Yvonne Heil, Birgit Klement und Edith Illek (von links) bilden den neuen Vorstand der Netzwerkerinnen. Foto: Maira Schmidt

Nachtflohmarkt, die Weiße Nacht und das Tanzen auf dem Marktplatz sind noch lange nicht genug: Die Cannstatter Netzwerkerinnen haben einen neuen Vorstand gewählt und schon viele neue Ideen, wie der Stadtbezirk attraktiver werden kann.

Bad Cannstatt - Die kreativen Ideen scheinen diesen Damen nie auszugehen. Seit 2008 gibt es die Cannstatter Netzwerkerinnen, und nach dem Nachtflohmarkt, der Weißen Nacht und dem Tanzen auf dem Marktplatz haben sie sich nun schon wieder etwas Neues für den Bezirk ausgedacht. „Nächstes Jahr wollen wir im Parkhaus Mühlgrün einen Opernabend veranstalten“, sagt Birgit Klement. Die 49-Jährige hat die Gruppe 2008 gegründet. Kürzlich haben sie die 13 Vereinsmitglieder erneut in den Vorstand gewählt. Gemeinsam mit den beiden neuen Vorstandsmitgliedern Yvonne Heil und Edith Illek wird sie nun die Geschicke der Netzwerkrinnen leiten.

Heil ist seit zwei Jahren dabei. Die selbstständige Grafikerin hat Bad Cannstatt erst auf den zweiten Blick schätzen gelernt. Als sie vor acht Jahren gemeinsam mit ihrem Mann nach Stuttgart gezogen ist, liebäugelte die heute 51-Jährige mit den Bezirken in der Innenstadt. Doch der angespannte Wohnungsmarkt machte ihr einen Strich durch die Rechnung; die einzige freie Wohnung befand sich in Bad Cannstatt. „Ich habe hier kaum jemanden gekannt“, sagt sie. Erst durch die Arbeit an dem Buch „Neig’schmeckt: Gerichte und Geschichten aus Bad Cannstatt“ habe sie den Bezirk besser kennengelernt. Beim Nachtflohmarkt vor zwei Jahren traf sie auf die Netzwerkerinnen.

Frauen wollen gemeinsam etwas bewegen

Die dritte im Bunde, Edith Illek, wohnt ihr ganzes Leben im Bezirk. Trotzdem hatte die 57-Jährige, die eine Einrichtung für Kinder mit Lese- und Rechtschreibschwäche betreibt, vor vier Jahren das Gefühl, dass es schön wäre, neue Leute kennenzulernen.

Bad Cannstatt hat Potenzial, finden die Netzwerkerinnen. „Wir sind eine Plattform für Frauen, die etwas bewegen wollen“, sagt Klement und Illek betont: „Wir machen es uns selber schön.“ Doch auch wenn die Veranstaltungen des Vereins nicht mehr aus Bad Cannstatt wegzudenken sind, geht es den Netzwerkerinnen um etwas anderes: Frauen aus dem Bezirk sollen sich kennenlernen, vernetzen und ihre Ideen austauschen. Was sie beruflich machen, ist unerheblich. „Wir sind nicht der Club der Selbstständigen“, sagt Illek. Männer sind nicht zugelassen. Allerdings gibt es zahlreiche Ehrennetzwerker, die die Damen unterstützen.

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