Es sind harte Zeiten für Sparer: für das Ersparte gibt es keine Zinsen mehr. Foto: dpa

Gerade in der Altersvorsorge ist Sicherheit das oberste Gebot.

Frankfurt - Es sind wirklich harte Zeiten für Sparer – und das nicht nur in Deutschland, auch in ganz Europa und in den USA. Jahrzehntelang war man es gewohnt, dass man für das Ersparte, das man der Bank oder Sparkasse anvertraute, auch Zinsen bekam. Traurig war es allerdings schon, wenn die Zinsen so niedrig waren, dass die Preissteigerung damit nicht mehr ausgeglichen werden konnte. Nun aber ist es noch schlimmer – und die Richter vom Landgericht Tübingen meinen, dass es durchaus rechtens ist, wenn man dafür bezahlt, wenn man mithilfe der Kreditinstitute am Ende weniger herausbekommt, als man eingezahlt hat. Kein Wunder, dass die Verbraucherschützer über dieses Urteil sauer sind, kein Wunder, dass auch viele Verbraucher sich nur noch verwundert die Augen reiben und der alte Sparstrumpf zu neuem Leben erwacht.

In der Altersvorsorge muss man sich auf Zusagen verlassen können

Das Urteil aus Tübingen ist hoffentlich noch nicht das letzte Wort, das juristisch darüber gesprochen wurde, ob man bei langfristigen Verträgen die Voraussetzungen nachträglich ändern kann, wenn sich das Umfeld geändert hat. Gerade in der Altersvorsorge muss man sich auf Zusagen verlassen können. Ja, es ist Tatsache, dass die lang anhaltende Niedrigzinsphase eine große Herausforderung ist. Aber es kann nicht sein, dass am Ende auch der sogenannte kleine Mann dafür bezahlen muss.

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