Trotz einer erneuten Ein-Mann-Show von Dirk Nowitzki verloren die Texaner im dritten NBA-Finale 86:88 gegen Miami Heat. Foto: EPA

Im dritten NBA-Finale verloren die Texaner vor Heimpublikum 86:88 gegen die Miami Heat.

Dallas - Ein starker Dirk Nowitzki war für die Dallas Mavericks nicht genug: Trotz einer erneuten Ein-Mann-Show des Würzburgers im Schlussabschnitt verloren die Texaner daheim im dritten NBA-Finale 86:88 gegen die Miami Heat.

Damit laufen die Mavericks einem 1:2-Rückstand in der Serie hinterher, Miami braucht nur noch zwei Erfolge zum Titel. "Das war eine schwere Niederlage, das ist jedem klar. Ich glaube, es wird schwer, ein bisschen zu schlafen", sagte der sichtlich enttäuschte Nowitzki, der mit 34 Punkten der überragende Werfer war.

Ein-Mann-Show von Nowitzki

Der deutsche Basketball-Star hatte vor der Partie noch betont, dass man sich das Momentum nach dem emotionalen 95:93-Sieg im zweiten Spiel in Miami auf keinen Fall umgehend wieder aus der Hand nehmen lassen dürfe. Dennoch liefen die Gastgeber die meiste Zeit einem Rückstand hinterher. Nur zur Beginn lag Dallas mit 14:9 vorn, anschließend nutzen die Gäste vor allem zahlreiche Ballverluste der Mavericks zu einfachen Punkten.

Dallas im vierten Final unter Zugzwang

"Wir haben uns gesagt, wir können nach der knappen Niederlage nicht auch die dritte Partie verlieren. Es war ein großartiger Sieg für uns", sagte Dwyane Wade, mit 29 Punkten bester Werfer der Gäste. Miami hatte zwischenzeitlich mit 45:31 geführt. Dallas kämpfte sich zwar immer wieder zurück, schaffte es aber nie, sich selbst entscheidend abzusetzen. "Es ist natürlich schwer, wenn man sich immer zurückbeißen muss. Das kostet eine Menge Kraft", meinte Nowitzki.

Er war im Schlussviertel völlig auf sich allein gestellt. Miami verteidigte hervorragend, ließ Dallas nicht in Richtung Korb kommen, sondern zwang die Mavericks immer wieder zu Distanzwürfen, von denen viele ihr Ziel verfehlten. So übernahm Nowitzki die alleinige Verantwortung und sorgte mit 15 Punkten im Schlussviertel für den Ausgleich zum 86:86. Nachdem Chris Bosh Miami knapp 40 Sekunden vor Ende erneut in Führung gebracht hatte, landete Nowitzkis letzter Versuch an der Ringkante und nicht im Korb. Miami jubelte, Nowitzki verschwand frustriert in den Katakomben.

Im vierten Finalspiel hat Dallas am Dienstagabend erneut Heimrecht und steht gehörig unter Zugzwang. "Da müssen wir Vollgas geben, denn eines ist klar: Das Spiel dürfen wir nicht verlieren. Mit 1:3 hinten zu liegen, sähe nicht gut aus", sagte Nowitzki. Zweitbester Dallas-Schütze war Jason Terry mit 15 Zählern. Für die Heat steuerte Bosh 18 Punkte zum Sieg bei, LeBron James gelangen 17 Punkte.

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