Die Bürger haben viele Pläne für das Bahnhofsgebäude in Untertürkheim. Foto: Schmidt

Von Montag an können die Vorschläfe bewertet werden.

Bad Cannstatt/Neckarvororte - Die erste Phase ist vorbei. Bis zum 11. März hatten die Bewohner der Landeshauptstadt Gelegenheit, ihre Vorschläge für den Bürgerhaushalt abzugeben. Bevor nun am 18. März die Bewertungsphase beginnt, will die Redaktion Bad Cannstatt & Neckarvororte einen kleinen Überblick über die Vorschläge aus den Bezirken geben: Bad Cannstatt Die Cannstatter verleihen im Bürgerhaushalt einigen seit langem formulierten Wünschen Nachdruck. Wenn es nach ihnen ginge, sollte möglichst schnell das Neckarufer umgestaltet, die Olgakrippe saniert und der Kursaal ein reines Bürgerhaus werden. Sie haben aber auch neue und unkonventionelle Vorschläge wie die Einrichtung eines Stadtteilkinos und einen Wildwasserkanal für Wellenreiter neben der Neckarschleuse. Untertürkheim Ein Thema liegt den Untertürkheimern besonders am Herzen: das Bahnhofsgebäude. Die Bewohner des Bezirks haben viele Ideen, was aus der Immobilie werden könnte. Die Umwandlung in ein Bürgerzentrum wird gefordert oder die Nutzung als Markthalle. Zunächst müsste die Stadt das Gebäude aber kaufen. Außerdem wünschen sich die Bürger mehr Polizeipräsenz und die Ausweitung der Mobilen Jugendarbeit auf die oberen Neckarvororte. Es gibt innovative Vorschläge wie die Öffnung eines Schulhofs für größere Open-Air-Veranstaltungen. Obertürkheim Der Mangel an Betreuungsplätzen ist schon lange ein Thema im Bezirk. Kein Wunder also, dass die Forderung nach einer neuen Kindertagesstätte auf der Wunschliste steht. Außerdem wünschen sich die Bürger einen sicheren Radweg zum Lindenschulzentrum in Untertürkheim. Viele Schüler aus Obertürkheim gehen auf die Realschule oder das Gymnasium im Nachbarbezirk. Hedelfingen Als „verschenkte Chance“ bezeichnet ein Bürger die rein gewerbliche Nachnutzung des Schaudt-Areals und fordert mehr bezahlbaren Wohnraum für Hedelfingen. Ein anderer Bewohner des Bezirks schlägt die Neugestaltung des Hedelfinger Platzes vor. Er will den Autoverkehr unter die Erde verlegen. Für Rohracker fordern die Bürger neben einer neuen Küche für die Tiefenbachschule auch eine bürgernahe Verbesserung der Nahversorgung. Wangen Neben einer Urnenwand auf ihrem Friedhof wünschen sich die Wangener ein eigenes Bürgerhaus. Als Immobilie schlagen sie die seit vielen Jahren leer stehende Gaststätte Lamm an der Ulmer Straße vor. Ein behindertengerechter Zugang zum Bezirksrathaus steht außerdem auf der Wunschliste, genau wie die städtische Finanzierung des Senioren-Mittagstisches in der Begegnungsstätte. Mühlhausen Die Mühlhäuser möchten im Max-Eyth-See baden. Außerdem sorgen sie sich um die Verkehrssicherheit: Sie hoffen auf einen Zebrastreifen in der Graugansstraße und Verkehrsnasen in der Wagrain/Hofener Straße. Für die Pelikanschule wünschen sie sich Musikinstrumente. Münster In Münster wünschen sich die Bürger unter anderem eine Dauerausstellung im Bürgersaal und mehr für Kleinkinder geeignete Spielplätze.

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