Naturvision-Filmfestival in Ludwigsburg 26 Premieren in vier Tagen

Von Philipp Obergassner 

An diesem Donnerstag beginnt das 17. Naturvision-Filmfestival in Ludwigsburg. Vier Tage lang gibt es Filme, die sich um Natur und Umwelt drehen. Und auch beim Rahmenprogramm wird Nachhaltigkeit groß geschrieben.

Ludwigsburg - Mit Rekorden geizen die Veranstalter des Naturvision-Filmfestivals nicht: Knapp 140 Filme, zwölf davon eine Weltpremiere, sowie drei Europa- und elf Deutschlandpremieren, laufen von diesem Donnerstag bis zum Sonntag während des Filmfests in Ludwigsburg, bei dem sich alles um Natur und Umwelt dreht. Geboten werden Tierfilme, Dokus über die Zukunft unserer Planeten sowie Filme über im Umweltschutz engagierte Menschen. Zum ersten Mal gibt es auch ein Programm nach 22 Uhr. Nachdem im vergangenen Jahr ein besonderer Fokus auf dem Meer lag, ist es jetzt der Boden.

Eröffnet wird das 17. Naturvision-Filmfestival an diesem Donnerstag um 19 Uhr im Central-Kino mit dem Film „Sex, Lies and Butterflies“. Es zeigt die Verwandlung des filigranen Insekts, das als Raupe vom Mensch als Ungeziefer bekämpft und als Schmetterling bewundert wird.

Eine Doku über Doku-Pioniere

Weltpremiere feiert unter anderem der Dokumentarfilm „Climate Warriors“ von Carl-A. Fechner. Hierin kommen Menschen zu Wort, die sich für die Energiewende einsetzen: Aktivisten, Erfinder, Investoren sowie Politiker. Der Film beginnt am Freitag um 20 Uhr im Central-Kino, der Regisseur Fechner wird anwesend sein. In die deutschen Kinos soll der Film dann am 22. November kommen.

Eine weitere interessante Dokumentation feiert am Samstag ihre Deutschlandpremiere: „Ark of Lights and Shadows“ spürt den Leben von Martin und Osa Johnson nach. Die beiden Amerikaner gelten als Pioniere des Dokumentarfilms und reisten zu einer Zeit in die Wildnis, als diese noch ein unerforschtes Abenteuer war. Der Regisseur, Autor und Sounddesigner des Films, Jan Svatos, ist bei der Vorführung im Central-Kino um 20 Uhr dabei.

Der Übermorgen-Markt aus Stuttgart ist auch dabei

Weitaus bekannter als die Johnsons dürfte die Schimpansenforscherin Jane Goodall sein. Im Portrait „Jane“ wird die Tierschützerin, deren Entdeckungen die Beziehung zwischen Mensch und Tier neu definierte, genauer vorgestellt. Die Macher verwendeten über 100 Stunden bislang unveröffentlichtes Filmmaterial für das Por-trät. Der 90-minütige Film läuft am Donnerstag um 18 Uhr.

Neben den Wettbewerbsfilmen gibt es auch wieder ein Open-Air-Kino am Arsenalplatz. Hier laufen von Freitag bis Sonntag Lang- und Kurzfilme, beispielsweise der Animationsfilm „Wall-E“ (Samstag, 16 Uhr) sowie die Dokumentation „Tomorrow“ (Freitag, 20 Uhr). Darin begeben sich die französische Schauspielerin Melanie Laurent und der Aktivist Cyril Dion auf die Suche nach Antworten auf die ökologisch drängendsten Fragen unserer Zeit. Am Samstagabend läuft die „International Ocean Film Tour“ mit Meeresabenteuern und Wassersportfilmen.

Erstmals kooperiert das Filmfestival in diesem Jahr auch mit dem Übermorgen-Markt aus Stuttgart. Es gibt also vegetarisches Essen aus regionalen Zutaten am Arsenalplatz. Einweggeschirr und Plastik sollen der Vergangenheit angehören.

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