Die Bürger zeigen für das Projekt eher weniger Begeisterung. Foto: Zweygarth

Die Baugesellschaft ändert die Pläne für Neubauten am Uhuweg und Beim Schnatzgraben leicht ab.

Wolfbusch - Die Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG) plant im Wolfbusch am Uhuweg 5-15 und Beim Schnatzgraben 34-38 den Neubau von 74 Wohnungen (wir berichteten). Bei Anwohnern stößt das Projekt auf wenig Gegenliebe. Bereits in der vergangenen Bezirksbeiratssitzung hatte sich eine Anwohnerin des Uhuwegs zu Wort gemeldet und ihren Unmut kundgetan. Mittlerweile haben sieben Parteien des Uhuwegs sowie eine Partei der Straße Kahlhieb Einspruch beim Baurechtsamt eingelegt.

Auf Initiative von FDP-Stadtrat Bernd Klingler trafen sich am vergangenen Freitag vor Ort acht Anwohner mit dem Geschäftsführer der SWSG Helmuth Caesar, um über die Kritikpunkte zu sprechen. Den Anwohnern missfällt zum einen, dass die Neubauten 1,50 Meter höher werden sollen als der Altbestand. „Im Erdgeschoss hätten wir im Dezember und Januar keine Sonne“, sagt Petra Kuhnle, die am Uhuweg wohnt, auf Nachfrage. Caesar bot der Gruppe an, die Gebäude am Uhuweg um 70 Zentimeter und Beim Schnatzgraben um 35 Zentimeter abzusenken. „Wir müssen berechnen, was das bedeuten würde. Es wäre besser als nichts“, sagt Kuhnle.

Weiterer Beschwerdepunkt der Anwohner ist die Tiefgaragenausfahrt, die auf Höhe des Uhuwegs 12 vorgesehen ist. „Das liegt genau gegenüber einem Siedlungsweg, auf dem viele Kinder laufen“, sagt Kuhnle. Geschickter sei, die Ausfahrt gegenüber den Gebäuden 2-8 anzubringen. Klinglers Vorschlag, die Tiefgaragenausfahrt mit der -einfahrt zu tauschen, nimmt die SWSG gerne auf. „Eine Verlegung der Ein- und Ausfahrten ist dagegen nicht sinnvoll, weil dadurch kein Mehrwert für die Fußgänger entsteht und eine Umplanung lediglich viel Aufwand und erhebliche Mehrkosten bedeuten würde“, sagt Caesar.

Die Information durch die Bezirksbeiratssitzung wird genügt

Die Befürchtung, dass die Verkehrsbelastung steigen wird, nehmen die FDP-Stadträte Bernd Klingler und Carmen Hanle mit in den Umwelt- und Technikausschuss (UTA). Sie möchten einen Prüfauftrag erteilen, wie die Verwaltung die Situation entschärfen könnte. Klingler hält eine Einbahnstraße für denkbar.

Die Anwohner bedauern, dass sie erst im Juli von dem Bauvorhaben erfahren haben. Die Vorschläge der SWSG versteht Kuhnle jedoch als „einen Schritt auf uns zu“. Seitens der Baugesellschaft wird die späte Information damit begründet, dass es im Sinne des Baurechts keine direkten Nachbarn gebe, da eine öffentliche Straße die Neubauten von den anderen Häusern trenne. „Aus diesem Grund halten wir die Information der Bürger durch die öffentliche Bezirksbeiratssitzung für ausreichend.“

An diesem Freitag treffen sich die Anwohner erneut, um zu beraten, ob sie die Vorschläge der SWSG annehmen oder rechtliche Schritte einleiten wollen.

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