Jan Hofer moderiert "RTL Direkt". Foto: TVNOW / Jörg Carstensen

Als Alternative zu den "Tagesthemen" und dem "heute-journal" trat am Montag "RTL Direkt" mit Jan Hofer an. Doch die Zuschauer kritisieren, dass die Nachrichtensendung die aktuellen Ereignisse in Afghanistan zu kurz behandelte. Auch am Moderator gab es Kritik.

Es soll das Nachrichtenmonopol der öffentlich-rechtlichen Sender angreifen, die Platzhirsche "Tagesthemen" im Ersten und das "heute-journal" im ZDF: Am Montag, den 16. August, startete im Rahmen der Seriositätsoffensive des Kölner Senders um 22:15 die neue Nachrichtensendung "RTL Direkt" mit Ex-"Tagesschau"-Chefsprecher Jan Hofer (71).

Auf Twitter kam die Auftaktsendung von "RTL Direkt" allerdings weniger gut an. Kritisiert wurde vor allem, dass die Show von den aktuellen Entwicklungen in Afghanistan überrollt worden sei. Die dramatischen Ereignisse bei der Evakuierung von Kabul wurden nur am Rand erwähnt. Das vorbereitete Interview mit Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (40) samt Einspieler zu einem Biosupermarkt in Berlin wurde zum Entsetzen eines Zuschauers stattdessen durchgezogen. "Vertane Chance", schrieb ein User über die mangelnde Aktualität.

"Fremdschämen" für Jan Hofer

Kritik gab es auch an Moderator Jan Hofer. Ein User sieht bei der Sendung Potenzial, beim Moderator nicht. Ein anderer Zuschauer schämte sich sogar fremd für den ehemaligen "Nachrichtenverleser", der als Moderator versagt habe. Hofer habe versäumt, bei Baerbock kritisch nachzuhaken, schrieb wiederum ein anderer Beobachter. Milden Spott gab es an der Tatsache, dass der 71-Jährige einmal den Namen Baerbock vergessen zu haben schien.

Das bittere Fazit eines Twitter-Nutzers: