Die achte Generation des 911 Targa aus Zuffenhausen Foto: Porsche

Inmitten der Coronavirus-Pandemie stellt Porsche ein neues Derivat des Porsche 911 vor. Wegen der Hygienevorschriften findet die Premiere nur im Internet statt.

Stuttgart - In der Coronavirus-Pandemie können die deutschen Autohersteller ihre neuen Fahrzeuge nicht mehr mit der gewohnt großen Show vorstellen. Es gibt keine vollen Messehallen mehr, keine Pressekonferenzen, keine Vorführungen vor vielen Menschen, etwa auf einer Rennstrecke.

So kommt es, dass der Stuttgarter Autobauer Porsche nun – nach eigener Aussage zum ersten Mal überhaupt – ein neues Modell rein digital vorstellt hat: den Porsche 911 Targa. Ursprünglich hätte der Wagen bei einer Automesse in Peking vorgestellt werden sollen.

„Die Digitalisierung hat es möglich gemacht, dass wir trotz des Lockdowns mit den Kunden in Kontakt waren“, sagte Porsches Vertriebschef Detlev von Platen unserer Zeitung. Man habe gemerkt, dass man auch mit virtuellen Präsentationen der Fahrzeuge „eine hohe Aufmerksamkeit“ erreiche. „Das machen wir weiter so“, kündigte von Platen an.

Porsche kämpft mit Corona-Krise

Den neuen 911 Targa der achten Generation stellte Porsche nun also in seinem eigenen Web-TV-Format namens „9:11 Magazin“ vor. Er ist ein Derivat des Porsche 911, der bis heute das Bild des Autobauers in der Öffentlichkeit prägt. Der Targa, eine Art Hybrid aus Coupé und Cabriolet mit markantem, breitem Bügel hinter den Sitzen, kam erstmals 1965 auf den Markt.

Das nun vorgestellte Modell soll ab August 2020 zu kaufen sein. Es gibt dieses Modell in zwei Versionen: der 911 Targa 4 startet bei einem Preis von rund 128 000 Euro, die stärkere Variante 911 Targa 4S bei rund 144 000 Euro. Die 4S-Variante hat 450 PS und soll in 3,6 Sekunden auf 100 Stundenkilometer beschleunigen.

Während des Coronavirus-Lockdowns hatte Porsche wie die gesamte Autoindustrie mit starken Absatzproblemen zu kämpfen, da die Autohäuser weltweit zum größten Teil geschlossen waren. Weil zudem die Lieferketten zusammengebrochen waren, hatte Porsche für mehrere Wochen die Produktion eingestellt.

„Was die Zahlen angeht, haben wir so etwas noch nie erlebt“, sagte Vertriebschef von Platen. „Wir haben insbesondere im April einen starken Einbruch der Auslieferungen gesehen.“ China mache Porsche aber optimistisch, dort liege man fast wieder auf dem Niveau des Vorjahres.

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