Ein fleißiger Helfer Foto: Steinert

Rund 70 Freiwillige haben beim Landschaftspflegetag mit angepackt, um das Schopflocher Hochmoor intakt zu halten. Ohne regelmäßige Pflegeeinsätze wäre die Artenvielfalt in dem Biotop gefährdet.

Lenningen - Der Schweiß ist gut gelaufen, und es waren alle mit Begeisterung dabei.“ Franziska Harich, die Geschäftsführerin der Stiftung Naturschutzzentrum Schopflocher Alb, zieht nach dem Einsatz ein überaus positives Fazit. Rund 70 freiwillige Helfer haben am Samstagvormittag beim Landschaftspflegetag ihren Beitrag geleistet, um das Schopflocher Moor als einzigartigen Lebensraum zu erhalten. Bei der gemeinsamen Aktion des Naturschutzzentrums, des Schwäbischen Albvereins und des Regierungspräsidiums Stuttgart haben auch der Esslinger Landrat Heinz Eininger, der Albvereinspräsident Hans-Ulrich Rauchfuß und der Staatssekretär Andre Baumann mit angepackt.

Sünden der Vergangenheit wirken bis heute fort

Bei frühlingshaften Temperaturen haben die Ehrenamtlichen Gras gemäht und mit den Händen Baumschnitt aus dem Moor getragen. Denn der Einsatz von schwerem Gerät ist in dem Schutzgebiet nicht möglich. Ohne die alle zwei Jahre im Moor stattfindenden Pflegeeinsätze würde das einzige größere Hochmoor der Schwäbischen Alb überwuchert, erklärt Franziska Harich. Bereits im Vorfeld des Aktionstags hatte der Albverein Feldgehölze wie Eschen und Weiden abgesägt, die nun von den Helfern aus dem Moorgebiet geschafft worden sind. Der Schnitt landete schließlich auf der Schopflocher Gründeponie.

Die Aufmerksamkeit der Gruppe galt zudem den Holzschwellen, die im Zuge der Wiedervernässung eingesetzt worden sind. Denn das 1942 zum Naturschutzgebiet erklärte Moor war durch Torfabbau und Entwässerungsmaßnahmen nahezu ruiniert gewesen. Die Schwellen sind Teil von Maßnahmen, die bei der Wiedervernässung getroffen worden sind. Da die Hölzer der Verwitterung ausgesetzt sind, müssen sie in regelmäßigen Abständen behandelt werden. Nur so kann der Wasserspiegel in dem Gebiet stabil gehalten werden. „Nur durch die Pflege schaffen wir es, den Lebensraum und die Artenvielfalt zu schützen“, sagt Franziska Harich über die Notwendigkeit des Landschaftspflegetags.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: