Neil Young: Zehn seiner besten Songs In Würde Rockstar sein

Von Bernd Haasis 

Der kanadische Rockmusiker Neil Young ist in vielerlei Hinsicht ein Solitär mit seiner leicht rostigen Stimme, seinem unorthodoxen Gitarrenspiel und seinen großen Kompositionen. Online stellt er sein Werk vorerst gratis als Stream zur Verfügung. Wir haben zehn unserer liebsten Young-Songs bei Youtube ausgewählt.

Stuttgart - Neil Young gehört zu den großen Autoren im Rock’n’Roll-Zirkus. Die folgende Auswahl umfasst zehn seiner markantesten Stücke, die der Künstler seit Kurzem gratis im Netz zur Verfügung stellt – in exzellenter Audioqualität, auf die er besonderen Wert legt. Aber vielleicht funktionieren ja auch Youtube-Links als Appetitanreger.

1. Cinnamon Girl (1969)

Kantiger Riff-Rock über einen Musiker, der davon träumt, dass zwischen den Konzerten ein Mädchen auf ihn wartet.

2. Cowgirl in the Sand (1969)

Eine zuckersüße Rock-Hymne mit Westcoast-Touch und jener Art von winselndem Gitarrensolo, die einzig Neil Young beherrscht.

3. Heart of Gold (1972)

Wie ein Schwebezustand kommt dieser Country-Folk-Song daher, getragen von den magischen Klängen der Pedal Steel Guitar und der Mundharmonika.

4. The Needle and The Damage Done (1972)

Diese einfühlsame Ballade über Heroinsucht hat Neil Young Danny Whitten gewidmet, dem Gitarristen seiner Band Crazy Horse, der 1972 an einer Überdosis starb.

5. On the Beach (1974)

Zum langsamen Blues denkt Young darüber nach, wie klein menschliche Probleme erscheinen angesichts der schwindenden Zeit: „The world is turning, I hope it don’t turn away“, singt er.

6. Cortez the Killer (1975)

In seiner ungestümen Art versucht sich Neil Young hier auf herrlich spontane Art als Gitarren-Virtuose, während er an das Wüten der spanischen Conquistadores im heutigen Mexiko erinnert. Besonders live immer wieder ein Genuss.

7. „Like a Hurricane“ (1977)

Ein großer Popsong ist dieser Ohrwurm, in dem Young sein Gespür für die Kraft simpler Melodien voll ausspielt.

8. „My my, hey hey (Out of the Blue)

Eine Hymne an die Rockmusik – „Rock’n’Roll can never die“ singt Young zur markanten Schrammelgitarre und denkt darüber nach, was es bedeutet, in Würde Rockstar zu sein: „It’s better to burn out than to fade away“.

9. „Rockin‘ in the Free World“ (1989)

Um soziale Probleme in den USA geht es in diesem Song, der an den gerade gewählten Präsidenten George W. Bush gerichtet war – kurz darauf aber wurde er zur Hymne, die den Fall des Eisernen Vorhangs begleitete.

10. Cough up the Bucks (2009)

Der Song zur Finanzkrise: „Where did all the money go, where did all the cash flow?“, fragt Neil Young – und wartet wahrscheinlich wie die meisten anderen Menschen bis heute auf eine Antwort.

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