Autofahrer müssen in Leinfelden Umwege einkalkulieren. Foto: Norbert J. Leven

Voraussichtlich am 10. August beginnen die Bauarbeiten in den Schelmenäckern. Dort sollen bis zu 223 Wohnungen entstehen, auch das Jugendhaus Areal bekommt einen Neubau. Für die Arbeiten muss allerdings die Straße für vermutlich zwei Jahre gesperrt werden.

Leinfelden - In den Schelmenäckern entsteht ein neues Wohngebiet. Die Bauarbeiten sollen bereits im August beginnen. Aus diesem Grund muss die Max-Lang-Straße im Bereich zwischen den beiden Einmündungen der Kohlhammerstraße gesperrt werden. Voraussichtlicher Beginn ist am kommenden Montag, 10. August. Und die Straße wird wohl in dem Bereich für eine lange Zeit nicht mehr befahrbar sein. Die Stadt Leinfelden-Echterdingen schätzt, dass die Sperrung der Max-Lang-Straße vermutlich zwei Jahre lang dauern wird.

223 Wohnungen auf 1,5 Hektar

Mit den Planungen für das Neubaugebiet sind zwei Investoren- und Planerteams beauftragt, die Siedlungswerk GmbH sowie die Pro B Projektentwicklung & Projektsteuerung GmbH & Co. KG. Die soziale Mischung des Quartiers steht im Fokus; neben „preisgedämpftem Wohnungsbau“, wie es in der Gemeinderatsvorlage heißt, soll auch Raum sein für Sozialeinrichtungen wie einer neuen Kita und wohnverträgliche gewerbliche Nutzung sowie Freiflächen als Übergang zu den vorhandenen Streuobstwiesen. Das Jugendhaus Areal wird ebenfalls neu gebaut.

In den Schelmenäckern entstehen auf 1,5 Hektar Fläche 223 Wohneinheiten. Bis zu 600 Menschen könnten dort einmal einziehen. In den Plänen des Siedlungswerk sind sieben Gebäude verzeichnet. Pro B plant weitere vier Häuser. Die Gebäudehöhe variiert zwischen drei und sieben Geschossen. Die Wege zwischen den Gebäuden sollen teilweise öffentlich zugänglich sein, so soll es zwei Nord-Süd-Verbindungen und Ost-West-Verbindungen geben, auch öffentliche Grünflächen soll das Neubaugebiet haben. Pro B hat für das erweiterte Baufeld Ost bereits einen Bauantrag zur Genehmigung bei der Baurechtsbehörde eingereicht. Das Siedlungswerk will ebenfalls noch im Sommer 2020 einen Bauantrag einreichen. Das Baugebiet Schelmenäcker ist der Auftakt für weitere Neubaugebiete in Leinfelden-Echterdingen, die „unter neuen aktuellen Prämissen entstehen und die zukunftsweisend für das Stadtgefüge sein können“, wie es in der Gemeinderatsvorlage heißt.

Archäologen haben Relikte entdeckt

Bevor die neuen Häuser in die Höhe wachsen, sind noch Archäologen auf dem Areal unterwegs. Denn in den Schelmenäckern wurden Relikte aus der Jungsteinzeit, wie Tonscherben und Werkzeug aus Feuerstein, gefunden, die auf eine kleine Siedlung hinweisen. Auch Spuren des Mittelalters haben die Archäologen in den Gebiet entdeckt. Bis März 2021 sollen die sogenannten Rettungsgrabungen abgeschlossen und alle Funde kartiert und archiviert sein.

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