Theresia Bauer hat eine kleine gute Nachricht für die Kulturszene. Foto: dpa/Christoph Schmidt

Darauf haben viele Künstler und Veranstalter gewartet: Es gibt einen Termin, wann sie wieder loslegen können – zumindest im Kleinen.

Stuttgart - Das Kunstministerium in Stuttgart hat einen Fahrplan zum Start des öffentlichen Kulturlebens nach der Corona-Zwangspause vorgestellt. Kleine künstlerische Veranstaltungsformate sollen ab 1. Juni möglich werden, falls die räumlichen Bedingungen das zulassen und das Einhalten von Hygiene- und Abstandsvorgaben garantiert werden könnten, sagte Ministerin Theresia Bauer (Grüne) am Mittwoch. Die Rückverfolgbarkeit der Teilnehmer müsse dabei gewährleistet sein. Die Bibliotheken und Archive im Land sind bereits seit 20. April geöffnet. Museen, Freilichtmuseen und Häuser, in denen Ausstellungen zu sehen sind, dürfen seit 6. Mai wieder Publikum empfangen.

In Bayern wollen der Ministerpräsident Markus Söder sowie die Kunst- und Wissenschaftsminister Bernd Sibler und die Digitalministerin Judith Gerlach (alle CSU) am Donnerstag, dem 14. Mai 2020, verkünden, wie es im Freistaat mit Kulturveranstaltungen weitergehen soll. Filmschaffende, Musiker, Künstler, Schauspieler, Veranstalter und viele andere Kulturschaffende stecken wegen der coronabedingten Schließungen in großen finanziellen Schwierigkeiten oder sehen gar ihre Existenz bedroht. Sie fordern eine bessere finanzielle Unterstützung und endlich eine Perspektive, wann Theater, Kinos, Konzertsäle und andere Einrichtungen wieder öffnen können. Erst vergangene Woche hatte Sibler die Hoffnungen aber gedämpft und von einem schweren Sommer für Theater- und Konzertveranstalter gesprochen. Derzeit richte man alle Planungen darauf aus, zur neuen Spielzeit im Herbst zu beginnen.

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