Neckarwelle in Untertürkheim Machbarkeitsstudie für die Neckarwelle erstellt

Von Mathias Kuhn 

Im Neckarkanal soll die Surfwelle installiert werden. Foto: Lichtgut/Oliver Willikonsky
Im Neckarkanal soll die Surfwelle installiert werden. Foto: Lichtgut/Oliver Willikonsky

Die Idee einer Surfwelle im Neckarkanal hat vergangenes Jahr Wellen geschlagen. Momentan sind die Ideengeber dabei, in einer Machbarkeitsstudie die Fakten zusammenzutragen.

Untertürkheim - Untertürkheim hat ein knappes Dutzend Sportvereine, jetzt kommt eine weitere Sportart hinzu, die eigentlich am Meer angesiedelt ist: Surfen. In der Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Untertürkheimer Vereine stellte sich der im Januar gegründete Verein „Neckarwelle“ vor. „Wir wollen auf dem Neckarkanal auf Höhe des Inselbads eine Surfwelle installieren. Surffans können dort auf dem Wasser reiten. In München ist dies eine Attraktion nicht nur für Surfer, viele Hundert Besucher schauen dem Treiben auf dem Wasser zu“, erzählte der Vereinsvorsitzende Volker Sellmeier. Die Idee sei 2015 unter Facebook-Freunden geboren worden und habe dann Wellen geschlagen.

Die Surffans hatten ihren Vorschlag im vergangenen Frühjahr im Bürgerhaushalt der Stadt zur Abstimmung gegeben. Die Vision einer Surfmöglichkeit in der Region hat konkrete Züge angenommen. Als bester Standort wurde der Neckarkanal erkundet. Zwischen Insel- und Stadtbad wären die technischen Gegebenheiten ideal. Er liegt verkehrsgünstig, die Strömung bietet gute Voraussetzungen. Das Interesse der Bürger war enorm. Die Neckarwelle landete auf Anhieb auf Platz 20 der Prioritätenliste des Bürgerhaushalts. Der Gemeinderat hat daraufhin Geld bewilligt, um eine Machbarkeitsstudie erstellen zu lassen. „Die ersten Treffen mit Sachverständigen, Partnern und Betroffenen haben stattgefunden“, erzählte Matthias Bauer. Der Architekt ist für die technischen Belange zuständig. „In der Machbarkeitsstudie werden wir alle technischen Fragen abklären und den finanziellen Aufwand ermitteln.“ Nach den ersten Gesprächen sei er guten Mutes. Der Verein mit bereits 150 Mitgliedern hat sich ein sportliches Ziel gesetzt. „Wir wollen im Herbst die Daten für die Machbarkeitsstudie gesammelt haben und diese dem Gemeinderat vorlegen. Wir hoffen, dass wir im Sommer 2020 mit dem Bau der Welle beginnen können. Schließlich wird Surfen 2020 auch olympisch.“ Dazu suchen die Verantwortlichen Kooperationen mit den Untertürkheimer Wassersportvereinen. „Vorstellbar wäre auch ein gemeinsamer Tag des Wassersports, an dem sich jeder Verein präsentieren kann“, so Sellmeier.

Redaktion Bad Cannstatt

Ansprechpartner
Torsten Ströbele
untertuerkheim@stz.zgs.de

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