David Beckham lässt die Netflix-Doku seines einstigen guten Freundes Prinz Harry alt aussehen. Foto: StarMaxWorldwide/imagecollect.com/imago images/Cover-Images

Prinz Harry und Herzogin Meghans Netflix-Dokumentation "Harry & Meghan" ist in den Netflix-Halbjahrescharts abgestürzt, während die Fußballer-Doku "Beckham" auf Platz eins liegt.

Im Dezember 2022 sorgte die Dokumentation "Harry & Meghan" auf Netflix für Furore. Doch während Prinz Harrys (39) Enthüllungen über seine royale Verwandtschaft zum Serienstart unmittelbar nach Veröffentlichung noch viel Aufmerksamkeit erhielten, ist das sechsteilige Programm in den neuesten Netflix-Halbjahrescharts regelrecht abgestürzt. Ganz oben thront dagegen die Fußballer-Doku "Beckham" über Victoria (50) und David Beckham (49).

"Beckham" schlägt "Harry & Meghan"

Nur auf kümmerliche 1,9 Millionen Ansichten kommt die Enthüllungs-Doku von Herzogin Meghan und ihrem Gatten noch im Zeitraum von Juli bis Dezember 2023, wie Netflix meldet. Das öffentliche Interesse an den Sussexes hat damit deutlich nachgelassen, wohl auch begünstigt durch den von vielen Beobachtern als selbstmitleidig empfundenen Tonfall von "Harry & Meghan". "Die Zuschauer beschwerten sich über die Selbstverliebtheit des Paares und die Tatsache, dass sie trotz ihrer beneidenswerten Privilegien nichts anderes zu tun schienen, als ihr Los zu beklagen", bemerkt etwa hierzu der britische "Daily Mirror".

Ganz anders schneidet dagegen die vierteilige Dokumentation über David Beckham und seine berühmte Spice-Girl-Ehefrau Victoria ab. "Im krassen Gegensatz dazu war 'Beckham' eine Sendung, die die Zuschauer durch das Familienleben, die Beziehung und die Arbeitsmoral der Beckhams begeisterte. Die Fans schwärmten von der 'Unverwüstlichkeit' des Paares und bewunderten Beckhams selbstgefälligen Mut und Ehrgeiz", schreibt der "Daily Mirror" hierzu.

Das Doku-Programm hat sich dann auch Platz eins der Netflix-Halbjahrescharts gesichert. Zwar liegt "Beckham" insgesamt nur auf Platz sieben der Netflix-Bestenliste, doch mit überaus starken 43,9 Millionen Ansichten handelt es sich immer noch um die erfolgreichste Dokumentation des Halbjahres auf dem Streamingdienst - und das, obwohl "Beckham" überhaupt erst im Oktober gestartet ist, und somit nur in der Hälfte des Erhebungszeitraums Zuschauer gewinnen konnte. Als nächstes Dokumentar-Programm folgt in den Netflix-Charts abgeschlagen auf Platz 17 "Depp v. Heard" über den Verleumdungsprozess zwischen Johnny Depp (60) und Amber Heard (38).

Verlieren die Sussexes ihren Netflix-Deal?

Schon seit Längerem sorgen sich daher etliche Beobachter, dass Prinz Harry und Herzogin Meghan ihren lukrativen Netflix-Deal bald verlieren könnten. 100 Millionen US-Dollar soll der kalifornische Streamingdienst angeblich an die Sussexes überwiesen haben. Doch neben der Doku "Harry & Meghan", die zumindest zum Zeitpunkt der Veröffentlichung für Aufsehen gesorgt hatte, sind bislang erst zwei weitere Projekte aus der Zusammenarbeit hervorgegangen.

"Invictus Games: Im Herzen unbezwingbar", über die von Prinz Harry selbst ins Leben gerufenen Invictus Games, kam in der zweiten Jahreshälfte 2023 auf unterirdische 300.000 Ansichten auf Netflix. Die Interviewserie "Live to Lead", in der Personen der Zeitgeschichte wie Ruth Bader Ginsburg (1933-2020) oder Greta Thunberg (21) vor der Kamera zu Wort kommen, schaffte es immerhin auf 800.000 Ansichten.

Da erhielt Netflix mit dem Doku-Hit "Beckham", der laut "Daily Mirror" 20 Millionen US-Dollar gekostet haben soll, eindeutig mehr fürs Geld.