Katja Wildermuth nach ihrer Wahl in München Foto: dpa/Lino Mirgeler

In seiner Sitzung am Donnerstagabend (22. 10.) hat der Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks erstmals eine Frau an die Spitze gewählt.

München - Die bisherige Programmdirektorin des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR), Katja Wildermuth, wird ab Februar 2021 neue Intendantin des Bayerischen Rundfunks (BR). Der BR-Rundfunkrat wählte Wildermuth in seiner Sitzung zur Nachfolgerin von Ulrich Wilhelm, wie der BR am Donnerstagabend in München mitteilte. Die 55-Jährige wird damit die erste Frau an der Spitze der viertgrößten öffentlich-rechtlichen Landesrundfunkanstalt. Zur Wahl hatten zudem der BR-Verwaltungsdirektor Albrecht Frenzel (54) sowie der Bereichsleiter Dokumentation und Archive des Schweizer Radios und Fernsehens (SRF), Christian Vogg (55), gestanden.

Die Intendantin des BR wird für die Dauer von fünf Jahren gewählt. Der bisherige Amtsinhaber Wilhelm hatte den Posten zwei Amtszeiten inne, also seit 2011. Er hatte im Juli erklärt, für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

Die gebürtige Berlinerin Wildermuth kam 1994 - nach ihrem Studium in München - zum MDR. Ab 2004 leitete sie dort die Redaktion Geschichte und Gesellschaft und war Stellvertreterin der Leiterin des Programmbereichs Kultur und Wissenschaft. Unter ihrer redaktionellen Verantwortung entstanden preisgekrönte Dokumentarfilme wie „Neo Rauch“, „Mauerhasen“, „Hitler’s Children“, „Night Will Fall“ und „Putins Spiele“. Ende 2016 wechselte Wildermuth zum Norddeutschen Rundfunk, wo sie als Kulturchefin bis März 2019 Verantwortung für etwa 20 TV-Formate für NDR, Das Erste und Arte trug. Im April 2019 wurde sie Programmdirektorin des MDR in Halle. Der BR beschäftigt mehr als 3.000 feste Mitarbeiter und viele weitere freie Mitarbeiter.

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