Schüler der Steinenbergschule sowie Aktive der „Kleinen Wildnis“ pflanzen Beerensträucher am Steinenberg. Foto: /Kleine Wildnis

Nachhaltiger geht es kaum: Schüler der Steinenbergschule haben mit der Initiative „Kleine Wildnis“ Beerensträucher entlang des Schulwegs angelegt: Vitaminreiche Kost auf den Weg zur Arbeit.

 
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Mit etwas Glück können die Schülerinnen und Schüler der Hedelfinger Steinenbergschule im kommenden Jahr auf dem Weg in den Unterricht vitaminreiche Früchte naschen und damit den Lohn ihrer Arbeit ernten. Gemeinsam mit den Aktivisten der „Kleinen Wildnis“ haben einige junge Schüler der Garten-AG Johannis- und Stachelbeerbüsche gepflanzt – und zwar nicht in einer Streuobstwiese, sondern in der Grünanlage – dem sogenannten Anlägle, das auf ihrem Weg in den Unterricht liegt.

Früchte von öffentlichen Beeten

Mit dieser Gemeinschaftsaktion kommen die Mitglieder der „Kleinen Wildnis“ ihrem Ziel ein kleines Stück näher. Stuttgart soll durch öffentliche Beete essbarer werden. „Wir wollen die Stadt für die nächste Generation trotz Klimakatastrophe bewohnbar machen. Mit der essbaren Stadt gewinnen wir Natur, Nachbarschaft und Lebensqualität für Stuttgart. Wenn wir uns um unsere Nachbarschaft und unsere Nahrungsmittel kümmern, kann Stuttgart eine soziale und ökologische Stadt werden“, sagt Carina Hieronymi. In der Ruiter Straße haben die Klima- und Öko-Aktivisten einige kaum noch genutzte Streuobstgrundstücke gepachtet, auf ökologische Art wieder nutzbar gemacht und ein kleines, wildes Paradies geschaffen.

Kitakinder pflanzen Sträucher

Im Frühsommer folgte ein erster Schritt zum grünen Stadtbezirk. Die Aktivisten konnten ein brachliegendes Beet unweit der Gaststätte Krone mit Gemüse und Kräutern bepflanzen und die Krone-Wirtin für die Pflege gewinnen. Die Pflanzaktion mit der Steinenbergschule ergibt die nächste Frucht-Insel. Auch am anderen Ende des Anlägles wachsen junge Beerensträucher. „Diese haben wir mit der Kita Ruiter Straße gepflanzt“, sagt Martin Wunderlich.