Der Bauernmarkthalle am Vogelsang haben viele Anwohner nachgetrauert. Inzwischen ist dort ein Rewe. Foto: FACTUM-WEISE

Pflugfelder startet am Vogelsang mit dem Bau von 152 Wohnungen. Knapp die Hälfte davon sollen Mietwohnungen sein.

S-West - Voraussichtlich im Frühjahr 2022 sollen die Wohnungen auf dem neuen Areal „Am Vogelsang“ fertig sein. Die Ludwigsburger Firma Pflugfelder baut dort im Rahmen eines Joint Ventures mit dem Fellbacher Unternehmen Dr. Vogg 152 neue Wohnungen – 79 Eigentums- und 73 Mietwohnungen. Bei dem Areal handelt es sich um ein ehemaliges Grundstück der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB), auf dem sich auch die Bauernmarkthalle befand. „Da der Wohnungsmarkt nach wie vor sehr angespannt ist, wollen wir mit unserem Projekt ‚Am Vogelsang’ dazu beitragen, das Angebot an Wohnungen in gefragter Lage auszubauen“, sagt Julian Pflugfelder, Gesellschafter der Pflugfelder Unternehmensgruppe. Mit den Tiefbauarbeiten sei bereits begonnen worden.

Die Hälfte der Wohnungen sind zur Miete

Geplant sind vier Häuser mit Eigentumswohnungen sowie ein Wohn- und Gewerbegebäude mit einer Wohnfläche von 11 900 Quadratmetern. Dort befänden sich die Mietwohnungen, die zwischen 31 und 134 Quadratmeter groß seien. Man wolle für sowohl für Familien als auch für Paare ohne Kinder Wohnraum bieten und eine „echte Mehrgenerationenwohnanlage“ schaffen, sagt Pflugfelder.

Als die SSB im Jahr 2015 das Areal an die Ludwigsburger Immobilienfirma verkaufte, gab es von vielen Seiten Kritik an dem Vorgang – auch von einigen Stadträten und Bezirksbeiräten. Vor allem die Lokalpolitiker hätten es gerne gesehen, wenn die SSB an eine Genossenschaft verkauft hätte, um dort Wohnungen für Sozialschwächere zu bauen. Dort rechtfertigte man sich damals, man müsse das Vermögen des Unternehmens „bestmöglich verwalten“, die finanziellen Verhältnisse seien „sehr angespannt“.

Das Projekt war bei Nachbarn und Lokalpolitikern nicht sehr beliebt

Aus der Nachbarschaft hagelte es ebenfalls Kritik, weil Pflugfelder sich nicht mit den Mietern der Bauernmarkthalle über die Miethöhe einigen konnte und diesen letztlich kündigte. Die kleinen öko-fairen Läden konnten sich die geforderte Miete nicht leisten. Fast zwei Jahre stand die Halle dann leer – bis nun Anfang diesen Jahres die Supermarktkette Rewe dort eröffnete. Aufgrund von fehlenden Baugenehmigungen hatte sich sowohl die Eröffnung des Supermarktes als auch der Baubeginn auf dem Wohnareal immer wieder verzögert.

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