Die Nutzung der Boccia-Bahn beim F3-Bad ist kostenlos. Foto: Archiv (Sascha Sauer)

Für die Boccia-Bahn an der Esslinger Straße gilt eine neue Benutzerordnung. Die Stadt Fellbach will sich auch um verschiedene Reparaturarbeiten kümmern.

Fellbach - Wirklich einladend sieht die Boccia-Bahn an der Esslinger Straße derzeit nicht aus. Aber sie ist wieder in Betrieb und wird bespielt. Das Schild, das die Stadt im vergangenen Herbst angebracht und mit dem sie auf die Schließung hingewiesen hatte, ist weg. Eine neue Benutzerordnung wurde ausgehandelt. Die Tafel dazu sei fertig und werde demnächst angebracht, sagt Ingo Naujoks vom Tiefbauamt der Stadt Fellbach.

Die Boccia-Anlage bleibt im städtischen Besitz

Darauf werden dann auch die E-Mail-Adressen des Centro Italiano und des Albanischen Vereins stehen. Die beiden Vereine bekommen die Schlüssel, die Anlage selbst bleibt weiterhin in städtischem Besitz. Im September 2001 wurde sie im Rahmen der Stadtteilbegehung des damaligen Oberbürgermeisters Christoph Palm eingeweiht – auf vielfachen Wunsch aus der Bevölkerung.

Der Club Centro Italiano hat die Anlage von Anfang an betreut. Das bot sich auch durch die Nähe seiner Clubräume an, die über der Straße im Untergeschoss der Silcherschule lagen. Dort konnten die Spieler auf die Toilette gehen und sich mit Getränken versorgen. Im vergangenen Sommer musste das Centro in Räumlichkeiten des Kunst-Werks in der Schorndorfer Straße umziehen. Das Untergeschoss der Schule wird für die Ganztagsbetreuung benötigt.

Die Stadt Fellbach hat jetzt ausgehandelt, dass Boccia-Spieler künftig die Toiletten im F3-Freizeitbad kostenlos benutzen dürfen und im Winter von 16 bis 20 Uhr und im Sommer eine Stunde länger auf den beiden Bahnen spielen können. „Einzelpersonen dürfen immer dazu kommen“, sagt Christine Hug, Leiterin der Stabsstelle Senioren, Integration und Inklusion der Stadt Fellbach, in deren Bereich die Boccia-Bahn fällt. „Die Nutzung ist kostenfrei“, sagt sie und weist darauf hin, dass sich Gruppen künftig per E-Mail anmelden müssen – entweder beim Albanischen Verein oder dem Centro Italiano.

Das kaputte Tor soll demnächst repariert werden

In den kommenden Wochen will die Stadt noch ein paar „Hausaufgaben machen“, damit das Spiel auf der Bahn wieder Spaß macht und auch eine gute Basis schaffen, dass Unstimmigkeiten und Enttäuschungen aus der Vergangenheit ausgeräumt werden. „Wir werden das Tor, das wahrscheinlich offen stand und dann beim Vorbeifahren von einem Lastwagen beschädigt wurde, reparieren“, sagt Ingo Naujoks. „Die nicht überdachte Bahn, die zur Esslinger Straße hin liegt, bekommt eine neue Feinabdeckung und eine Drainage, die Vertiefungen werden egalisiert“, verspricht er weiter und rechnet hoch, dass die Kosten dafür unter 10 000 Euro liegen dürften. Unklar ist, aus welchem städtischen Topf sie bezahlt werden. Darüber werde derzeit innerhalb der Stadtverwaltung noch verhandelt, sagt Naujoks und meint, dass die Kosten nicht bei den Ausgaben des Tiefbauamtes auftauchen, sondern vom Amt für Schule und Sport beglichen werden sollten. Solange das nicht klar sei, werde mit den Arbeiten auch nicht begonnen, sagt Naujoks.

In den zurückliegenden Jahren, erinnert man sich bei der Stadt, hat die Boccia-Bahn keine größeren Kosten verursacht, es seien keine nennenswerten Instandhaltungsarbeiten notwendig gewesen. Kleinigkeiten, die zu machen waren, hatte das Centro Italiano vorgenommen, unentgeltlich. Dort hofft man, dass die neue Saison auf der Boccia-Bahn gut läuft.

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