Der Albaufstieg der A 8 bei Drackensteig. Foto: dpa/Marijan Murat

Die Anhörung zum Neubau des Albaufstiegs der A 8 läuft. Insgesamt gab es 3000 Einwendungen gegen das Vorhaben. 120 Besucher sind gekommen.

Gruibingen - Beim Erörterungstermin des Regierungspräsidiums Stuttgart zur Planfeststellung des Albaufstiegs der A8 stellten am Donnerstagvormittag zunächst der beim Regierungspräsidium für die Straßenplanung zuständige Johannes Fischer und Vertreter der Bürgerinitiative A 8 Drackensteiner Hang ihre unterschiedlichen Vorschläge für die zukünftige Trassenführung zwischen Mühlhausen und Hohenstadt vor.

Zwei unterschiedliche Trassen

Vor rund 120 Besuchern wurden in sachlicher Atmosphäre in der Sickenbühlhalle in Gruibingen die jeweiligen Vor- und Nachteile der sogenannten K- und E-Trasse erörtert. Die Bürgerinitiative betont, dass die von ihr favorisierte K-Trasse günstiger und umweltfreundlicher sei. Die E-Trasse sei dagegen „ein unverzeihliches Vergehen“ an den zukünftigen Generationen, meinte der Vorsitzende der Bürgerinitiative, Michael Danner. Für die E-Trasse des Regierungspräsidiums müssten zwei Tunnel gebaut werden sowie zwei Brücken. Die K-Trasse der Bürgerinitiative hingegen kommt mit einem Tunnel und einer Brücke aus. Darüber hinaus müsste bei ihrer Variante das aus der Sicht der Umweltschützer ökologisch wertvolle Gosbachtal nicht mit einer Brücke überbaut werden.

Der Göppinger Landrat Edgar Wolff sprach sich während des Vormittages für eine rasche Weiterführung der Planungen aus. „Es handelt sich um den letzten Flaschenhals der längst sechsspurig ausgebauten A 8“, erinnerte der Landrat. Der Landkreis Göppingen hofft, dass mit dem Autobahnausbau viele Kommunen von Verkehr entlastet werden. Ähnlich sah es der Gruibinger Bürgermeister Roland Schweickert. „Es ist an der Zeit, dass eine Entscheidung getroffen wird. Die Autofahrer stehen ständig bei uns und kommen nicht weiter“, klagte er.

Kritik vor allem wegen Lärm und Flächenverbrauch

Am Nachmittag sollen die Einwendungen zur bisherigen Planung erörtert werden. Insgesamt wurden rund 3000 Einwendungen gegen die bisherige Planung eingebracht. Ein Großteil der Einwendungen befassten sich laut Regierungspräsidium mit Themen wie Lärmschutz, Flächenverbrauch, der Anschlussstelle Hohenstadt und der Trassenführung. Nach dem heutigen Erörterungstermin wird laut Regierungspräsidium zu einem späteren Zeitpunkt darüber entschieden, ob und welche Veränderungen an den bisherigen Planungen vorgenommen werden.

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