Eine formale Entscheidung ist aber noch nicht getroffen. Foto: Leif Piechowski/Leif-Hendrik Piechowski

45 Kampfjets vom Typ F18 des Herstellers Boeing: Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat bei der US-Regierung Interesse an einer Bestellung angemeldet. Eine formale Entscheidung ist aber noch nicht getroffen.

Berlin - Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat bei der US-Regierung Interesse am Kauf von 45 Kampfjets vom Typ F18 des Herstellers Boeing angemeldet. Die Ministerin habe ihrem US-Kollegen Mark Esper am Donnerstag per E-Mail mitgeteilt, die Bundeswehr beabsichtige, 30 F-18 „Super Hornet“ und 15 F18-Jets vom Typ „Growler“ zu bestellen, berichtete der „Spiegel“ am Sonntag. Das Verteidigungsministerium erklärte am Sonntagabend, man stehe „ständig im Gespräch mit unseren Verbündeten“.

Überalterte Tornado-Flotte ersetzen

Die Pläne des Verteidigungsministeriums sehen vor, die überalterte Tornado-Flotte der Bundeswehr vom Jahr 2025 an durch bis zu 90 weitere Eurofighter-Jets sowie 45 F-18-Kampflugzeuge von Boeing zu ersetzen. Das US-Modell soll dabei für den elektronischen Luftkampf sowie die „Nukleare Teilhabe“ Deutschlands an US-Waffen beschafft werden. Eine formale Entscheidung ist aber noch nicht getroffen.

Nach dpa-Informationen hat die Ministerin ihre Kollegen in den USA, Großbritannien und Frankreich über den Verfahrensstand informiert. Eine Bestellung gibt es nicht - darüber müsste auch das Parlament entscheiden. Mit dem Koalitionspartner SPD liefen seit mehreren Wochen dazu Gespräche, hieß es.

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