Frauen sichtbar machen, vernetzen und inspirieren – das ist das Ziel des Female Future Festvials. Beim ersten Meet-up in Stuttgart kamen Interessierte in Vaihingen zusammen.
Begegnungen mit bekannten Persönlichkeiten in einer lockeren Atmosphäre bei Musik und Drinks – das erlebten rund 200 interessierte Frauen am Donnerstagnachmittag und -abend in den Urban Spaces in Stuttgart-Vaihingen. Unter dem Motto „The Power of Connection“ fand dort das erste Female-Future-Meet-up Stuttgarts, ein neues Event-Format des Female Future Festivals, statt.
Das Festival, ins Leben gerufen von den Schwestern und Unternehmerinnen Patricia Zupan-Eugster und Verena Eugster vom Bodensee, findet mittlerweile in Bregenz, Wien und München statt. Bei ihren Events wollen die Macherinnen Frauen aus verschiedenen Bereichen zusammenbringen. „Wir wollen Frauen eine Bühne bieten und sie sichtbar machen. In einer Zeit permanenter digitaler Vernetzung rücken wir bewusst echte Beziehungen in den Fokus – für berufliche Entwicklung, unternehmerisches Wachstum und persönliche Stärke“, so Mitgründerin Verena Eugster.
Erstes Female-Future-Meet-up in Stuttgart
So auch beim Meet-up-Event in Stuttgart, das laut Veranstalterinnen bewusst im kleineren Format organisiert war, um einen persönlichen Rahmen ohne Hemmschwellen zu schaffen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung in dem Stuttgarter Co-Working- und Eventspace: sieben Speakerinnen und Speaker, die in Keynotes, Panel-Talks und direkten „Connection Hubs“ Einblicke in ihre Karrierewege und persönliche Entwicklungen, ihre Position zum Thema Führung und Sichtbarkeit von Frauen gaben.
Darunter etwa die Autorin und Gen-Z-Influencerin Anastasia Barner, der Social-Media-Experte Ravi Walia, Unternehmerin und Wrestling-Star Jazzy Gabert sowie Vertreterinnen aus der Politik und Gründerinnen aus den Bereichen Mode, KI und mehr. Auch Apameh Schönauer, Architektin und Miss Germany 2024 war als Speakerin geladen, beim Event dann jedoch verhindert.
„Ich möchte den Frauen Mut machen“: Speakerinnen geben persönliche Einblicke
„Es inspiriert mich, dass hier Frauen aus den unterschiedlichsten Branchen zusammenkommen“, sagte Jazzy Gabert am Rande der Veranstaltung. „Ich möchte den Frauen Mut machen, sich selbst zu verwirklichen.“ In ihrer Keynote sprach die Wrestlerin und Unternehmerin aus Bisingen auf der Schwäbischen Alb über ihr Erfolgsrezept und wie sie sich als Frau in der Wrestling-Branche behauptet hat.
„Die Branche hat sich im Vergleich zu vor 25 Jahren, als ich angefangen habe, bis heute stark gewandelt“, sagt sie. „Damals gab es viele Vorurteile, heute werden Frauen im Wrestling respektiert. Es gibt heute auch mehr als nur eine Frauenshow.“
Mittlerweile betreibt Gabert eine eigene Wrestling-Schule und sieht auch dort den Fortschritt. „Meine Schülerinnen haben heute viel mehr Chancen – dafür hat sich der Weg gelohnt.“
Besucherin: „Verschiedene Frauen und Perspektiven kommen hier zusammen – das inspiriert mich“
Die Stuttgarter Unternehmerin Stephanie Dölker von der Modefirma Naturana hingegen gab Einblicke in ihre Karriere in dem Familienunternehmen mit Sitz in Gomaringen und ermutigte Frauen, sich Führungspositionen zuzutrauen. Sie schloss mit der prägnanten Aussage: „Führen ist das Beste.“
Auch die Autorin und Influencerin Anastasia Barner stand auf der Bühne. Indem sie humorvoll die Gen Z und die Generation der Boomer auf die Schippe nahm und gleichzeitig die Frage erörterte, wie aus Vernetzung wieder echte Verbindungen entstehen können, sorgte sie für Erheiterung und Zuversicht im überwiegend weiblichen Publikum.
„Ich war bisher im Marketing tätig und bin seit Ende letzten Jahres raus“, sagte eine Besucherin. „Nun überlege ich, etwas Neues anzugehen. Hier kommen so viele verschiedene Frauen und Perspektiven zusammen – das inspiriert mich.“
Das nächste Female Future Festival findet am 23. April in Bregenz am Bodensee statt.