Christine Rothwein, Heide Gretsch, Anke Hägele und Soumela Amiridou (von links) vom Hilfsprojekt Neugereut aktiv. Foto: Neugereut aktiv (z)

Das Projekt Neugereut Aktiv, welches Langzeitarbeitslosen hilft, läuft Ende Dezember aus. Nun ist eine weitere Projektphase genehmigt worden, die bis 2022 geht.

Neugereut - Seit dem 1. Juni 2015 gibt es Neugereut aktiv, welches noch bis Ende Dezember 2018 läuft. Nun haben der Bezirksbeirat Mühlhausen und der Ausschuss für Umwelt und Technik eine weitere Projektlaufzeit von 2019 bis 2022 befürwortet und stellen Fördergelder in Höhe von 849 054 Euro zur Verfügung. Das Jobcenter fördert die neue Maßnahme mit 78 000 Euro.

Das Projekt des Europäischen Sozialfonds kümmert sich um Langzeitarbeitslose ab dem Alter von 27 Jahren aus Neugereut und den angrenzenden Stadtteilen Hofen, Mönchfeld, Freiberg und Mühlhausen. Beim vergangenen Projekt wurden 47 Teilnehmer in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gebracht, bilanzierten die Verantwortlichen Christine Rothwein und Michael Maier. Frauen hätten sich leichter aktivieren lassen, so ihre Bilanz. Sozialer Träger des Projekts ist die Gesellschaft für Jugendsozialarbeit und Bildungsförderung (GJB) mit dem Team „Neugereut Aktiv“.

185 Teilnehmer

185 Teilnehmer hat das Projekt bis September verzeichnet, davon seien 104 Frauen beraten worden. 134 Personen haben den Angaben zufolge einen Migrationshintergrund. Ziel des Projektes ist es, den Menschen zu helfen, arbeitsfähig zu werden und die Integration zu fördern. Dazu bietet das Team Beratungs- und Coaching an, Bildungs- und Qualifizierungsangebote, Stadtteilaktionen ein Café Aktiv und externe Beratungsangebote. Es wurde Kontakt mit anderen Vereinen aufgenommen wie dem TSV Steinhaldenfeld.

Es gab Workshopangebote zur gesunden Ernährung. Jobmessen wurden besucht und die Arbeitsagentur. Zudem wurden Beauty-Beratung und Fotoshooting für Bewerbungsbilder angeboten. Bei den Vermittlungshemmnissen zählen die Verantwortlichen zu 74 Prozent fehlende fachliche Qualifikationen auf. 42 Prozent der Teilnehmer fehlen Deutschkenntnisse und 25 Prozent hätten eine schwierige familiäre Situation. 21 Prozent würden unter physischen Einschränkungen leiden und 13 Prozent unter psychischen Beeinträchtigungen. 12 Prozent der Teilnehmer hätten eine unsichere Wohnsituation. Jetzt hat das Team den Zuschlag für ein 5. Biwaq bekommen in Kooperation mit dem Jobcenter. Es gehe dabei um digitale Inklusion, so Rothwein. Dazu soll es am 15. Februar 2019 eine Infoveranstaltung im Stadtteilzentrum in Neugereut geben. Beginn ist um 14.30 Uhr.

Einmütige Zustimmung

CDU-Bezirksbeirätin Heike Funk wollte wissen, ob es Probleme wegen der Kinderbetreuung gebe. Rothwein verneinte, es sei eher die Frage, wann die Frauen wieder in den Job gehen. Auf die Frage von Jochen Brust (CDU), um was für Firmen es sich handele, in die vermittelt werde, erklärte Rothwein, es handle sich eher um kleinere Firmen. Sowohl der Bezirksbeirat Mühlhausen als auch der Ausschuss für Umwelt und Technik haben dem neuen Projekt einstimmig zugestimmt. Neugereut Aktiv wird unter anderem mit dem Bürgerverein Interessensgemeinschaft Neugereut, dem Stadtteilmanagement der Sozialen Stadt, dem Haus St. Monika, der Volkshochschule, sowie der Bürgerzeitvorsorge kooperieren.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: