VfB-Präsidiumsmitglied Thomas Hitzlsperger von geringem DFB-Umbruch überrascht

Von red/dpa 

Thomas Hitzlsperger hätte mit einem größeren Umbruch im DFB-Team gerechnet. Foto: dpa
Thomas Hitzlsperger hätte mit einem größeren Umbruch im DFB-Team gerechnet. Foto: dpa

Thomas Hitzlsperger ist überrascht, dass es nach dem desolaten Vorrunden-Aus bei der WM 2018 kaum Veränderungen im DFB-Team gab. Nun fordert er eine Reaktion von den Spielern.

Stuttgart - Der frühere Fußball-Profi Thomas Hitzlsperger hätte nach dem WM-Debakel mit einem größeren Umbruch im deutschen Nationalteam gerechnet. „Ich war nicht enttäuscht, ich war überrascht“, sagte der ARD-Experte im Interview des SWR 1 Rheinland-Pfalz (Donnerstag). „Denn es hat doch einiges darauf hingedeutet, dass es Veränderungen geben wird, massive Veränderungen. Er sei jetzt „gespannt, wie der Bundestrainer dieses Feuer entfachen will, von dem er gesprochen hat. Und das wird schwer genug.“

Mesut Özil sollte laut Hitzlesperger kein Thema mehr sein

Der 36-Jährige erwartet vor dem ersten Auftritt in der Nations League an diesem Donnerstagabend gegen Weltmeister Frankreich, dass die Nationalspieler ihre Lehren aus dem Vorrunden-Aus in Russland und der Kritik daran gezogen haben. „Wenn die Spieler es jetzt nicht verstanden haben, dann haben sie auch in der Nationalelf nichts verloren“, sagte das Präsidiumsmitglied des VfB Stuttgart.

Die Debatte um den Rücktritt von Mesut Özil hält Hitzlsperger nicht mehr für belastend. „Ich denke, dass das Thema rund um Özil für die Mannschaft jetzt nicht mehr so präsent ist. Dass es der Mannschaft sogar helfen kann, jetzt mehr den Fokus auf das Sportliche zu legen“, sagte der frühere Mittelfeldspieler. Özil hatte sich vom Deutschen Fußball-Bund in der Affäre um seine Fotos mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan alleingelassen gefühlt und mit seinem Rücktritt eine Rassismus-Debatte ausgelöst.

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