Nach viel Ärger führen die Stadtwerke neue Regeln im Umfeld des Freibads ein: Wer darf künftig wo wie lange parken?
Die heißen Tage neigen sich dem Ende entgegen. Deshalb dürfte das ganze große Parkchaos am Leobad in den letzten Wochen der Sommersaison eher die Ausnahme bleiben. Auf jeden Fall gibt es von Montag, 1. September, an neue und klare Regeln, was das Parken rund um das beliebte Leonberger Freibad betrifft.
Auf den Stellplätzen in direkter Nähe des Haupteingangs zwischen der Bruckenbachstraße und der Badstraße sowie auf dem einstigen Park & Ride - Platz in der Berliner Straße ist künftig zwischen 7 und 20 Uhr das Parken mit Parkscheibe für maximal acht Stunden gestattet. Außerhalb dieser Zeiten dürfen dort weder Autos noch Anhänger, auch keine Wohnmobile oder Lastwagen abgestellt werden.
„Damit stellen wir wieder Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit auf diesen Parkflächen her – unterstützt durch eine klare Beschilderung”, erklärt Frank Mildenberger, der Geschäftsführer der Stadtwerke, die die Flächen betreiben. Bis zur nächsten Freibadsaison 2026 würden zusätzlich neue Bodenmarkierungen angebracht.
Dauerparker, Unfallwagen und Müll
Da auch viele Beschäftigte der Betriebe im unmittelbar angrenzenden Gewerbegebiet Hertich die Flächen am Leobad nutzen, bieten die Stadtwerke den Firmen eine „begrenzte Anzahl an Dauerparkplätzen“ an. Interessenten können sich direkt bei den Stadtwerken melden.
In der Vergangenheit hatte es immer wieder massive Beschwerden gegeben, weil auf den Plätzen rund um das Leobad Fahrzeuge wochenlang abgestellt und Unfallwagen zwischengelagert wurden. Auch Müll wurde unsachgemäß entsorgt und anderer Unrat hinterlassen. Besonders bei schönem Wetter ist das komplette Viertel regelmäßig mit Autos regelrecht gepflastert. Die Anwohner ziehen dann oft den Kürzeren. Dass Falschparker vom Ordnungsamt rigoros abgeschleppt wurden, hat nicht eben zur Beruhigung beigetragen.
Neues Konzept in Arbeit
Die kritische Situation rund ums Leobad, auch das Abschleppen, wurde von der SPD-Fraktion im Leonberger Gemeinderat mehrfach thematisiert. Der Fraktionschef Ottmar Pfitzenmaier plädiert nachdrücklich dafür, die Parkplätze am Freibad kostenpflichtig zu machen. Im Sommergespräch mit unserer Zeitung zeigt er sich mit der neuen Entwicklung zwar zufrieden, hält aber an seiner Forderung nach Parkgebühren fest.
Dass die Zeiten des kostenlosen Parkens in absehbarer Zeit vorbei sein dürften, zeichnet sich ab. Die Stadtwerke bezeichnen die neue Regelung als „eine vorbereitende Maßnahme für ein erweitertes Parkraumkonzept, welches sich derzeit noch in Ausarbeitung und Abstimmung befindet“.
Das Sommergespräch mit der Leonberger SPD-Fraktionsspitze Ottmar Pfitzenmaier und Christa Weiß wird am Samstag, 30. August, veröffentlicht.