Die Grinsekatze aus „Alice im Wunderland“ wird im Naturtheater Renningen abgelöst durch den „Gestiefelten Kater“. Foto: Carsten Müller/Naturtheater

Das Naturtheater Renningen zeigt in diesem Jahr „Der gestiefelte Kater“ und „Die Tochter des Musketiers“. Die Proben haben begonnen – auch Tickets gibt es schon.

Ein Kindermärchen und ein Stück aus der Mantel-und-Degen-Zeit: das gibt es in diesem Sommer im Naturtheater Renningen auf der Bühne zu erleben. Die Proben dazu haben bereits im Januar begonnen, auch Tickets gibt es bereits zu kaufen.

 

Knapp zwei Monate wird bereits auf der Freilichtbühne am Renninger Längenbühl geprobt – bei Wind und Wetter, aber stets mit guter Laune, wie Christine Binder sagt, die in diesem Jahr beim Familienstück „Der gestiefelte Kater“ Regie führt. Wenn da etwa drei Rebhühner mit ihrem gefiederten Hinterteil wackeln oder die schwäbische Köchin ihre Rezepte auf Französisch zu formulieren versucht, bleibe keine Auge trocken.

Märchen feiert am 28. Juni Premiere im Naturtheater

Premiere für das knapp zweistündige Familienstück (mit Pause) ist am Sonntag, 28. Juni. Es wird bis zum 22. August insgesamt 14 Mal gezeigt, entweder um 10 oder um 15 Uhr. Für Text und Regie ist Christine Binder zuständig, die Musik liefert Randy Lee Kay.

„Der gestiefelte Kater“ ist ein Märchen-Klassiker und wurde auch schon unzählige Male verfilmt, zuletzt etwa fürs Fernsehen durch die ARD oder für die Kino-Leinwand von Dreamworks Animation. Das Naturtheater Renningen hält sich bei seiner Version aber an die von Charles Perrault überlieferte Variante.

Klamaukig ging es 2025 bei der Edgar-Wallace-Adaption „Der schwarze Abt“ zu. Foto: Carsten Mueller/Naturtheater

Beim Abendstück werden die Zuschauer dann in die Zeit der Mantel-und-Degen-Filme zurückversetzt. In „Die Tochter des Musketiers“ geht es um Aurélie, die Tochter D’Artagnans. Diese lebt in einem Kloster, als sie vom gewaltsamen Tod ihres Vater erfährt und einer Verschwörung gegen das Königshaus. Der böse Kardinal Mazarin als Strippenzieher darf bei dem Abenteuer-Stück natürlich auch nicht fehlen.

Premiere feiert dieses Abendstück im Naturtheater am Renninger Längenbühl am Samstag, 4. Juli. Aufgeführt wird „Die Tochter des Musketiers“ nach Bertrand Tavernier, in der Fassung von Maria Priester, insgesamt 13 Mal bis zum 29. August. Die Musik dabei stammt von Hartmut Ewert.

2025 gab es einen Zuschauerrekord – trotz Regen

Karten sind schon jetzt zu haben. Im vergangenen Jahr sind mehr als 12 000 Zuschauer zu den Open-Air-Aufführungen an den Längenbühl gekommen – ein neuer Zuschauerrekord trotz eines verregneten Juli.

Gezeigt wurden damals „Alice im Wunderland“ für Kinder und die Edgar-Wallace’-Kriminalkomödie „Der schwarze Abt“ am Abend. Das Naturtheater verfügt über bis zu 748 Plätze. Im Jahr 1954 wurde das erste Mal ein Theaterstück am Längenbühl aufgeführt. Seit 1984 wird das Programm um ein Familienstück ergänzt.

Naturtheater Renningen – Saison 2026

Familienstück
„Der gestiefelte Kater“: Märchen nach Charles Perrault, Spieldauer zwei Stunden mit Pause, geeignet ab 5 Jahren. Premiere am Sonntag, 28. Juni, 15 Uhr. Letzte Aufführung ist am 22. August.

Abendstück
„Die Tochter des Musketiers“: Stück von Maria Priester, Spieldauer zwei Stunden mit Pause, empfohlen ab 12 Jahren. Premiere am Samstag, 4. Juli, 20 Uhr. Letzte Aufführung am 29. August.

Tickets
Eintrittskarten gibt es bei Reservix. Den Link dorthin sowie weitere Informationen gibt es auf www.naturtheater-renningen.de. Die Preise variieren nach Alter der Zuschauer und Sitzplatz, zudem gibt es Ermäßigungen.