate gab es von der Marbacher Firma Egetrans.
Die internationale Spedition ist bekannt als Namenssponsor der Eishockeymannschaft Bietigheim Steelers und als Teampartner des VfB Stuttgart. Aber auch „Kultur im Flecken ist wichtig“, sagt Heiko Schaal, Head of Communication bei Egetrans. Daher das Engagement, das Monika Schreiber sowie der Bürgermeister Jan Trost in Zeiten knapper Stadtkassen umso mehr schätzen, wie sie bei einer kleinen Feierstunde mit allen Beteiligten betonten.