Pollack (Hannes Jaenicke, li.) befragt eine Zeugin (Hannah Hoekstra). Foto: ARD/Martin Menke

Die dritte Folge der „Amsterdam“-Krimireihe im Ersten ist da. Der Ermittler Pollack (Hannes Jaenicke) und seine Kollegen werden in „Tod im Hafenbecken“ von ganz oben behindert.

Stuttgart - Es geht um richtig viel Geld. Darum treffen sich ein paar der Herren, die zig-Millionen vor der Steuer versteckt haben, zu einer Konferenz, bei der, als sei das eine normale Geschäftsmaßnahme, der Mord an einem deutschen Investigativjournalisten beschlossen wird. So kommt die neue Folge des „Amsterdam“-Krimis im Ersten in Gang, und es geht auch konspirationsbewusst weiter. Die Mordkommission in Amsterdam rund um Kommissar Bram de Groot (Fedja van Huêt) erhält in „Tod im Hafenbecken“ Hilfe vom Düsseldorfer LKA-Ermittler Pollack (Hannes Jaenicke), wird aber von ganz oben behindert. Einmal stürmt die Finanzpolizei in Rollkommandomanier – kugelsichere Westen, gezückte Schusswaffen – die Büros der Mordermittler und beschlagnahmt wichtiges Beweismaterial.

Große Vorbilder

Die „Amsterdam“-Reihe, deren vierter Teil am 11. Juni folgt, orientiert sich also sehr an internationalen Vorbildern: Action und Überspitzung bestimmen die Szenerie, ein düsteres Weltbild wird von coolen, aufrechten Cops ausbalanciert, und natürlich darf Pollack sich auch emotional ein wenig verstricken. Hannes Jaenicke mixt wie die US-Kinohelden Keckheit, Verbitterung, Humor, Angeberei, Bedachtheit und Draufgängertum. Ob einem dieser Krimi gefällt, hängt davon ob, ob man diese Anleihen als packend empfindet – oder als Aufforderung, mal wieder einen Bruce-Willis-Film zu schauen.

Ausstrahlung: ARD, 4. Juni 2020, 20.15 Uhr. Bereits vorab in der Mediathek des Senders, bis 4. 12. 2020.

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