Schichtwechsel im Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Ohne das Gremium gäbe es weder die Nachtbusse noch die Downhill-Strecke zwischen Degerloch und Stuttgart-Süd. Nun wurden die neugewählten Mitglieder des Jugendrats im Stuttgarter Rathaus begrüßt.

Stuttgart - Im Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses hat der Altersdurchschnitt am Mittwochabend einen rekordverdächtigen Tiefstand erreicht: Während Lounge-Musik lief, füllten sich die Reihen mit Jugendlichen. Verwaltungsbürgermeister Fabian Mayer (CDU) hatte die 193 neu gewählten Jugendräte und deren Stellvertreter zur Begrüßung ins Rathaus geladen, gleichzeitig wurden die 150 ausscheidenden verabschiedet.

Die Arbeit des Jugendrats der vergangenen Jahre habe sichtbare Spuren in der Stadt hinterlassen, lobte Mayer. Als Beleg nannte er beispielhaft die Einführung der Nachtbusse und des Azubi-Tickets, die Ausweitung des Scool-Abos und die Einrichtung der Downhill-Strecke zwischen Degerloch und Stuttgart-Süd. Trotz zeitlicher Beanspruchung lohne sich der freiwillige Einsatz. „Die meisten empfinden das Engagement als wertvoll und gewinnbringend“, sagte Mayer.

Stuttgart hatte als erste Großstadt einen Jugendrat

Stuttgart hat 1995 als erste deutsche Großstadt einen Jugendrat eingerichtet. Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren können sich alle zwei Jahre direkt in das parteipolitisch neutrale Gremium wählen lassen und sich für Verbesserungen in ihren Bezirken einsetzen.

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